Die Selbstmordrate und die Suizidgedanken von Jugendlichen ist gestiegen. Wollen wir etwas dagegen tun oder warten bis diese weiter steigen?

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8 Antworten

Eine ansteigende Suizidrate einfach zu kappen, damit sie nicht mehr weiter wachsen kann, ist schwer oder eher unmöglich.

Die Gründe für Suizide sind so unterschiedlich wie der Personen selbst. Natürlich überschneiden sich an Ecken und Enden Kernthemen wie Schule, Mobbing, Elternhaus, Zukunftsängste aber was im Detail der ausschlaggebende Grund ist, ist sehr individuell. Schaut man sich allein nur das Thema Mobbing an, dann lässt es sich in viele Teilgebiete auseinander nehmen. Optik, Armut, Sexuelle Orientierung, Psychische/Körperliche Erkrankungen et cetera. 

Insgesamt ist auch der "Anlauf", der schlussendlich im Suizid(-versuch) mündet sehr verschieden. In einigen Fällen zieht sich die Person starkt zurück und entzieht sich dem sozialen Umfeld, in anderen Fällen ist eine Veränderung für das Umfeld kaum wahrnehmbar - dazwischen finden sich auch noch sehr viele verschiedene "prä-suizidale" Verhaltensweisen.

Einfach "aufstehen" und "was machen" wird an dieser Stelle sehr schwer. Es wäre allerdings schon mehr als hilfreich, wenn man nicht selbst zu einem Faktor für einen Suizid wird - beispielsweise bei Mobbing mitwirkt oder schlicht wegschaut. Weiterhin ist eine Präventionsarbeit ungemein wichtig.

Präventionsarbeit muss in beide Richtungen verlaufen. Zum einen muss das Umfeld aber auch der potentielle Betroffene präventiv "geschult" werden. Viele Jugendliche mit suizidalen Gedanken fühlen sich hilflos und allein gelassen mit ihren Problemen und Gedanken. Viele Anlaufstellen, die Möglichkeiten sich Unterstützung zu suchen sind gar nicht erst bekannt oder negativ besetzt. Gerade die Psychiatrie gilt oft immer noch als Ort für die "Verrückten und Gestörten" und allein der Gedanke sich in eine solche zu begeben schrecke viele bereits ab - das Resultat eines falschen Bildes.

Gleichmaßen muss das das Umfeld, wie erwähnt, auch informiert werden. Was können sie machen? Wo können sie sich melden? Wie verhalten sie sich am besten? Was macht man auf gar keinen Fall? wären mögliche Fragen, die geklärt werden müssten. 

Schlussendlich müssen die Betroffenen und das Umfeld beide an einem Strang ziehen. Nur über diesen Weg ließen sich viele Suizide, nicht nur in der Jugend vermeiden. Diese Prävention müsste dementsprechend auch schon bereits in der Schule thematisiert werden und zwar intensiv und nicht nur als eine kleine Vorstellung in der Schuleigenen Aula alle zwei bis drei Jahre.

Was wir machen können wäre dieses Thema ansprechen. Wenn man Schulen darauf aufmerksam macht und sie anfangen diese Präventionsarbeit zu leisten ist damit schon viel geholfen. Darüber hinaus kann man sich auch in verschiedensten Organisationen engagieren und so auch über die Schulen und Arbeitsstellen hinaus sein Umfeld aufklären. Für jeden aber der sich auch schon hier auf gutefrage.net aufhält oder auch andernorts im Netz - Augen auf beim surfen. Auch Hilfegesuche im Netz sind oftmals ernst zu nehmen und jede Person, der man die richtigen Ratschläge an die Hand gibt, ist eine Person, die potentiell nicht in der nächsten Statistik auftaucht.

Kurzum - die wachsende Suizidneigung einfach zu kappen wird nicht funktionieren. Das einzige was wir machen können, ist auf unser eigenes Handeln schauen und die Werbetrommel rühren - die Werbetrommel für mehr Aufmerksamkeit und Suizidprävention. Desto mehr Menschen sich mit dem Thema auseinandersetzen, desto größer die Wirkung.

Liebe Grüße.

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Kommentar von ngdplogistik
28.07.2016, 12:25

Lieber EinNarr.

Vielen Dank für Deine Antwort.

Hier wird bereits die Werbe -Trommel, wie Du dies bezeichnest, gerührt, ansonsten Du Deinen Beitrag, den ich aufmerksam las, und weiterempfehle, wohl kaum verfasst haben würdest.

Wie Du recht schriebst, sind Aufmerksamkeitdefizite vorhanden, die allerdings veränderbar sind. Prophylaktisch Präventiv/vorbeugend zu arbeiten ist bereits ein richtiges Mass an Erkennen für das bestehende Problem. 

Intoleranz und Ignoranz, , also kaum gelten zu lassen und und das Problem in irgendeine Ecke stellen, weil die eigenen Probleme vorrangig zu sein scheinen, wie auch der steigende Druck in unserer Leistungsgesellschaft, sind keine Angelegenheit nur der Erwachsenen sondern auch der Kinder, die in dieses Gesellschaft ssystem ohne ihr Zutun hineingeboren wurden und sich der Welt " vorbildlich" angleichen.

Erwachsene jedoch sind Erfahrungsgeschöpfe, die ein Vorbild verkörpern, auch wenn dies wenig augenscheinlich zu sein scheint. 

Nun ist es aber an uns, diesem Vorbild auch gerecht zu werden, n dem wir unsere Kinder vor Gefahren, die von außen, wie von innen an diese herantreten, was wir verlernt haben und nun wieder neu lernen sollten, zu schützen.

Dies fängt bei den Eltern an, wohl kaum erst, wenn die Kinder bereits Erwachsene sind, falls sie dies je werden, um damit das nächste Problem geschaffen zu haben, welches Du bereits ansprachst.

Liebe Grüße

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Die Frage ist: Wen meinst du mit wir und was sollen "wir" tun?

Suizidale Jugendliche haben das nicht auf der Stirn stehen und selbst für den nahesten Bekanntenkreis ist das oft nicht erkennbar. Mit Betroffenen direkt zu arbeiten ist für einen 'Normalbürger' also schwer.

Wichtig wäre Aufklärung! Psychische Krankheiten sind heute leider für viele noch ein Tabuthema, und so wird oft geschwiegen... Betroffene schämen sich und verstecken sich und die Angehörigen bekommen nichts mit und können deshalb nicht helfen.

Oft endet es aus Unwissenheit sogar im Gegenteil: Der Betroffene kapselt sich ab, das Umfeld bemerkt, dass er 'merkwürdig' wird und aus diesem Grund entfernt man sich immer weiter voneinander. Das hilft natürlich nicht besonders.

In der Schule sind Betroffene oft entweder unauffällige Schüler oder irgendwie auch 'merkwürdige' Leute, aus dem Grund wollen andere Kinder dann nichts mit ihnen zu tun haben...

Soll kein Vorwurf gegen irgendwen sein, die Leute wissen es ja nicht besser....Aber meiner Meinung nach muss man die Menschen informieren.

Was ich für meinen Teil getan habe: Ich hab zumindest versucht, in meiner Heimatstadt was zu ändern. Ich hab mich mit den Direktoren zusammen gesetzt und hab mit ihnen über das Thema gesprochen.

In Folge dessen gabs an den Schulen je eine Infoveranstaltung, und jeweils ein Vertrauenslehrer wurde in dieser Hinsicht nochmal stärker geschult, dass sie auf die Probleme der Jugendlichen besser eingehen können und ggf. einen Psychologen einschalten können, wenn nötig.

Das ist zwar auch nicht viel, aber es ist ein Anfang :) Wenn jeder nur ein wenig tut, können wir viel bewegen.

(Man muss dazu sagen: Auch durch solche Schritte verhindert man nichts sicher! Aber wenn solche Aktionen auch nur 1 Menschenleben retten, hat es sich gelohnt!)

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Kommentar von ngdplogistik
28.07.2016, 08:45

Erst einmal Danke für Deine Antwort. Ein Anfang , dem mehr folgen sollten.

Wir...es gibt wohl kaum nur einen Menschen auf der Welt. E l t e r n haben Kinder, Kindergärten existieren, Lehrer gibt es, Lehrmeister, Kirchen, Staat und viele mehr...

Wir überlassen die Kinder ihrem eigenen Schicksal, weil w i r zu sehr mit anderen Dingen beschäftigt sind und auch Probleme haben?

Wir wollen zwar Kinder, manchmal passierts auch einfach...jedoch sich drum kümmern? Drück dem Kind ein par Euros in die Hand und schieb es ab? Oder Prügel, weil die einfachste Methode, das Kind zum Schweigen zu bringen, anstatt diesem zuzuhören?

Liebe Grüße

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Wenn man von allen Seiten stetig Druck bekommt, können einige Menschen darunter platzen. 
Kinder sind in erster Linie die Vorzeigeprojekte der Eltern, sie dürfen nicht versagen und in allen Bereichen nur beste Ergebnisse liefern. 

"Mein Kind verwechselt g und d, ab zum Logopäden."

"Mein Kind wirkt frustriert, ab zum Psychologen, der diagnostiziert dann eine Bipolare Störung, und BÄM gibts Happy-Pillen"

"Lisa kann mit 3 schon Fahrrad fahren, wie sieht es mit deinem Kind aus? Ich meine, es ist ja schon 5, sollte es ja können"

"Kind noch nicht trocken? Ab zum Familientherapeuten"

"Kind bringt eine 4 nach Hause, ab zur täglichen Nachhilfe, natürlich neben Sportverein und Klavierunterricht."

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Was soll ich denn deiner Meinung nach dagegen tun?

Aber ja, wenn du einfach nur meine Meinung hören willst: Irgendwer sollte irgendetwas für irgendwen, der sich umbringen könnte, tun. Da hast du recht.

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Kommentar von Suboptimierer
28.07.2016, 08:23

Wobei beim Thema unheilbare Krankheiten in Verbindung mit Schmerzen, da bin ich mir gar nicht so sicher, ob man den Suizid da so verteufeln sollte.

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Sie ist gesunken, um ca. 30% seit 1985. Trotzdem schade um jedes Kind, welches in seinem Umfeld nicht rechtzeitig aufgefangen wird.

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Kommentar von ngdplogistik
28.07.2016, 08:25

Bedauerlicherweise wieder gestiegen. 

Das arme Kind, welches noch leben könnte...,ja wenn, ...wenn unsere Ignoranz.....

Liebe Grüße

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-Wir sollten aufwachen und uns darum kümmern.

Alles schön und gut. Aber was willst DU gegen diesen Anstieg unternehmen?
Es interessiert mich,wie für dich "darum kümmern" aussieht.

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Kommentar von ngdplogistik
28.07.2016, 20:28

Soll ich jetzt meine eigene Frage beantworten? 

Nein, war spassig gemeint. Ich verweise einfachhalthalber auf meine Antworten in den Kommentaren, weil ich ansonsten zuviel und dies immer wieder, schreiben muss.

Danke für Dein Verständnis

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Sich um die Kinder kümmern wäre eine Option.

Vor den Suizidgedanken.

Nicht danach.

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Kommentar von ShinyShadow
28.07.2016, 08:06

Ja, ist ja auch so einfach, sowas zu verhindern.... Einfach mal in Arm nehmen und schon ist alles gut...

Sorry, aber das ist Unsinn!

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Kommentar von ngdplogistik
28.07.2016, 08:08

Hatte nichts Gegenteiliges geschrieben...oder warten, bis diese weiter steigen?

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Kommentar von LeCux
28.07.2016, 08:12

Ich beobachte das Kinder heute eher Narzissten werden als selbstbewusste Persönlichkeiten. Eine Umarmung alleine reicht da bei weitem nicht aus.

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Selbstmord und Suizid sollte das gleiche sein. Mit Fremdwörtern herumzuwerfen untermauert nicht deinen Inhalt der Frage. Woher stammt deine Feststellung.? Weil der Kranke aus München gerade im TV war? Ich glaube um ernsthaft gefährdete Menschen sollten sich Profis kümmern und keine gelangweilten Schueler mit Ferien.

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Kommentar von ngdplogistik
28.07.2016, 08:13

Ich schrieb von Suizidg e d a n k e n und bin auch kein Schüler, der gelangweilt ist

Liebe Grüße

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Kommentar von Doktorfruehling
28.07.2016, 08:17

steht da nicht! Ich meine das, bei allem Respekt, fuer deinen Edelmut. lass die Finger von gefaehrdeten Seelen, da richtest du mehr Unheil an als du hilfst und gefaehrdest dich ggf. auch noch selbst

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