Dienstwagen Berechnung / von welchem Preis?

1 Antwort

Unabhängig von deiner Verärgerung ist hier zunächst festzustellen, dass der AG korrekt abgerechnet hat. Gem. diverser Regelungen und Entscheidungen ist bei Anwendung der 1% Regel grundsätzlich vom BLP auszugehen, explizit ohne Berücksichtigung von Sonderaktionen, Sondermodellen, Aktionspreisen o.ä. Siehe dazu z.B. BMF vom 21.1.2002 (BStBl I S. 148) und vom 7.7.2006 - BStBl I S. 446. Die gesetzliche Grundlage findet sich übrigens in § 6 Abs. 1 Nr. 4 Sätze 2 ff EStG. Somit ist bei einem Sondermodell in der Tat vom Bruttopreis des Modells laut Liste zuzüglich diverser etwaiger Zugaben auszugehen; die Berechnung auf Grundlage der genannten ca. € 30000.-- wäre m.E. korrekt. Davon ausgehend wird das Gehalt für die 1% also um € 300.--/mtl. nominell erhöht, dazu kommen € 200.-- bAV (die aufgrund der Freistellung von der ges. Sozialversicherungsanrechnung separat in der Gehaltsabrechnung geführt werden), sowie die 0,03% Fahrtwegekosten. Ohne Einblick in die exakte Lohnabrechnung ist hier nicht zu erkennen, wie und was der AG richtig oder falsch abgerechnet hat; die Abrechnung kannst Du aber jederzeit doch von dritter Stelle prüfen lassen. Dienstwagenregelung mit 1% ist in den meisten Fällen (sofern man privat nicht erhebliche Distanzen zurücklegt) ein schlechtes Geschäft; vor allem, wenn man sich den Wagen nicht selber aussuchen kann. Fährt man wenig privat, sollte mit dem AG besser die Abrechnung über Fahrtenbuch gewählt werden.

Vielen Dank! Ich verstehe, das der Preisvorteil( der sich ja eigentlich schon im Bruttolistenpreis befindet) mit berechnet wird?! Das die 1% und 0,03% "nur" nominell berechnet werden war mir klar. Das wird so gemacht, damit von diesen Beträgen Steuern gezahlt werden können/müssen :0). Korrekt soweit?Das bedeutet dann das der Betrag von 300€ auf die Brutto Seite des Gehalts mit aufgeführt wird, steuerlich berechnet und unten wieder abgezogen, da dieser Betrag eigentlich nur fiktiv fürs Finanzamt besteht. Liege ich da auch richtig?

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@Popeye29

So ähnlich. Der AG ist verpflichtet, bei der Berechnung für den 1%-Anteil alle wertsteigernden Ein- und Umbauten auf den BLP zu addieren. Die Weiterberechnung an den AN erfolgt dann (wegen der zwingenden Anrechnung des geldwerten Vorteils) über eine nominelle Lohnerhöhung, die dann über die LSt-Abzüge diesen Vorteil mit versteuert. Für den AN hat das in bestimmten Szenarien auch den Nachteil, dass er ggfs. in eine höhere Progression rutscht (aufgrund des gestiegenen Bruttoeinkommens).

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