DIE TODESSTRAFE EINFÜHREN FÜR MÖRDER UND SCHÄNDER ODER TERRORISTEN?

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Das Ergebnis basiert auf 29 Abstimmungen

NEIN 89%
JA 10%

37 Antworten

JA

Ich sage auch keineswegs man sollte die TS auf Mord ins Gesetz aufnehmen.

Aber ich sage auch nicht, dass Staaten die das machen, grundsätzlich keine Rechtsstaaten sind oder gegen Menschenrecht und zivilisiertes Handeln verstossen. Auch das Fehlurteilsargument akzeptiere ich nicht. Wenn ich unschuldig für 15 Jahre in den Knast müsste, weiss ich ob ich mich nicht umbringen würde. Massstab für einen Rechtsstaat ist das in dubio pro reo Prinzip, also wenn es den geringsten Zweifel gibt, darf man nicht verurteilt werden. 

Was ich mir vorstellen könnte: für Mord oder schwere Körperverletzung in besonders schweren Fällen, kann .. das Gericht TS verhängen. Wobei ich das "schwere Fälle" definieren würde: bei aussergewöhnlicher Grausamheit, hoher Opferzahl oder krimineller Energie.

Beispiele: Terrorist, Folter/Vergewaltiger, Mafiakiller ...  

Wobei ich nicht mit Strafe oder Sühne argumentiere, sonder ganz schlicht mit dem Schutz der Bürger ! Warum das Risiko eingehen, dass der nochmal frei kommt ? Oder freigepresst wird ? Und warum soll ich die hohen Kosten der Allgemeinheit aufbrummen, dass ein Brevik noch Prozesse führen kann über seinen Wohnkomfort ..während man an Sozialausgaben sparen muss ? Ich erlaube mir Menschenrechte abzuwägen, den Sozialrentner, der keine optimale Gesundheitsvorsorge mehr bekommt, und den nicht resozialisierbaren  und -Willigen Massenmörder ... das ist mir zutiefst zuwider, dass man so jemand auf Steuerzahlerkosten durchfüttern muss. 

NEIN

Nein, die Todesstrafe hat keinen Sinn.

Viel sinnvoller wäre es die Behandlung von Verbrechern generell zu ändern, zum Beispiel nach dem Vorbild skandinavischer Länder.

Dort (ich weiß leider nicht in welchem der Länder genau) werden Verbrecher wie psychisch Kranke behandelt und es wird versucht ihre Psyche zu heilen. Die Rückfälligkeitsrate (also das Verbrecher nach der Entlassung wieder das Gesetz brechen) ist dort niedriger als 10% (wenn ich nicht irre).

Ein derartiges System würde weitaus mehr Sinn machen, denn anstatt die Verbrecher für immer aus dem Verkehr zu ziehen, werden sie zu sozialfähigen und produktiven Mitgliedern der Gesellschaft gemacht.

NEIN

Niemand hat das Recht, über Leben und Tod zu entscheiden. Dass sich ein Mensch - in diesem Fall ein Mörder oder Terrorist - dieses Recht dennoch anmaßt, hat Strafe verdient, aber wenn der Staat anfängt, selber Menschen umzubringen, was macht ihn dann besser als den Mörder?

Und vor allem: Wie entschädigt man jemanden, der zu Unrecht zum Tode verurteilt worden ist? Solange der Staat keinen Menschen von den Toten erwecken kann, sollte er auch niemanden dorthin schicken.

NEIN

Nach dem Grundgesetz und somit auch nach der derzeit herrschenden Ansicht hat jeder Mensch ein Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit; und zwar auch und gerade die Leute, die sich nicht darum scheren, denn die Allgemeinheit muss besser sein, als die Leute die sie bestraft.

Wer für die Todesstrafe ist, muss auch angeben, wie hoch eine akzeptable Fehlerquote ist, denn kaum ein Prozeß ist eindeutig. Wieviele Unschuldige dürfen pro Jahr hingerichtet werden?

NEIN

Wenn man sich mal auf einer Weltkarte die Länder anschaut, in denen die TS durchgeführt wird, und die Länder, in denen es keine TS mehr gibt: einfach mal überlegen, in welchen von diesen Ländern man wirklich lieber leben würde.

Die USA sind in dieser Frage übrigens nicht einig mit Deutschland oder Schweden, sondern einig mit Ländern wie China, Saudi-Arabien, dem Tschad oder Somalia. Oder Nordkorea.

Somalia ist ja bekannt als einer der friedlichsten Flecken der Erde. (ok, das war nun ironisch...)

NEIN

Der Sinn einer Strafe ist nicht Rache sondern Resozialisierung. Die Forderung der Todesstrafe läuft damit den elementaren Grundsätzen unseres Rechtsstaates zuwider.

Außerdem hast du immer das Risiko eines Fehlurteils. Einen Gefangenen kannst du freilassen, rehabilitieren und entschädigen. Einen Toten kannst du nicht zurückholen.

Aber IHR sagt doch , das der Mensch ein Tier ist ! Kannst du einen Pitbull das schon so Aggressiv ist Resozialisieren ?

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@DaddyGallard

Stopp! Wer ist hier "IHR".

Was soll dieser dämliche Hundevergleich? Wir reden hier über Menschenleben.

6
@Interesierter

Ja und ? Wer denkt das der Mensch  ein Tier ist, der kann ja nicht besser sein als ein Hund oder ?

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@DaddyGallard

Menschen sind Tiere, von ihrer Zellstruktur her. Dennoch unterscheiden wir uns von der Struktur und vor allem der Größe des Frontallappens des Gehirnes stark von anderen Säugetieren. Du kannst jedoch einen Pitbull nicht mit einem Menschen vergleichen. Abgesehen davon, dass Pitbulls keinesfalls brutale Killermaschinen sind, wie manche Medien sie präsentieren und wie manche Menschen sie sehen, ist ein Hund auch ein Hund und kein Mensch. Ach übrigens, auch ein bereits aggressiver Hund, der schon andere Lebewesen schwer verletzt hat, kann resozialisiert werden.

2
@DaddyGallard

Wer denkt das der Mensch  ein Tier ist,

Achtung!!! Kreationistenalarm. Bringt die Kinder rein.

Also mal zum Mitdenken: Die belebte Natur wird in verschiedene Reiche aufgeteilt. Das sind im wesentlichen Tiere, Pflanzen, Pilze und Bakterien.

Zu einem davon müssen wir uns zuordnen. Ich halte Tier da für deutlich passender als Pilz oder Pflanze. Bei Bakterie könnte man grübeln, da wir mehr Bakterienzellen in uns tragen als eigene Körperzellen.

Ich bin mir wohl sicher, dass Du auch ein Tier bist, aber ich vermute, es gibt nicht wenige Hunde, die schlauer sind als Du.

2
@realsausi2

Mann kann Menschen auch als eigenen Reich betrachten oder nicht? Mann MUSS sich nicht irgendwo zuordnen.Wir Menschen sind dafür viel zu eigenartig und spezifisch.Habt doch mal Respekt vor der Menschenrasse.

Entschuldigt die Rechtschreibfehler.

Cowgirl596

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@cowgirl596

Mann kann Menschen auch als eigenen Reich betrachten oder nicht?

Unter biologischen Gesichtspunkten nicht.

Mann MUSS sich nicht irgendwo zuordnen.

Der Mensch ist biologisch klar einzuordnen. Das kann man drehen und wenden wie man will. Der Mensch ist ein Trockennasenaffe.

Wir Menschen sind dafür viel zu eigenartig und spezifisch.

Im biologischen sowie auch im erdgeschichtlichen Sinne: Nein.

Habt doch mal Respekt vor der Menschenrasse.

Wovor bitte? :) Und wo findet sich in der korrekten Einordnung des Menschen eine Respektlosigkeit?

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NEIN

Ich fühle mich in einem Staat deutlich wohler, dem es nicht erlaubt ist seine Bürger - aus welchem Grund auch immer - umzubringen. Bei dem einen oder anderen Täter könnte man durchaus über eine Ausnahme nachdenken. Aber die Todesstrafe ist abgeschafft und das haben die Väter des Grundgesetzes klug entschieden.

NEIN

Sieh dir mal die neuen Zigarettenpackungen an. Verstümmelungen, Tod, Leid in Bildform. Schreckt das irgendjemanden vom Rauchen ab? Nein.

So ähnlich sehe ich das mit der Todesstrafe. Derjenige der in der Lage zu Mord ist, macht es sowieso, mit oder ohne.

Was ich nicht beurteilen kann ist die Rache oder Genugtuung. Als nicht-Betroffener würde ich sagen keine Todesstrafe. Selber betroffen (Mord an der Tochter zB) würde ich vermutlich anders denken.

Auf jeden Fall müssen die Strafen erhöht werden.

Ich machs einfach: weil sich bislang sämtliche Argumente für die Todesstrafe als falsch herausgestellt haben.

Es gibt kein einziges wirklich haltbares Argument und das stärkste Gegenargument sind Fehlurteile, die es selbst in Rechtsstaaten wie den USA ständig gibt.

NEIN

Warum "Nein"? Ganz einfach, weils ne bessere Alternative gibt:

Man nehme anstelle eines Gefängnisses eine Insel mit ner großen Menge Wald, Tigern, u.ä. und mindestens einem Patroullienschiff je 500m Küstenlänge.

Regel 1: Wer versucht die Insel zu verlassen wird erschossen.

Regel 2: Auf dieser Insel gelten keinerlei Gesetze, ausser die, die von den Insassen selbst aufgestellt werden. Wenn sich der ganze Haufen also gegenseitig abschlachtet, dann seis so, wenn nicht, auch ok.

Dieses Konzept wäre zumindest eine Art Kompromiss zwischen töten und nicht töten, aber für die in der Fragestellung aufgelisteten "Humanoiden Objekte" wäre es das mindeste, das mir adäquat erscheint. (Die einzige Alternative, die ich für adäquat befinden könnte, wäre umgehendes erschießen.)

NEIN

Mein weiß, mittlerweile auch durch empirsche Daten, dass eine Todesstrafe die Menschen nicht abschreckt, oder davon abhält, weiter Verbrechen zu begehen. Manche Menschen können auch gar nicht anders, oder verstehen es nicht besser aufgrund von psychsichen Störungen und manchmal wird auch jemand zu Unrecht verurteilt...

Was dann Menschen eher fehlt für einen besseren Umgang wäre mehr Wertschätzung und gegenseitiger Respekt, anstatt dem Staat auch noch die Macht über Leben und Tod in die Hand zu geben und indirekt dadurch ein Menschenleben auch noch weiter herabzuwürdigen.

NEIN
  1. Hat die Todesstrafe erwiesenermaßen keine anschreckende Wirkung
  2. Hat kein Staat das Recht, seine Bürger zu töten. Damit stellt er sich moralisch auf dieselbe Stufe, wie der Täter
NEIN

Wer einen Mörder tötet, begeht einen Mord. Man ist also moralisch auch nicht höher stehender, als der gesetzlich verurteilter Mörder.

Die Todesstrafe ist für mich staatlich genehmigter Mord und eine nicht umkehrbare Finalstrafe mit der Gefahr von Fehlurteilen.

Bei einem Fehlurteil wird eine Person ermordet, die das Verbrechen nicht begannen hat. Das vollstreckte Urteil ist nicht mehr aufzuheben.

Die angeblich abschreckende Wirkung der Todesstrafe ist umstritten, oder sogar bereits widerlegt. Ich sehe sie außerdem als Ursache für mehr Tötungsdelikte an.

Diese Punkte reichen für mich aus, um die Todesstrafe abzulehnen.

Jemand sagte mir  das es aber mehr oder weniger RUHE gibt ! Den aufstehen tut er schonmal nicht mehr !

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@DaddyGallard

Ein Mensch tötet einen anderen Menschen, weil er ihm das Recht zu leben abspricht. Er entscheidet über Leben und Tod eines Menschen

  • Macht das ein Islamist, nennen wir ihn einen Mörder
  • Macht das der Staat, nennen wir es "gerechte Strafe"

In einem solchen Staat will ich nicht leben. Die Todesstrafe ist für mich nicht akzeptabel.

Wenn ein Diktator alle politischen Gegner umbringt, gibt das auch "Ruhe" - aber nicht die Art von Gerechtigkeit, die ich mir wünsche.

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@DaddyGallard

@DaddyGaillard: Hat dieser "Jemand" das auch belegt? Sieh dir mal die Länder an, wo es Todesstrafe gibt, und vergleiche sie mit denen, wo es keine gibt.

Wo herrscht mehr "Ruhe"?

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@Zicke52

Die Ruhe herrscht bei MIR ! Ich bin das Zeichen!

Kommen wir aber zu den Ländern.

Wer sich nicht resozialisieren möchte, mit Absicht,Anderen Menschen  mit schlimmen Taten schädigt,sollte die Todestrafe bekommen.

Ganz einfach, warum soll man das Recht haben zuleben um nicht daraus zu lernen?

Ich verzeihe aber sollte dieser Mensch anderen Menschen verbrennen, sollte der,der es getan hat mit Nachdruck und es müssen Beweise geben, falls diese besteht

Sofort hingerichtet werden!

Ich weiß nicht ob es die Bibel erlaubt oder der Koran

Jedoch wäre Ich nicht der, der mich ließ!

Das bedeutet aus eigener Hand und aus eigenen Werk!

Das Werk des Opfers wurde massiv zerstört und man hat ihn durch das Feuer das Leid Millionen Anderer Menschen gezeigt.

Leider streunen soviele von Ihnen rum und benutzen sogar das Wort Gottes und jeder der das Wort Mißbraucht, darf unter Sondergenhemigung den Menschen Opfern!

So steht es geschrieben

DG§ 2 Absatz 7k1

Verzeihe den, der Anderen ausversehen getötet hat und schenkend ihn Gnade durch Reue. Verzeiht aber keinen Frevel den Sie bringen sich in Bedrängnis um zu töten. Es rechtfertigt nicht Anderen zu Morden, wenn der Täter seine Reuhe ernst meint den er war vielleicht kein Täter sondern ein Sünder der nach Bekehrung sucht.

 Ihr seid das Blut das durch Blut vergossen wurde so spreche

 zu den,der, der seine Kinder vergiftet wird nicht Buße tun,den du wirst sein  Nächster sein.

Achtet auf eure Herde, den sie wissen nicht wer sein Nächster sein wird. Um das zu Ahnen habt Ihr was bekommen. Den Jeder Mensch hat das Recht zu blicken.

Wer aber Blind durchs leben geht, der wird erblinden und nicht mehr  über seine Herde wachen!

Das Leid ist dann das Leid, wenn es nicht rechtfertigt.

Mord mag für anderen Mord sein und ewige Einsperrung um den Menschen zuschließen ist Quälerei! Also erlöst ihn von den Qualen oder er oder sie wird es selbst tun oder du wirst sein Nächster sein!

Sagen wir, weil du ihn hingerichtet hast, wirst du selbst als Mörder bezeichnet aber du hast deine Herde geschützt damit der Mord aufhört.

(Als Mensch bist du zu allen fähig und warum sollte Ich dir vertrauen wenn du mich vielleicht schon erblindet hast)

Wer bin Ich, wenn euer denken anders ist?

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@Enzylexikon

Bevor man das Rechtfertigt, ist die Frage wer angefangen hat zu Morden und aus welchen Beweggründe. Nachdem jemand was tut, bekommt man eine Quittung. Aber jede Quittung ist nicht gleich, den dafür muss schon geschaut werden, was passiert ist.

Ein islamist, hat es angeblich für Allah getan und er wird ins Paradis kommen so rechtfertigt sein Grund.

Der Staat macht es, weil es Gesetze gibt. Wer Mord begeht wird wie z.B Amerika hingerichtet aber hierist der Unterschied , der Mörder war irgendjemand


Ein  Terrorist der sich als islamist bezeichnet, hat es für Gott getan ob er oder sie es durfte ist natürlich falsch aber sie sagen, es ist richtig.


Warum darf der Staat Terroisten nicht hinrichten?

Ich bin lieber dafür das der Staat als Mörder bezeichnet wird, weil der Staat uns Bürger geschützt hat. Ich bin eher dafür als wenn irtgend ein Terrorist sich in die Luft springt un 1000 Tötet ! Wären deine Kinder  Opfer einer miesen Aktion des Terroristen, würdest du mir Recht geben!



Wenn ja,  bist du eher für 1000 Tote als 1 Toten?





Oder Lüge Ich ?


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@DaddyGallard

Bevor man das Rechtfertigt, ist die Frage wer angefangen hat zu
Morden und aus welchen Beweggründe.

Das Motiv für die Tötung eines Menschen wird strafrechtlich unterschiedlich bewertet. Das Opfer ist aber in allen Fällen tot.

Warum darf der Staat Terroisten nicht hinrichten?

Weil er sich meiner Meinung nach hierdurch moralisch auf die gleiche Stufe stellt, wie es der Täter durch sein Handeln schon getan hat.

Egal ob man sich auf weltliche oder religiöse Gesetze und Regeln beruft, das Ergebnis ist in jedem Fall das selbe - eine vorsätzliche Tötung.

weil der Staat uns Bürger geschützt hat.

Ein Hinrichtung schützt niemanden, denn der Mord ist ja bereits begangen worden. Auch die Opfer werden dadurch nicht mehr lebendig.

Die Hinrichtung wäre also keine "staatliche Notwehr" gegen einen unmittelbaren Angriff, sondern lediglich Rache am Täter.

Wären deine Kinder  Opfer einer miesen Aktion des Terroristen, würdest du mir Recht geben!

Ich habe in Israel zumindest Fälle erlebt, in denen Angehörige zum Opfer von Attentätern durch radikalisierte Palästinenser wurden.

Die Hinterbliebenen waren nicht auf Rache aus, sondern wünschten sich Frieden von beiden Seiten des Konflikts

Wenn ja,  bist du eher für 1000 Tote als 1 Toten?

Meiner Meinung nach kann man Menschenleben nicht aufrechnen. Ein Mordopfer ist genau so schlimm wie tausend Mordopfer.

Wenn ich Diskussionen mitbekommen, in denen argumentiert wird "Gruppe A hat aber mehr Menschen getötet als Gruppe B" wird mir schlecht.

Oder Lüge ich?

Du bist lediglich anderer Meinung als ich.

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Ich stimme hier weder für, noch gegen eine Todesstrafe, da ich finde, jeder Mensch hat eine zweite Chance verdient. Sollte dieser Mensch jedoch, seine zweite Chance vergeigen, dann Todesstrafe. Warum? Weil er ein Versprechen gegeben hat, niemehr eines Menschen Seele zu nehmen, und dieses Versprechen zum zweiten Mal brach. Daher, Todestrafe nach der zweiten Chance, JA!

Schwierig. Was wenn es das erste Mal schon deine Frau/Mann oder Tochter war? Denkst du dann noch gleich?

Was wenn der zweite Mord dadurch hätte verhindert werden können und diesmal das Opfer aus deinem Kreis stammt.

So einfach ist es nicht.

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@Trashtom

Es ist nur eine Alternative, da die Debatte "Ja oder Nein zur Todesstrafe" kein Ende findet.

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JA

Ich bin dafür. Manche Strafen sind so schwer, die können durch eine Gefängnisstrafe nicht gesühnt werden. Und durch eine Gefängnisstrafe werden die Täter auch keine besseren Menschen.

Wir fühlen uns alle toll und moralisch überlegen weil wir keine Todesstrafe haben. Aber wer von uns würde denn gerne einen Mörder oder Vergewaltiger nachdem er seine Haft verbüsst hat gerne als Nachbar haben? Wer würde als Arbeitgeber so jemanden eine Arbeit geben?

Diese Menschen werde nie mehr in die normale Gesellschaft zurück kehren können. Sie werden immer am Rande der Gesellschaft stehen. Wer gibt uns außerdem die Garantie das derjenige nicht noch einmal einen Mord begehen wird oder eine Frau vergewaltigen wird? Niemand. Denn das kann niemand, auch die Psychologen und Psychiater nicht. Wenn es dann doch passiert wird wieder rumgemeckert und rumgejammert, warum der Staat das zugelassen hat. Was denn nun?

Es wurde jetzt auch viel Theater gemacht wegen diesem Terroristen der sich in Sachsen in seiner Zelle umgebracht hat. Was soll das ganze Theater? Glauben die Menschen wirklich das man so einen Menschen durch eine Haftstrafe bekehren kann? Das man ihn von seinem Weg abbringen kann? Das ist absoluter Quatsch! Dieser Mann hätte ohne mit der Wimper zu zucken irgendwo eine Bombe gezündet oder Menschen angegriffen mit der Absicht diese zu töten.

Wir müssen uns daran gewöhnen das es Menschen gibt die wir einfach nicht retten oder ändern können. So sehr wir das auch wollen. Manche Menschen sind einfach verloren. Jemanden nach einer Tat wieder auf den rechten Weg zu bringen wird immer unwahrscheinlicher je schwerer die Tat war. Wer einmal eine gewisse Grenze überschritten hat, wird diese vermutlich wieder überschreiten.

Der Ansatz verurteilte Verbrecher zu bekehren kommt eindeutig zu spät. Viel mehr müsste alles versucht werden zu verhindern das Täter nicht zu Tätern werden. Dazu gehören ganz neue gesellschaftliche Maßstäbe und Maßnahmen. Auch in der Erziehung und Ausbildung der Menschen. Anstatt immer mehr perfekte Arbeitnehmer für die Wirtschaft und Industrie zu produzieren, sollten wir uns darauf konzentrieren die Menschen lebensfähig zu machen!

können durch eine Gefängnisstrafe nicht gesühnt werden.

Das ist auch nicht Ziel und Absicht unseres Rechtessystems.

durch eine Gefängnisstrafe werden die Täter auch keine besseren Menschen.

Viele schon. Bei einem besseren Vollzug könnten es auch noch mehr sein.

einen Mörder oder Vergewaltiger nachdem er seine Haft verbüsst hat gerne als Nachbar haben?

Woher sollte ich das denn wissen? Das geht mich überhaupt nichts an.

Sie werden immer am Rande der Gesellschaft stehen.

Das liegt aber an Menschen wie Dir und nicht an den Straftätern.

Wer gibt uns außerdem die Garantie das derjenige nicht noch einmal einen Mord begehen wird oder eine Frau vergewaltigen wird?

Wer gibt uns eine Garantie, dass nicht irgend jemand solche Taten begeht? Du, ich, der Klavierlehrer Deines Kindes...

wird diese vermutlich wieder überschreiten.

Wir sollen also auf Basis einer Vermutung jemanden wegsperren oder gar ermorden?

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@realsausi2

Außerdem tut es vielen Tätern danach auch leid und wissen selber nicht wie sie zu einer solcher Tat fähig waren. Und was ist z.B. mit Versehen? Klar ein Mord ist ein Mord,egal ob aus Versehen oder nicht, aber trotzdem ist es was anderes. Die, die aus Versehen jmd. getötet haben,müssen dann ihr ganzes Leben lang noch die Schuld- gefühle überwinden. Daran denkt wohl niemand.

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Bei dem Typen in Sachsen ging es nicht darum, dass man ihn mit einer Gefängnisstrafe hätte bekehren können, sondern darum, dass ein Toter keine Informationen mehr Preis geben kann, die eventuell hilfreich gewesen wären, um noch andere mögliche Terroristen zu finden. Deswegen haben sich die Leute so aufgeregt, dass nicht drauf geachtet wurde, dass er sich nicht umbringen kann.

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@MaraMiez

Wie naiv ist das denn? Wer glaubt denn bitte ernsthaft das er irgendwelche Mittäter oder Hintermänner preisgegeben hätte? Wie hätte man Informationen aus ihn rausholen sollen? Mit Folter?

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NEIN

Das Recht auf Leben ist unantastbar. Länder, die die Todesstrafe anwenden, sind noch nicht in der Zivilisation angekommen.

Allerdings bin ich dafür, dass lebenslänglich wirklich lebenslänglich bedeutet, und bei besonders schweren Verbrechen angewandt wird. Das Problem ist, dass die Länder, die Todesstrafe haben, auch lebenslängliche Gefängnisstrafen haben, also einen Doppler. Und die, die keine Todesstrafe haben, auch keine lebenslänglichen Gefängnisstrafen haben, aber genau die bräuchten sie.

NEIN

Nein, ich komme jetzt nicht mit Menschenrecht und Recht auf Leben oder sowas. Da wäre mir völlig Wurst bei manchen Tätern. Wer dieses Recht anderer Missachtet, warum sollte der das selbst noch haben.

Ich bin dennoch dagegen, aus drei Gründen.

1.) Aus Sicherheitsgründen.

Es kommt ab und zu doch vor, dass Gerichte Fehlurteile fällen.

Wenn auch nur die entfernte Möglichkeit besteht, dass jemand unschuldig getötet werden könnte, und sei sie noch so gering, dann darf man meiner Meinung nach niemand töten.

Es darf nichtmal der Ansatz einer Gefahr bestehen, dass jemand getötet wird, der nichts gemacht hat.

2.) Warum soll man es Tätern so einfach machen?

Wenn man einen, sagen wir Kinderschänder, umbringt, dann hat der das ja gleich hinter sich.

Das ist zu wenig Strafe, der Kerl soll länger spüren, was Strafe ist. Also bunkere man diesen fest ein und lasse ihn nicht mehr raus. Gefangenschaft bis zum Lebenende, das dauert länger. Sterben tut der so oder so irgendwann, das ist keine Strafe, das ereilt uns alle.

3.) Die Todesstrafe schreckt sowieso nicht ab.

Täter gehen allenthalben davon aus, sie werden so oder so nicht erwischt, sonst gäbs gar keine Gesetzesübertretungen.

Das zeigen auch Statistiken aus Staaten mit Todesstrafe deutlich auf. Es bringt demnach so oder so nichts.

Letztlich ist die Todesstrafe demnach völlig nutzlos und zudem gefährlich.

NEIN

Todesstrafe ist tiefstes Mittelalter, noch dazu ist sie sinnlos. Es schreckt niemanden ab und Rache ist kein angemessenes Mittel welches überhaupt irgendeine Regierung nutzen sollte.

Das Problem ist meiner Meinung nach, dass es einerseits leicht unschuldige treffen kann, außerdem legen wir somit den grundstein für ein totalitäres system.

Außerdem nehmen wir damit dem täter die möglichkeit seine süden ernsthaft zu bereun, bzw zu der erkenntnisss zu kommen was er im leben faösch verstanden hat.

4
NEIN

Auf keinen Fall.
Auch staatlich sanktionierter Mord ist Mord.
Würdest du dich auch als Henker zur Verfügung stellen?

ich bin auch dagegen,ABER wenn die Todesstrafe eingeführt werden würde, würde ich mich als Henker bewerben.

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@JonaCISV

ABER wenn die Todesstrafe eingeführt werden würde, würde ich mich als Henker bewerben.

Warum???

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@JonaCISV

Verstehe ich nicht. Du bist dagegen, aber würdest freiwilig umbringen? Wie passt das zusammen?

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Sagst du jetzt^^Und wenn du einen sagen wir mal eine 25 jährige Frau töten musst,deren Schuld deiner Meinung nach nicht ganz bewiesen ist?Sei ehrlich,könnatest du das?

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@JojoHirsc

Verschärf das mal noch: eine 25-jährige Mutter einer 4-jährigen, Tochter, die von ihrem Freund geprügelt und vergewaltigt wurde, keiner hört ihr zu, als sie nach Hilfe suchte (solls geben), die befürchten musste, dass er das selbe mit dem Kind tun wird und aus Angst in einer Situation der nicht-akuten Not ihm Gift ins Essen gemischt hat, mit der Absicht, ihn los zu werden.
Geplanter Mord, Hintergründe beachtet jedoch nachvollziehbar. Dennoch Mord, hinterlistig und "todesstrafewürdig" wenn es eine Todesstrafe gäb.
Und dann soll man selbst derjenige sein, der diese Frau, die man total verstehen kann, hinrichten und dem Kind die Mutter nehmen muss, die alles getan hätte und hat, was sie konnte um das Kind und sich selbst zu schützen.

Also...als Beispiel.

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@MaraMiez

@MaraMiez: Ich bin zwar gegen die Todesstrafe, aber dein Beispiel taugt nicht als Argument. Todesstrafe wäre ja die Höchststrafe, und die von dir beschriebene Person riskiert die nicht, genausowenig wie sie die im aktuellen System vorgesehene Höchststrafe (lebenslänglich) riskiert. Da gibts so viele mildernde Umstände, dass sie im schlimmsten Fall mit 4-5 Jahren Gefängnis rechnen müsste.

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@Zicke52

Tja...schwer zu sagen, unter welchem Umständen man die Todesstrafe geben würde, oder nicht, wenn es keine Todesstrafe gibt.

Ich gebe ein Beispiel, in wie fern das realistisch ist oder nicht realistisch ist, kann man nicht beurteilen, wenn man keine Vergleichsmöglichkeiten hat.

Ich habe bewusst Worte wie "hinterlistig, geplant, nicht-akute Not" usw. benutzt, die an anderen Orten absolut ausreichen würden. Ein entsprechend skrupelloser Anwalt würde bei sowas auch auf Todesstrafe plädieren und wenn man sich dann selbst keinen guten Anwalt leisten könnte, der einen da raus haut...

Dass man bei sowas nicht nach denpersönlichen Moralvorstellungen urteilen kann "Bei uns wäre das so und heutzutage gar nicht möglich." sollte mittlerweile klar sein...dauernd passiert irgendwo was, von dem man denkt "Kann doch gar nicht sein."

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