Die Tageszeitung der Standard brachte am 23 November einen Artikel mit der Frage warum Männer keine Strumpfhosen tragen in der kalten Jahreszeit?

Das Ergebnis basiert auf 14 Abstimmungen

Ja 64%
Nein 36%

11 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet
Ja

Ich denke dass es nicht nur an den Männern liegt. Da es in der Gesellschaft so ist, dass Strumpfhosen als reine Frauenkleidung angesehen werden (vor langer Zeit war das übrigens genau andersrum), kommen auch nur wenige Männer auf die Idee die zu tragen.

Von den wenigen Männern die sie tragen trauen sich dann nochmal viel weniger damit in die Öffentlichkeit. Ich denke wenn es genug Männer gäbe die sich von diesem Männerkleidung/ Frauenkleidung denke lösen wird es auch normal. Benötigt aber eine kritische Masse.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Genau das hat die Autorin versucht auszudrücken

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höre ich zum 1. Mal, dass Strumpfhosen Frauenkleidung sind. Das ist ganz normale Unterwäsche wie Socken oder Shorts. Das liegt wohl an deinem Umfeld, dass das nur Frauen tragen. Unterwäsche stellt man auch nicht zur Schau, das siehst du höchstens mal in der Sportumkleide.

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@Verliernix

Strumpfhosen werden sehr oft zu Kleidern oder Röcken getragen, wo sie sehr gut sichtbar sind. Daher sind Strumpfhosen keine Unterwäsche. Sehr oft steht auch auf den Verpackungen "Damenstrumpfhose". Ich halte Strumpfhosen nicht für Frauenkleidung. Durch die Werbung und die Kleidung die Männer normalerweise tragen wird das aber so suggeriert.

Seit wann sind Shorts, also kurze Hosen Unterwäsche?

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@Lunaro009

Gemeint hatte ich Unterhosen, nicht Shorts 🤷

Naja, individuelle Ansichten spielen da zumindest bei mir auch eine große Rolle. Meine Strumpfhosen sind vom Stoff wie dicke Socken, daran ist garantiert 0% für die Optik und definitiv Unterwäsche und es geht nur um die Funktion als solche. Theoretisch könnten die auch Frauen tragen, habe mich aber nie gefragt, ob es da Unterschiede gibt. Dazu kann man dann auch keine kurze Hose anziehen, weil man dann die Unterwäsche sieht, bzw würde ich nie Geld ausgeben, damit es optisch zu meinem Kleidungsstil passt.

Ganz anders sieht es dann mit Feinstrumpfhosen aus. Die würde ich nie tragen, weil sie empfindlich sind, durchscheinend und nicht richtig wärmen. Optisch sind sie auch alles andere als diskret, sie sind glänzend und elegant. Das darf dann auch gezeigt werden. Für mich befremdend, dass sowas Männer tragen aber gibt es wohl auch.

Aber wie gesagt, das sind meine persönlichen Ansichten und Präferenzen und die sind ziemlich festgefahren, was das angeht.

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Bei Bekleidung sind die von Generation zu Generation weiter gegebenen Geschlechterklischees relevant. Ein Mann entscheidet sich von der Erziehung her nicht, Bekleidung zu tragen wo drauf steht „nur für Frauen”. Daran wird sich nichts ändern, vor allem die Modeindustrie hat dazu überhaupt kein Interesse, warum auch immer. Ich würde gerne die Aktuellen halbhohen Stiefel mit den Plateausohlen tragen, gibt es aber nur in Größen bis 43 in der „Damenabteilung”, ich trage 47/48.

Ansonsten trage ich als älterer Mann ein sehr buntes, progressives Outfit, auch Lackstiefel mit Plateausohle von Dr. Martens (bei denen gibt es wenigstens Stiefel, die ansonsten für Frauen zugeteilt sind, auch in meiner Größe.) Strumpfhose und Leggings auch sehr gerne, darüber noch eine enge Kunstlederhose.

 - (Männer, Mode)

Es scheint mir wichtig dass jeder das Tragen kann was er will natürlich im kulturellen Rahmen der sich aber mit der Zeit auch wandelt

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Ja

Momentan scheint es so, dass in der Gesellschaft die Strumpfhosen überwiegend als Frauenkleidung angesehen werden.

In meinen Kinderbüchern trug der Prinz meiner Träume eine weiße Strumpfhose und hatte eine dicke ausgepolsterte Beule in der Hose. 👍❤️ 🤩

Ja

Männer bestimmen selbst, wie sie sich kleiden. Ich denke aber nicht, dass man funktionell und modisch in einen Topf werfen darf.

Strumpfhosen für Kinder waren schon immer Unisex. Die einen blau, die anderen rosa. Ich habe als Junge Strumpfhosen getragen oder Kniestrümpfe oder beides. Meine Eltern haben sie gekauft. Als Mann trage ich sie nur zum Skifahren. Es ist einfacher, Kniestrümpfe zu kaufen. Mir macht die Kälte auch nicht viel aus, warm anziehen ist halt ein Mehraufwand auf den ich auch verzichten kann.

Modebewusst war ich noch nie. Strumpfhosen sind für mich so ziemlich das Letzte, was modisch aussehen muss. Strumpfhosen sind Unterwäsche, es wird nicht offen gezeigt.

Männer bestimmen nicht selbst welche Bekleidung sie tragen! Jeden Tag gibt es hier Fragen von unsicheren Heranwachsenden, welche Bekleidung sie tragen soll. Jedes mal muss man erklären, dass es wegen der anerzogenen Geschlechterklischees sich keiner traut, obwohl einem Mann nicht verboten ist, Bekleidung zu tragen wo drauf steht „nur für Frauen”, auch wenn Mann das Label entfernt.

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@Mikrogramm

Ja es ist schon seltsam dass auf dem Papier so viele Sachen verändert wurden aber in der Praxis fehlt dann doch ziemlich weit

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@304strichZUP

konsequente Exzentrik macht dich krank. Es ist auch wichtig, Anerkennung zu suchen.

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Nein

Es liegt nicht an den Männern, sondern an der steigenden Intoleranz unserer Gesellschaft und der heutigen Erziehung. Kleidung entwickelt sich in Richtung unisex? Völliger Quatsch. Heutzutage wird Bekleidung immer mehr sexualisiert. In den 70er und 80er Jahren waren Strumpfhosen für Männer fast eine Selbstverständlichkeit. In jedem Versandhaus Katalog wurden Strumpfhosen für die ganze Familie angeboten und auch dementsprechend verkauft. Das gleiche galt für Röhrenjeans (heute Skiny) oder Leggings, die wurden von auch Männern getragen und daran hat sich kaum jemand gestört. Auch mit der Nacktheit wurde viel Selbstverständlicher umgegangen. Oben ohne oder völlig nackt an den Badeseen war völlig normal. Heute sind alle dermaßen „verklemmt“ das sie unter der Badehose noch Unterwäsche tragen, oder vor lauter Scham in Klamotten unter die Gemeinschaftsdusche gehen. Soviel zur Toleranz der heutigen Gender Generation

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