Die Umweltministerin Hendricks will ja die Zulassung von Glyphosat in DE verhindern. Ist das Gerechtfertigt, oder stecken dahinter andere Gruende?

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5 Antworten

An welche anderen Gründe hattest du denn so gedacht?

Glyphosat gilt bei seriösen, nicht von Monsanto bezahlten Wissenschaftlern als potenziell krebserregend. Es ist ein Pflanzenvernichtungsmittel - warum sollte das für uns gut sein?

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Kommentar von Agronom
13.07.2017, 16:39

Unseriöse Studien und Wissenschaftler gibt es da auf beiden Seiten, da muss man sich nichts vormachen. Öko-Lobby und "grüne" NGOs haben auch eigene Interessen, die von der "Weltrettung" abweichen.

Potentiell bzw. "wahrscheinlich krebserregende" Substanzen gibt es etliche, mit denen wir auch täglich Kontakt haben. Entscheidend ist aber das tatsächlich davon ausgehende Risiko und dieses wird bei Glyphosat, mit derzeitigen Konzentrationen in der Umwelt, als nicht relevant eingeschätzt.

Hinzu kommt, wenn Glyphosat seine Zulassung verliert, ist es schließlich nicht so, dass keine Herbizide mehr eingesetzt werden. Würde es nur ein Anwendungsverbot geben, wären dann auch die Importe nicht betroffen.

Eine weitere Einschränkung der Anwendung wäre nach aktuellem Kenntnisstand weitaus sinnvoller, als ein Verbot.

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Kommentar von Agronom
13.07.2017, 16:45

Achja und die Wirkung des Glyphosat in der Pflanze findet in einem Stoffwechselweg bzw. an einem Enzym statt, welches Tiere nicht besitzen, daher kann man nicht so einfach auf eine Schadwirkung beim Menschen schließen.

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Kommentar von Blumenacker
13.07.2017, 18:38

Ein Verbot von Glyphosat würde allerdings nicht bedeuten, daß der Herbizideinsatz insgesamt eingeschränkt wird. Ein Glyphosatverbot hätte zur Folge, daß andere, bisher nicht zugelassene Herbizide eine Sonderzulassung bekämen, deren dauerhafte Folgen noch schlimmer sind.
Wenn Frau Hendricks Glyphosat verbieten will, dann sollte sie auch eine Ersatzlösung anbieten. Oder sie sollte ein Konzept vorstellen, wie in der modernen großflächigen Landwirtschaft eine mechanische Unkrautbeseitigung wirtschaftlich machbar sein soll. 

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Kommentar von zetra
13.07.2017, 21:40

Bitterkraut: Eventueller moralischer Art, vielleicht Wahlkampftaktik, welche ich allerdings der Frau Hendricks nicht zutraue.

Schmiergelder waren ja im Vorfeld reichlich geflossen, in Form von Gefaelligkeitsgutachten an die  Nehmer. 

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Kommentar von Bitterkraut
15.07.2017, 21:53

Danke fürs Sternchen!

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Gerechtfertigt in welchem Sinne?

Meine Meinung dazu kennst du ja eigentlich oder kannst es sonst nochmal in den Kommentaren heir nachlesen.

Aus sicht der Ministerin ist es mindestens in dem Sinne Gerechtfertigt, dass wohl der Großteil der Wählerschaft diesen Weg befürworten würde. Einflussnahmen von Verbänden zu ökologischer Landwirtschaft und von Umweltverbänden wäre auch nicht unwahrscheinlich.

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Kommentar von zetra
13.07.2017, 18:16

Agronem, ich erkenne Unsicherheit in den hoechsten Kreisen, somit ist nach wie vor die Studie von ECHA auf eine Unbedenklichkeit nicht das letzte Wort. 

Wir liegen ja nicht verquer, ich teile allerdings die Bedenken der Contra-Patei.

Meine Bedenken beziehen sich auf die zugelassenden 10 Jahre, sollte sich in dieser Zeit Gravierendes ereignen, dann haben wir den Salat?

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Es stecken "andere Gründe" (korrupte) dahinter, dass es überhaupt EU-weit noch erlaubt ist!^^

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Kommentar von dermitdemball
13.07.2017, 16:41

Während viele Wissenschaftler und Verbände davon überzeugt sind, dass der Stoff gefährlich ist und verboten gehört, 

sind staatliche und internationale Institutionen zurückhaltender. 

Weil sie von Monsanto "großzügige Geschenke" bekamen?!

Quelle: https://utopia.de/ratgeber/glyphosat-roundup/

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Kommentar von dermitdemball
13.07.2017, 16:57

Allein die Entwicklungsmethode von Glyphosat (Round-Up) hat schon was "Frankensteinisches"!

Man entwickelt ein Gift welches jede Pflanze "tötet"! Und danach geht man her und entwickelt fragwürdig gentechnische veränderte Pflanzen, die dieses Gift (gerade) noch "aushalten"!


Der US-amerikanische Saatgut- und Herbizid-Konzern Monsanto**ließ sich Glyphosat als Pflanzenvernichtungsmittel Anfang der 1970er Jahre patentieren. 1974 kam das Ackergift unter dem Namen „Roundup“ auf den Markt.

Quelle: https://utopia.de/ratgeber/glyphosat-roundup/



Monsanto** wurde von BAYER übernommen (66 Milliarden Dollar)
Ja, dann kann man das Verhalten mancher deutscher Politiker schon wieder viel leichter verstehen!^^

Das sind ja "genetische" Aussichten!^^

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Es steht im Verdacht Krebs erregend zu sein. 

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Kommentar von zetra
13.07.2017, 18:24

In Argenthinien sagen Betroffene, das ist so.

Die Gegenpartei moniert das Ausbringen vom Flugzeug aus hat Schuld? Auch hier die Wahrheit in der Mitte, denn ungiftig soll es sein, somit koennte es ausgebracht werden wie es jeder fuer noetig haelt.

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Vor kurzem gab's ne Reportage. Da hat ein Kuh-Bauer seine Kühe umgestellt auf Glyphosat freies Kraftfutter. Und - siehe da!- die Fruchtbarkeit der Kühe hatte sich in Folge dessen verdoppelt.

Also nix vonwegen Chemtrails ;-)

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Kommentar von zetra
13.07.2017, 18:20

Du musst einen Link einfuegen, ansonsten glaubt das keiner.

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