die Stimmung in der Musik

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1 Antwort

Bein den allermeisten Stimmungen gibt es dieses Phänomen. Bei Wikipedia ist die Pythagoreische Stimmung eigentlich recht gut erklärt. Sie ist physikalisch gesehen klar durch eindeutige Frequenzteiler definiert. Diese Teiler sorgen dafür, dass je nach Anfangston die weiteren Töne dann immer eine andere tatsächliche Frequenz aufweisen. Also ein F, vom C aus gesehen, hat eine andere Frequenz als wenn man das F vom G aus errechnet.

Früher musste man, egal welche Stimmung genutzt wurde, die Instrumente immer generell aufeinander einstimmen. Die ersten Zupfinstrumente mit Bünden (heute die metallenen Bundstäbchen, z.B. bei Gitarren), hatten Bünde aus Darm (wie die Saiten). Der Name kommt daher, dass sie einfach um den Hals des Instrumentes herum gebunden (!) waren. Wechselte man die Tonart, musste auch durch Verschieben der Bünde eine Feinabstimmung vorgenommen werden.

Das war auf Dauer unpraktisch und Instrumente mit fest gestimmten Tönen konnten so nur eingeschränkt verwendet werden. Deshalb hat man sich 1681 schließlich auf die damals von Andreas Werckmeister entwickelte wohltemperierte Stimmung geeinigt. Diese ist eigentlich in jeder Tonart irgendwie falsch, weil sie Intervalle so verschiebt, dass z.B. der Ton F' in jeder Tonart genau dieselbe Frequenz hat. Rein physikalisch ist das falsch, aber dies hier zu erklären wäre viel zu umfangreich.

Allerdings ist die Verschiebung, obwohl falsch, inzwischen so gelernt, dass sie uns wieder korrekt erscheint. Und diese temperierte Stimmung macht es überhaupt erst möglich, beliebig zwischen den Tonarten zu wechseln und mit unterschiedlichen Instrumenten problemlos zusammen zu spielen.

Wow, danke. Toll erklärt( Soweit dies möglich ist ; )!

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@ingenious

Bin leider auch nur Laie mit ein paar rudimentären Grundkenntnissen. Sonst hätte ich's sicher noch besser erklären können.

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