Die Tropischen Regenwald in Asien wird/wurde zerstört?

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2 Antworten

Nach Wikipedia Die Ursachen, welche zum Verlust von tropischem Regenwald führen, sind allgemein deckungsgleich mit den Triebkräften, die für die Entwaldung in allen Ländern der Erde wirken. Der gesamte Waldflächenverlust der Erde beläuft sich jährlich auf etwa 13 Millionen Hektar, was etwas mehr als einem Drittel der Fläche Deutschlands entspricht. Der Waldverlust in tropischen Ländern beläuft sich dabei auf etwa 8 bis 10 Millionen Hektar[7], wobei nicht alle Wälder der tropischen Länder Regenwälder sind (es gibt außerdem noch Mangrovenwälder, Nebelwälder sowie saisongrüne Wälder wie beispielsweise Savannen). Auf zur Holznutzung gerodeten Flächen können sich Sekundärwälder einfinden, welche natürlich ebenfalls tropischen Regenwald in einem frühen Stadium der Sukzession darstellen. Man spricht daher auch von einem Nettoverlust an Waldfläche.

Im Jahre 1950 wurde die Ausdehnung der tropischen Regenwälder auf 16 bis 17 Millionen km² geschätzt, also etwa 11 % der Landfläche der Erde. Im Jahre 1982 zeigte die Auswertung von Geländeuntersuchungen, Luftaufnahmen und Satellitenbildern, dass nur noch 9,5 Millionen km² übrig waren. Eine erneute Bestandsaufnahme im Jahre 1985 zeigte die Vernichtung einer weiteren Million km².[8]

In Brasilien wurden der Fachzeitschrift New Scientist zufolge bis Ende 2006 ungefähr 13 % der ursprünglich vorhandenen Regenwälder abgeholzt; 85 % dieser gerodeten Flächen wurden in Weideland umgewandelt, 15 % in Felder zum Anbau von Sojabohnen.[9] Der WWF gibt dazu an, dass in den letzten Jahrzehnten im brasilianischen Teil Amazoniens etwa 17 % der Regenwaldflächen abgeholzt oder verbrannt und weitere 18 % stark geschädigt wurden (2007).[10] Eine Studie der brasilianischen Universität von Viçosa hat zudem ergeben, dass Sojabohnenfelder sehr viel negativere Auswirkungen auf das Wettergeschehen im Amazonasbecken haben als Weideflächen: Sie reduzieren aufgrund des sehr hohen Albedos der Sojapflanzen den Regenfall viermal so stark wie Grasland.[11] Im Jahr 2004 betrug der Regenwaldverlust 27.000 Quadratkilometer,[12]und allein in den letzten fünf Monaten des Jahres 2007 gingen in Brasilien 3.235 km² verloren, davon im Dezember 2007 948 km².[13] In der Folge beriet im Januar 2008 ein Notfallkabinett der brasilianischen Regierung über Maßnahmen.[14] 2009 betrug die Abholzung noch 6500 Quadratkilometer.[12]

Auf den gerodeten Flächen werden teils Plantagen, teils Weiden für die Rinderzucht [10] [15] angelegt, oder das Land wird für den Ackerbau hergerichtet. Häufig werden nur die wertvollsten Tropenhölzer gezielt geerntet, die Masse der „minderwertigen“ Bäume aber bloß als Bauholz genutzt oder zu Papier verarbeitet.

Die Rodung von tropischen Regenwäldern führt zur irreversiblen Zerstörung. Durch Ausschwemmung geht der überwiegende Teil seiner Nährstoffe verloren. Der Nährstoffkreislauf wird somit unterbrochen. Kleinere Pflanzen, wie z. B. Getreide, sind zudem nicht mehr in der Lage, Nährstoffe und Wasser ausreichend vor dem Versickern in dem durchlässigen Boden zu bewahren. Die Folge ist Bodenerosion. Auch werden fast mit jedem gefällten Baum unwiderruflich Pflanzen- und Tierarten ausgerottet (siehe Artenvielfalt). In diesem Zusammenhang wird unterschieden zwischen ursprünglichem, also Primärwald und Sekundärwald.

Der Schutz des tropischen Regenwaldes ist auch aus weiteren Gründen sehr wichtig: Er gilt als die größte Apotheke der Welt. Bis jetzt ist aber nur ein kleiner Teil der dortigen Pflanzen auf ihren möglichen Einsatz als Heilmittel untersucht worden. Wenn das Brandroden und Abholzen in dem derzeitigen dramatischen Umfang fortgesetzt wird, dann gehen unweigerlich potentielle Naturheilstoffe verloren.

Wolfgang 1160 hat sehr umfassend geantwortet. Respekt

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