Die zehn Gebote der Bibel?

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7 Antworten

Wir als Menschen haben einen freien Willen. Ich werde erst alle zehn gebote aufzählen und danach kommentieren. nachlesen kannst du sie in 2. Mose 20:3-17:

Das erste Gebot: Du sollst keine anderen Götter wider mein Angesicht habenstellte Jehova an den ersten Platz (2. Mose 20:3). 

Es betraf seine erhabene und einzigartige Stellung als Gott, der Allmächtige, als Höchster, als der oberste Souverän. Dieses Gebot ließ die Israeliten wissen, dass sie keine anderen Götter als Rivalen Jehovas haben sollten. Im Umkehrschluss bedeutet es für uns heute, auch Jesus Christus nicht als Gott zu verehren!

Das zweite Gebot reihte sich folgerichtig an das erste an, denn es verbot den Götzendienst in jeder Form als eine Verletzung der Ehre Jehovas und der Würde seiner Person. ‘Du sollst dir kein geschnitztes Bild machen noch eine Gestalt wie irgend etwas in den Himmeln, auf der Erde oder in den Wassern unter der Erde; du sollst dich nicht vor ihnen niederbeugen noch ihnen dienen.’ 

Dieses Verbot wird durch die Erklärung unterstrichen: „Denn ich, Jehova, dein Gott, bin ein Gott, der ausschließliche Ergebenheit fordert“ (2. Mose 20:4-6). Ein Kreuz oder Hakenkreuz (Buddhismus) anzubeten ist somit genauso verboten wie ein Heiligenbildnis!

Das dritte Gebot, in richtiger und logischer Reihenfolge aufgeführt, lautete: „Du sollst den Namen Jehovas, deines Gottes, nicht in unwürdiger Weise gebrauchen“ (2. Mose 20:7).

Das ist im Einklang mit der Wichtigkeit, die dem Namen Jehovas überall in den Hebräischen Schriften zukommt (erscheint ~7000x in NW; siehe JEHOVA [Wichtigkeit des Namens]). In den wenigen Versen der Zehn Worte (2. Mose 20:2-17) erscheint der Name 8mal. Die Worte „nicht . . . gebrauchen“ haben den Sinn von „nicht aussprechen“ oder „nicht erheben (aufheben, tragen)“. Wer mit Gottes Namen in solch „unwürdiger Weise“ umgehen würde, würde diesen Namen „zur Falschheit“ erheben oder ihn „unnütz“ machen. Als die Israeliten, denen die Gunst erwiesen wurde, den Namen Jehovas zu tragen und seine Zeugen zu sein, abtrünnig wurden, gebrauchten und trugen sie den Namen Jehovas in unwürdiger Weise (Jesaja 43:10; Hesekiel 36:20, 21). 

Umgekehrt würde Gottes Volk, seine Zeugen den Namen Gottes benutzten und tragen!

Das vierte Gebot lautete: „Des Sabbattages gedenkend, um ihn heiligzuhalten, sollst du sechs Tage Dienst leisten und all deine Arbeit tun. Aber der siebte Tag ist ein Sabbat für Jehova, deinen Gott. Du sollst keinerlei Arbeit tun, weder du noch dein Sohn, noch deine Tochter, noch dein Sklave, noch deine Sklavin, noch dein Haustier, noch dein ansässiger Fremdling, der innerhalb deiner Tore ist“ (2. Mose 20:8-10). Dadurch, daß sie diesen Tag Jehova heiligten, konnten alle, auch die Sklaven und die Haustiere, ausruhen und sich erquicken. Der Sabbattag gab außerdem Gelegenheit, sich auf religiöse Dinge zu konzentrieren, ohne abgelenkt zu werden.

Das fünfte Gebot:Ehre deinen Vater und deine Mutter“ vermittelt sozusagen einen Übergang von den ersten vier Geboten, den Pflichten des Menschen gegenüber Gott, zu den übrigen Geboten, den Pflichten des Menschen gegenüber seinem Nächsten. Da die Eltern den Kindern gegenüber Gott vertreten, bekundet man durch das Halten des fünften Gebotes Ehrfurcht und Gehorsam sowohl gegenüber dem Schöpfer als auch gegenüber den Geschöpfen, die Gott mit Autorität bekleidet hat. Das war das einzige der Zehn Gebote, an das eine Verheißung geknüpft war: „Damit sich deine Tage als lang erweisen auf dem Erdboden, den Jehova, dein Gott, dir gibt“ (2Mo 20:12; 5Mo 5:16; Eph 6:2, 3).

Die nächsten Gebote des Grundrechts waren kurz und knapp formuliert: das sechste: „Du sollst nicht morden“; 

das siebte: „Du sollst nicht ehebrechen“; 

das achte: Du sollst nicht stehlen“ (2Mo 20:13-15). 

In dieser Reihenfolge werden diese Gebote im massoretischen Text aufgeführt — Gebote, die in einer der Größe der Vergehungen entsprechenden Reihenfolge stehen, d. h. vom schwerwiegendsten Vergehen gegen den Nächsten bis hin zum geringfügigsten. Es gibt griechische Handschriften (Codex Alexandrinus, Codex Ambrosianus), in denen die Reihenfolge lautet: ‘Mord, Diebstahl, Ehebruch’; bei Philo (De decalogo, XII, 51) ist sie: ‘Ehebruch, Mord, Diebstahl’; im Codex Vaticanus: ‘Ehebruch, Diebstahl, Mord’. 

Den Geboten gegen die Tatsünden folgt das Gebot gegen die Zungensünden. Es ist das neunte und lautet: „Du sollst nicht falsch zeugen als Zeuge gegen deinen Mitmenschen“ (2Mo 20:16).
Das zehnte Gebot (2Mo 20:17) war einzigartig, denn es verbot Begehrlichkeit, d. h. unerlaubtes Verlangen nach dem, was ein anderer besitzt, einschließlich der Ehefrau. Kein menschlicher Gesetzgeber hat je ein solches Gesetz erlassen, ja es bestünde gar keine Möglichkeit, die Menschen zu zwingen, ein solches Gesetz zu halten. Durch das 10. Gebot erreichte Jehova jedoch, daß jeder einzelne ihm, der alle geheimen Gedanken des menschlichen Herzens sieht und kennt, rechenschaftspflichtig war (1Sa 16:7; Spr 21:2; Jer 17:10).

Eigentlich sinds nur 7, denn bei den ersten drei gehts nur dadrum, was man und wie gefälligst mit dem kosmischen Phantom anzufangen hat.

Nur 7 sind eigentlich Verhaltensregeln, welche eine Beziehung zu zwischenmenschlichen Verhaltensweisen zu tun haben.

Abgelehnt wird lediglich die Eltern nicht gebührend behandeln, Ehebruch, Diebstahl, Falschaussage (solange diese sich gegen jemand richtet), Und bereits das Begehren einer Frau eines anderen oder dessen Besitz.

Das ist natürlich reichlich wenig.

Steuerhinterziehung, Urkundenfälschung, Geldfälschung, Geheimnisverrat, Rassenhass, Körperverletzung, Vernachlässigung, unterlassene Hilfeleistung, Spionage, grob rücksichtslose Gefährdungen und sicherlich 100 weitere Sachen werden erst gar nicht erwähnt.

Ja ich weiß, da kommt jetzt jemand und fabuliert das da rein, ist aber Unsinn. Da steht explizit nur das drin.

Wenn man sich nur an die 7 Gebote hält, ist man immernoch ein hundgemeines Individuum und für ein Leben in einer modernen Gesellschaft nicht geeignet.

Interessanter Weise, wenn man sich dann auch noch trotz völlig unzureichender Benimmanweisungen an die 3 überflüssigen vom Anfang hät, dann ist man nach der Bibel bereits ein richtiger Spitzentyp.

Das bringt mich zum dadurch propagierten Menschenbild. Ein religiöser, dennoch hundsgemeiner Mensch wird da propagiert.

NuriaWanosman 22.02.2017, 20:58

Schön das du dir die Zeit genommen hast und so viel geschrieben hast :)

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stefanbluemchen 22.02.2017, 21:07

 Matthäus 22:27 ,Du sollst Jehova, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Sinn.‘ 38  Dies ist das größte und erste Gebot. 39  Das zweite, ihm gleiche, ist dieses: ‚Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.‘ 40  An diesen zwei Geboten hängt das ganze GESETZ und die PROPHETEN.“ 

Und unser Gott ist kein Phantom! 

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feinerle 22.02.2017, 21:50
@stefanbluemchen

Und Steuerhinterziehung ist dennoch ok, genau wie Spionage und Urkundenfälschung. Meinungsfreiheit, Gleichberechtigung, alles nicht erwähnt. Schöne Moral

Und Dein Gottdings ist ein Phantom, denn es existiert nur in der Phantasie. Niemand hat das Gottdings gesehen, es bestehen keinerlei Hinweise faktischer / empirischer Natur auf eine Existenz - nichts! Null! Nada!

Nur das ein oder andere Märchenbuch schreibt was davon, oder wars Rapunzel? Däumling? .... Egal.

Und sag nicht Jehova, denn sonst:

https://www.youtube.com/watch?v=RDYpCr9FUmM

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stefanbluemchen 24.02.2017, 00:08
@feinerle

Dein joutube interessiert mich nicht. Und Jehova ist doch der wahre Gott! Das Märchen ist die Evolutionstheorie! 

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Es gibt übrigens in der Bibel 2 Versionen der 10 Gebote. (2.Mose 20, 5.Mose 5) Man könnte zu deiner Frage mindestens einen ganzen Aufsatz schreiben.

Aber zentral ist wohl das Sabbatgebot mit der Abhängigkeit von Gott, der den Menschen das Leben erst durch die Schöpfung (2.Mose20) und dann durch die Erlösung (5.Mose5) gegeben hat. Unsere Wertschätzung dessen zeigen wir sowohl durch die Liebe zu Gott (erste Gesetzestafel) als auch zum Nächsten (zweite Gesetzestafel).

Roentgen101 22.02.2017, 23:20

Die Tafeln wurden zweimal geschrieben. Die 10 Gebote gab es nicht unterschiedlich.

Allerdings haben einige Kirchen das zweite Gebot gelöscht und dafür ein anderes Gebot geteilt, da ihnen diese Gebot nicht gefiel!

Sie Evangelische & Römisch-Katholische Kirche.

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Das Bild eines religiösen Menschen. Die meisten der 10 Gebote sind rein religiöse Regeln und sind eigentlich nur für Gläubige relevant.

Zicke52 22.02.2017, 22:09

@DreiGegengifts: Rein religiöse Regeln??

Abgesehen von den ersten 3 Geboten kann ich da keine religiösen Regeln erkennen. "Du sollst nicht töten, ehebrechen, stehlen, kein falsches Zeugnis geben" .... meinst du, das gilt nur für einen religiösen Menschen? Das meiste findet sich genauso in den heutigen Gesetzen wieder.

Ehebrechen ist zwar heute nicht (mehr) gesetzlich verboten, aber wird gesellschaftlich keineswegs als wünschenswert betrachtet. Viele Ehen gehen daran kaputt, also wird es keineswegs so locker gesehen.

Und dass man seinen Vater und seine Mutter ehren solle, werden auch die meisten in Ordnung finden.

Dies alles heisst nicht, dass ich glaube, die 10 Gebote wären göttlich. Aber es sind halt weltliche Gesetze, die unseren heutigen Gesetzen und Verhaltensnormen sehr ähneln (abgesehen von den ersten drei).

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DreiGegengifts 22.02.2017, 22:34
@Zicke52

Also ich halte sie einfach für irrelevant. 

1,2,3 sind rein religiös

4 ist sinnlos

6 ist gesellschaftlich nicht mehr relevant

5 beherrscht fast jedes Säugetier aus Instinkt

Und den Rest kann man zusammenfassen: anderen ihr Eigentum nicht streitig machen und über andere keinen Mist erzählen.

Halleluja - gut, dass wir sie haben die 10 Gebote. Ich sehe keinen Mehrwert. Stünden diese Gebote nicht in der Bibel - die Welt würde sie nicht kennen und die Welt wäre trotzdem noch die Alte.

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vertzreten wird ein bild vom menschen mit starkem selbstbewußtsein und einem ausgebildeten ich


Lies einfach die 10 Gebote. Dann kannst Du Schlüsse selbst ziehen.

Dann les dir die zehn Gebote mal in Ruhe durch. Da steht alles drinne, was du beantworten sollst.

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