Die Sintflut gab es wirklich?

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12 Antworten

Ich bin ziemlich sicher, dass der Sintflut-Erzählung eine wahre Begebenheit aus grauer Vorzeit zugrunde liegt. Diese Geschichte wird uns übrigens nicht nur in der Bibel überliefert, sondern auch von diversen anderen Völkern. Am bekanntesten dürften hier die Sumerer sein, die vermutlich älteste menschliche Zivilisation überhaupt. Die Juden haben den Sintflutbericht von den Nachkommen der Sumerer kopiert, als sie nach der Zerstörung von Jerusalem in Babylonien leben mussten. Das Buch Genesis ist also nicht das erste Textdokument, das über eine derartige Flut berichtet.

Natürlich muss man sich klar machen, dass diese Geschichte stark mythologisch aufgebauscht wurde. Eine weltweite Flut hat es nach den Erkenntnissen der Geologie niemals gegeben, und sie widerspricht allen wissenschaftlichen Erkenntnissen. Auch die Legende, dass einzelne Menschen einen Kasten/eine Arche bauten um darin zu überleben und alle Tierarten zu retten, ist höchst unrealistisch und dürfte auf eine spätere Verklärung des Ereignisses durch nachfolgende Generationen zurückgehen.

Wie ich sehe, haben auch andere User schon einen Bezug zum Ende der Eiszeit hergestellt. Mir erscheint diese Möglichkeit ebenfalls am glaubwürdigsten, wenn man bedenkt, wie alt der Sintflutmythos ist. Er dürfte schon den allerersten "modernen" Menschen bekannt gewesen, und jahrtausende lang in mündlicher Form verbreitet worden sein.

Natürlich wurde im Laufe dieser unendlich langen Zeit der ursprünglich reale Bericht mehr und mehr zu einer religiösen Botschaft umfunktioniert. Man kennt das von dem Kinderspiel "stille Post": durch je mehr Ohren und Münder eine Geschichte geht, desto weniger hat sie am Ende noch mit dem zu tun, was wirklich passiert ist. Angesichts der auffälligen Parallelen zwischen den verschiedenen Sintflut-Berichten fällt es aber schwer, an einen einfachen Zufall zu glauben.

Noahs Geschichte muss eigentlich zwangsläufig entstanden sein. Wenn doch die ganze Welt überflutet wurde, warum gibt es uns dann?

Was man nicht versteht das erklärt man sich.

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Der britische Archäologe Leonard Wolley fand Anfang des 20. Jh. in

Mesopotamien (Uruk) eine ca. 2 m dicke fundleere Tonschicht, die er auf
eine gewaltige Überflutung zurückführte.

Der assyrische König
Assurbanipal (Gründer einer großen Keilschriftbibliothek, aus der auch
die Tafeln mit dem Gilgamesch-Epos stammen) rühmte sich, dass er "Texte
aus der Zeit vor der großen Flut" lesen und verstehen konnte. Es müsste
also mindestens eine Flut gegeben haben, die weit stärker war als die
sonstigen, und es müsste schon vorher eine Schriftkultur gegeben haben.
Das stimmt mit den Königslisten des Beros(s)os überein, der ausdrücklich
"Könige vor der Flut" aufzählt.

Alexander v. Humboldt fand in
Südamerika einen kahlen, aus einer Hochebene aufragenden Berg, an dem
sich dicht unter dem Gipfel (und nur dort) Ritzzeichnungen befanden. Die
im flachen Umland lebenden Indianer erklärten ihm, ihre Vorfahren
hätten diese Zeichnungen zur Zeit einer großen Flut eingeritzt, als das
Wasser bis fast zum Gipfel reichte.

Die biblische Darstellung ist
allerdings reine Glaubensspekulation, denn wenn Noah in Mesopotamien
Pärchen "aller Landtiere" mitgenommen und gerettet hätte, gäbe es z.B.
in Amerika und Australien heute keine Tiere außer flug- und schwimmfähigen.

die sinntflut bezieht sich eher auf das ende einer eiszeit und damit einhergehend die überflutung vieler küstengebiete. menschen lebten damals fast ausschließlich an flüssen und küsten, wo natürlich entsprechend viele bedroht waren.

die erdachse "verschiebt" sich auch nicht. sie taumelt, und ist alle 26 000 jahre wieder an der gleichen position. nennt sich präzession.

du meinst vielleicht das umkehren der pole. aber das hat keine überflutungen zur folge. da wäre eher kosmische strahlung ein problem, die dann vorübergehend nicht mehr durch das magnetfeld von der oberfläche ferngehalten wird.

Du meinst die "Sintflut" bezog sich nur auf Küstengebiete, also Lokal.
Dann wären Flutberichte nicht erwähnenswert, und es gibt noch heute "Sintfluten", nur werden diese so nicht genannt. 

Ausserdem, wenn sich die Sintflut nur auf das Ende einer Eiszeit bezieht (weil alles überschwemmt ist), dann befinden wir uns jetzt gerade in einer Eiszeit (weil eben nicht alles überschwemmt ist). Das wäre nämlich der Rückschluß.

Die Wassermenge, die heute vorhanden ist, war auch zur Zeit irgendwelcher Eiszeiten vorhanden. Wasser vermehrt sich nicht oder schrumpft nicht irgendwie.

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@naaman

"Du meinst die "Sintflut" bezog sich nur auf Küstengebiete, also Lokal."

schau mal in einen atlas und guck dir an wieviel küstengebiete es gibt und wie stark bevölkert diese auch heute sind (sieht man besonders gut auf den neusten nacht-aufnahmen der erde durch die NASA). wir sprechen hier von einer zeit vor vielen tausenden von jahren. da war das leben fern von großen gewässern kaum möglich. somit hätte eine überschwemmung der küstenregionen durchaus fatale auswirkungen auf die damals lebende menschheit gehabt.

"Die Wassermenge, die heute vorhanden ist, war auch zur Zeit irgendwelcher Eiszeiten vorhanden. Wasser vermehrt sich nicht oder schrumpft nicht irgendwie."

tatsächlich befinden wir uns in einem eiszeitalter, da beide pole vergletschert sind. natürlich wird das wasser als element nicht mehr oder weniger, aber in form von eis nimmt es viel mehr raum ein als flüssig. und je mehr wasser zu eis wird, desto niedriger sinkt der meeresspiegel. mit der ausdehnung von eismassen wird mehr sonnenlicht/wärme reflektiert, das klima wird dadurch also immer kälter, das eis wächst schneller usw... demzufolge steigt der meeresspiegel aber auch wieder an, wenn das ganze eis aus bestimmten gründen irgendwann wieder schmilzt, was es ja bis heute kontinuierlich tut. der meeresspiegel steigt aktuell alle 10 jahre um 3cm.

es gibt sehr gründliche studien darüber, wie die küstenlinien der kontinente sich verändert haben. so lag allein der wasserspiegel des mittelmeers vor 11000 jahren 35m tiefer als heute. damals war europa noch bis norddeutschland hinunter komplett vereist. davon sind aber heute nur noch ein paar seen übrig, der rest ist in die meere gelaufen. man kann sich vorstellen, wieviele kilometer land seitdem abgesoffen sind. es gibt sogar felsmalereien und ruinen, die unter wasser liegen, nicht nur im mittelmeer, sondern auch vor asien beispielsweise...

das problem ist nur, dass man sich unter einer flut immer etwas plötzliches vorstellt. ich denke aber nicht dass es sowas wie ein tsunami war (was auch denkbar wäre, etwa durch einen meteoriteneinschlag). es war wohl ein schleichender, aber sehr bedrohlicher prozess der die menschen rund um die erde über lange zeit beschäftigt hat. und damals konnte man eine stadt nicht einfach mal eben 100km weiter innlands neu aufbauen.

die legende um atlantis ist in meinen augen übrigens genauso glaubwürdig wie die sintflut. nur wurde bei beiden geschichten drum herum natürlich möglichst viel ausgeschmückt und dazugedichtet, um es spannender und moralisch wertvoller zu machen... fakten allein beeindrucken menschen ja bekanntlich nicht so ^^

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Schau doch mal allein aktuelle Nachrichten, wie oft da von Überschwemmungen die Rede ist. Wie schnell das Wasser kommt, wie lange es dauert, bis es weg ist. Teilweise Quadratkilometerweise groß.

Dann ist z.B. bekannt, dass das Mittelmeer lange Zeit trocken lag, bis es dann (von Gibraltar aus?) voll gelaufen ist. Ähnliche Erkenntnisse gibt es auch zu anderen Seen und Meeren.

Solche Erzählungen über solche Ereignisse werden auch der Sintflutgeschichte zugrunde gelegen haben.

Grüß Dich goldzahnpaddy1!

Nach biblischen Vorstellungen gab es die Sintflut wissenschaftlich gesehen nicht und schon gar nicht als Strafe Gottes. Das ist Quatsch. Aber gewisse biblische Geschichten spiegeln symbolisch und mythologisch Ereignisse wieder, die vor langer Zeit und vor dem Christentum aufgetreten sein könnten und weitergegeben wurden. Und das eher mündlich.

https://www.welt.de/wissenschaft/article1384328/Die-grosse-Flut-kam-6300-vor-Christus.html

Herzlichen Gruß

Rüdiger

Im Lauf der Geschichte gab es immer wieder große Flutereignisse, besonders prägnant war der Anstieg des Meeresspiegels nach der letzten Eiszeit. Eine komplette Überflutung der Erde gab es aber nicht. Und als die Erde zuletzt vollständig mit Wasser bedeckt war, war der Mensch noch nicht einmal ein Funkeln im Auge der Evolution. 

In allen "Schöpfungsgeschichten" kommen auch Sintfluten vor.

Daher darf man davon ausgehen, es hat sie gegeben, aber als regionales Ereignis.

"Welt" war (und ist es für viele heute noch) was man kannte und überblicken konnte.

Daher ist es nicht "notwendig" nach einschneidenden Veränderungen zu suchen, die den Globus betreffen. Es reichen regional begrenzte Wetterextreme und meine "Welt" geht unter ...

Siehst Du schon richtig, das Klima änderte sich schon immer.

Is'n Problem sicher.
Also 'ne Immobilie auf Mallorca zu kaufen ist keine Empfehlung.
In nur noch 5 Mio. Jahren wird Mallorca dort liegen wo heute München ist.
Kommt noch schlimmer, Teufel noch eines, die Alpen falten sich weiter auf, wg. der Plattentektonik. Genauer, die Alpen werden in nur noch 20 Mio. Jahren dort sein wo heute Brandenburg ist.

Nichts anderes hat es mit der Sintflut auf sich.

Viel Zeit ist wirklich nicht mehr.

Ich bin ab Nächte Woche unsterblich, hab das Upgrade von Bandai gekauft

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Kommt immer mal wieder vor, ist wie ein Reset, wie wenn du einen Composter rebootest.

Aehnlich einem Wirtschaftszusammenbruch, der auch immer mal wieder kommt, so ist das System angelegt.

Erschaffen und Zerstoeren, daraus lernen wir.

Die hoechste Lernstufe hast du erreicht, wenn du das alles als Spiel erkennst, nichts, was dich verletzen koennte oder sonstwie zerstoeren.

Sind alles Aufreger im grossen Spiel. Wir sind nach der Sindflut dann auch wieder da, in welcher Form und welcher Geschichte sei dahingestellt!

Viel Erfolg!

Nein, es hat niemals eine globale Sintflut wie sie in den "heiligen" Schriften und anderen Märchen erzählt wird, gegeben.

Das belegen geologische Untersuchungen.

alle völker haben sintfluterzählungen

Ja (1.Mose 6,17; Lk.17,27).

Sicher nicht!

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