Die Schweizer sagen: Wer das Gastrecht missbraucht soll nicht bleiben können. Haben die Schweizer recht?

18 Antworten

Macht jeder in seinem eigenen Haus und ist völlig normal. Übertragen auf den Staat und ausländische Gäste, ist man allerdings manchmal mit Realitäten konfrontiert, die es unmöglich machen, dass man jemanden, wenn er sich nicht benimmt, wie aus seinem Haus, einfach aus dem Land schmeißt. Auch für die Schweizer nicht.

Davon abgesehen, werden straffällig gewordene Ausländer, ab einem gewissen Strafmaß, auch in Deutschland ausreisepflichtig. Klappt dann aber nicht immer so, wie man sich das vielleicht wünschen würde.

Sahra Wagenknecht hat ja etwas Ähnliches gesagt - und ist dafür meiner Meinung nach vollkommen zurecht kritisiert worden.

"Gastrecht" ist nämlich keine politische Kategorie - wie zum Beispiel "Bleiberecht" oder "Asylrecht".

Wenn jemand zum Beispiel in seinem Heimatland politisch verfolgt wird und deshalb beispielsweise in der Schweiz Asyl genießt, verliert er nicht deshalb das Recht auf Asyl, weil er beispielsweise etwas stiehlt. Der Diebstahl wird vor einem anderen Gericht verhandelt als das Asylverfahren.

Schlimmstenfalls würde man ja sonst Ladendiebe oder Schwarzfahrer mit dem Tode bestrafen - wenn der ihnen nach der Abschiebung droht.

Das ist eigentlich nur polemische SVP Propaganda. Jemand der hier Arbeitet, Steuern zahlt und sich mal einen kleinen Fehltritt leistet (Das wollte die SVP nämlich... ) hat noch rein gar nichts verwirkt weil er ja kein Gast ist sondern Mit-Zahler.

Ausländer zahlen in der Schweiz weit mehr Sozialleistungen als sie Beziehen. Gerade die AHV profitiert massenhaft davon, aber das will halt niemand hören...

Kriminelle werden heute auch schon abgeschoben, soweit dies eben mit geltendem Recht, den Menschenrechten und internationalen Abkommen möglich ist.

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Engagement in einer Partei, Teilnahme an Volksabstimmungen

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