Dienstleistungsvertrag, Werkvertrag, Nacherfüllungspflicht?

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1 Antwort

Grundsätzlich musst Du nur das bezahlen, was vertraglich vereinbart wurde.

Schau also am Besten nochmal in Deinen Unterlagen nach, was schriftlich fixiert wurde. Dies sollte, allein schon im Interesse des Unternehmers, so genau wie möglich formuliert sein.

Ist nicht das ausgeführt worden, was Du in Auftrag gegeben hast, kannst Du auf Nachbesserung bestehen.

Hierfür musst Du (alles schriftlich bitte) eine angemessene Frist setzen, in der die Nachbesserung durchgeführt wird.

Grundsätzlich hat der Anbieter dreimal das Recht auf Nachbesserung. Sprich, er könnte Dich nach je dreimaliger Fristsetzung je dreimal hinhalten, ohne exakt das zu machen, was Du von ihm willst. Und erst, nachdem er dreimal die Nacherfüllung nicht geleistet hat, darfst Du einen Teil der Gesamtsumme einbehalten.

Wie hoch dieser Anteil ist, kann ich Dir leider nicht sagen. Da müsstest Du Dich nochmal schlau machen.

Je nachdem, um welche Summe es insgesamt geht, kann sich auch ein Gang zu einem Rechtsanwalt lohnen. Dieser sollte auf Vertragsrecht spezialisiert sein, und Dir klar und ehrlich sagen, wie Deine Aussichten sind.

Ich kenne das Ganze aus Unternehmersicht, und sichere mich grundsätzlich in alle Richtungen ab. Daher formuliere ich Auftragsbestätigungen stets so detailliert wie möglich. Und selbstverständlich ist da auch der exakte Entwurf mit dabei.

In Falle Deines Graveurs würde ich vermuten, dass er mit diesem leicht schludrigen Vorgehen schon öfters durchgekommen ist bei seinen Kunden. Je nachdem, was Du schriftlich in der Hand hast, stehen daher Deine Chancen, mit dem Recht auf Nachbesserung etwas bewirken zu können. Wenn Du gar nichts Schriftliches hast, sind diese leider nicht gut. Allerdings hat er dann vermutlich ebenfalls nichts Schriftliches - also lass Dich nichts bangemachen.

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