Die Schweiz will Wölfe erschiessen. Ist das OK?

Das Ergebnis basiert auf 341 Abstimmungen

Wolf immer schützen (egal wie oft er Reisst) 50%
Wolf erschiessen ja, wenn alle Schutzmassnahmen versagt haben 35%
Die Regulierung-Idee nach W/Km2 einführen (siehe Text) 8%
Wolf immer Erschiessen! (pro Gebrüder Grimm) 6%
Jeden Abschuss mit Papierkrieg separat erledigen (aktuell) 2%

66 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet
Die Regulierung-Idee nach W/Km2 einführen (siehe Text)

Ich würde genauso regulieren, wie jedes Wild in Europa und der Schweiz reguliert wird. Zuviel, dann wird geschossen, zu bestimmten Jahreszeiten gar nicht, Muttertiere nicht, usw.

Ich bin Städter und Rollifahrer aber einem Wolf, sogar einem ganzen Rudel, begegne ich öfter. Am Wildgehege.

Ja, sie können Angst machen, aber es sind wunderschöne Tiere.

Die Wölfe waren sicherlich schon da als der erste Schweizer Schafe züchtete.

Weil der Wolf den Profit störte wurde er entfernt.

So macht man es seit langem mit Mensch und Tier, wer dem Profit im Weg ist, muss weichen.

Nur irgendwann sollte sich die Menschheit weiter entwickeln!

Der Vorteil von einer Flächen-Regelung wäre, dass die teils sinnlosen Diskussionen enden würden. St. Gallen hat am meisten Wölfe und kaum Risse. Sie zeigen es, wie es geht. Ich würde beim Kt. St. Gallen keinerlei Zweifel haben, wenn die einen Wolf als schädigend einstufen. Bei anderen Kantonen habe ich da teils gemischte Gefühle bezüglich deren Engagement.

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@Willwissen100

Der Kanton St. Gallen hat kaum Risse? Wieviel Weidetierhaltung ist in diesem Kanton vorhanden. Könnte ja dann damit zusammenhängen - keine Weidetierhaltung, keine Risse. Aber der Städter will ja auch Weidetierhaltung. Nur beides geht eben nicht, zumindest nicht mit einem vergleichsweise geringem Aufwand und wenn selbst der nicht bezahlt wird, dann ist eben die Weidetierhaltung weg vom Fenster.

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@Agrartechniker

SG hat viel Weidetiere. Ist ja auch ein Bergkanton mit Alpweiden. Sie haben einfach sehr früh den Landwirten unter die Arme gegriffen und Risse in geschützten Herden immer unkompliziert ersetzt. Ausserdem beim Schützen geholfen. Zudem Wölfe in Rudeln belassen. Die machen weniger Probleme als einzelne Streuner.

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@Willwissen100

Du hast aber zuvor geschrieben, daß es in St. Gallen wenig Risse gibt. Hier gibst du zu, daß es eben schon Risse gibt. Was nun? Außerdem, sollen sich da dann die Almbauern als Futterlieferant für die Wölfe sehen?

Aber selbst wenn es sich bis jetzt in Grenzen gehalten hat, ein Rudel Wölfe verdoppelt sich in drei Jahren. Wie lange wird das gut gehen? irgendwann ist der Bogen überspannt. Der Situation Herr zu werden ist dann weitaus schwieriger als im Vorfeld schon Grenzen zu setzen. Auch ist es unverantwortlich den Nachbarländern gegenüber. Mögen diese vielleicht noch wolfsfrei sein, bei der Vermehrungsrate des Wolfes von 30 % pro Jahr ist es nur ein Frage der Zeit wann der dann dort auftaucht. Ich will ihn auf alle Fälle nicht bei mir vor der Haustüre haben. Denn ich will auch am Abend noch unbedarft vor die Tür gehen können, keine Angst um meine Tiere haben müssen - und sei es "nur" die Katze.

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@Agrartechniker

Es gibt in SG verhältnismässig wenig Risse, denn es hat dort sehr viele Wölfe. Dies weil dort der Herdenschutz früh gefördert wurde.

Dass man übers Regulieren nicht diskutieren darf in der CH liegt teils leider an unvernünftigen Schafzüchtern und an Jägern mit komischen Ansichten zur Wildtierhege. Irgendwie wurde da völlig übertrieben auf die ersten Wölfe reagiert. Dadurch glauben die Städter der Landbevölkerung nicht mehr.

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@Willwissen100

"Dadurch glauben die Städter der Landbevölkerung nicht mehr."

In Punkto Wölfe reden sich natürlich die Städter leicht, leiden sie ja nicht unter der permanenten Gefahr einen Wolf zu begegnen. Das ist ja das ganze fadenscheinige an dieser Diskussion. Hier reden Leute über etwas über das sie ganz und gar keine Ahnung haben aber nur viel Meinung. Möchte nicht wissen wie die Städter reagieren würden, würde vor ihrer Haustüre ein Wolf stehen. Wenn die Tochter nicht mehr mit dem Hund ungefährdet Gassi gehen könnte, die Joggerin unliebsame Begleitung bekäme, keine Mondscheinspaziergänge im Park ohne mulmiges Gefühl...

Was heißt hier eigentlich "unvernünftige Schafzüchter"? Wer hat denn den Ärger, die Arbeit durch den Wolf, den sich nur der Städter einbildet? Das sind doch in erster Linie die Schäfer. Warum soll er da unvernünftig sein, weißt er auf die Gefahren durch den Wolf hin.

Unvernünftig und schon gar nicht glaubwürdig sind die Leute die den Wolf schönreden. Die leben aber hauptsächlich in der Stadt und wollen nur ihre Bullerbü-Welt verwirklicht sehen, die es aber, außer in ihren Kinderbüchern, so nie gegeben hat. Der Schafzüchter, aber auch der Jäger, weiß darum.

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@Agrartechniker

Du wirst keinen Jäger in Europa finden, der beweisbar die Ammenmär vom Wolf frisst Kind, Wolf frisst Joggerin, usw. belegen kann.

Wolf frisst Schafe, ok, aber Wolf frisst Mensch, lächerlich! Jedes Jahr sterben oder werden viele Menschen durch Hundeangriffe verletzt. Durch Wölfe sind auch im Mittelalter um ein Vielfaches weniger Menschen gestorben als durch Hunde, und auch Kühe.

Aber, klar, Städter sind alle dumm und naiv, und die Landbevölkerung hat die Weisheit mit Löffeln gefressen.

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@Agrartechniker

Die Liste ist ein Witz, allein schon weil sie nich nach Gebieten, bzw. Kontinenten trennt. Ein Angriff in Canada, oder Iran ist ein Unterschied zu einem Angriff hier in Deutschland oder Schweiz. Nebenbei, hast du mal gelesen wie viele Todesopfer Toiletten verursachen? Allein in Japan glaube 500. In den USA glaube 4 Stellig. Willst du Toiletten von Jägern Schießen lassen sobalt sie sich Menschen nähern?

Aber selbst wenn es sich bis jetzt in Grenzen gehalten hat, ein Rudel Wölfe verdoppelt sich in drei Jahren. Wie lange wird das gut gehen? irgendwann ist der Bogen überspannt. Der Situation Herr zu werden ist dann weitaus schwieriger als im Vorfeld schon Grenzen zu setzen.

Der Punkt ist das Rudel und das Problem ist wohl und wird weiter sein, wie in der Vergangenheit, die Jäger. Bevor es Regulierungen gab, vielleicht auch heute noch, wurden auch immer wieder Felder von Rehen und der gleichen befressen, warum? Weil Jäger die erfahrenen Leithirsche wegen der Geweihe (Ego) geschoßen haben und jene die Herde nicht mehr von den Felder fern halten konnten. Die Leithirsche die wusten das sich dem nähern der Felder der Menschen den Tod bedeuten kann.

In Berlin gibt es Probleme mit Wildschweinen, warum? Weil "Tierliebe" Leute trotz verbot jene Füttern und somit die Scheu vor dem Menschen nehmen und somit kommt es immer öfter zu angriffen.

Nur Rudel welche gelernt haben das Menschen eine Gefahr sind, geben das Wissen auch an die anderen Generationen weiter.

Unterm Stich ist und bleibt das Problem, wie immer, der Mensch.

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@PlueschTiger

Wieso ist die Liste ein Witz? Die Liste zeigt auf, daß es sehr wohl Angriffe von Wölfen auf Menschen gibt. Mehr soll sie im Moment nicht tun. Wenn es in DE und Schweiz noch keine gegeben hat, dann heißt es nicht, daß dies auf die Dauer so bleibt. Es gibt mittlerweile schon genug Fälle, bei denen der Wolf in Ställe eingedrungen ist. D.h. er nähert sich menschlichem Wohnbereich. Da geht man als Landwirt nichtsahnend in den Stall und dann steht einem ein Wolf gegenüber, kann ich mir da sicher sein, daß der mich nicht angreift? Abgesehen davon, daß ich unter Umständen dessen Schaden dann wegräumen muß. Die übrigen Tiere sind verstört, Schafe oder Kühe verwerfen, soll man dies allem tatenlos zusehen, ja gar das Maul halten, nur damit die Wolfskuschler nicht aus ihrer rosaroten Wolke runtergeholt werden?

Ich habe hier gerade einen neuen Artikel gefunden. Nachdem es für heuer schon 250 gerissene Schafe in Tirol gibt, holen ein Großteil der Bauern ihrer Schafe von den Almen. Wollen wir das?

https://www.topagrar.com/panorama/news/tirol-bereits-mehr-als-2-000-schafe-ins-tal-gebracht-12646961.html

Ich empfehle auch die Kommentare zu lesen. Besonders der von Andreas Gerner zeigt folgerichtig die Entwicklung auf.

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@Agrartechniker
Wieso ist die Liste ein Witz? Die Liste zeigt auf, daß es sehr wohl Angriffe von Wölfen auf Menschen gibt. Mehr soll sie im Moment nicht tun.

Ganz einfach weil ein Europäischer Wolf nicht gleich mit einen Noramerikanischen Timberwolf von 1m Schulterhöhe oder Indischer Wolf ist, jene sind wahrscheinlich bisweilen lediglich aus der Gruppe der Wölfe. In den USA hast du zum Beispiel auch Teils Hybriden aus Hund und Wolf (zb. Husky + Wolf), welche von Leuten gehalten werden. Durch die Rasse und Gebiete ist auch das Verhalten der Wölfe unterschiedlich.

Es gibt mittlerweile schon genug Fälle, bei denen der Wolf in Ställe eingedrungen ist. D.h. er nähert sich menschlichem Wohnbereich.

Sind sie das? Sind die Meldungen alles Wolfsrisse? Es gibt einige Bürger welche an einigen angeblichen rissen zweifel haben, aber der Wolf gern als Begrünung genommen wird, weil es schlicht schwer ist für einen Angriff oder riss von verwilderten Haushunden Geld zu bekommen. Haushunde wurden zu zig Tauenden über Jahrzehnte augesetzt. In den letzten 12 Monaten gab es einen Zeitungsbericht wo 2 Bernhardiener (Familienhune) ohne Vorwarnung dutzende der eigenen Gänse töteten, weil sie völlig durchdrehten.

Da geht man als Landwirt nichtsahnend in den Stall und dann steht einem ein Wolf gegenüber, kann ich mir da sicher sein, daß der mich nicht angreift?

Kann man nicht pauschal, aber es wurde immer beigebracht, selbst als die Wölfe noch nicht wieder hier waren, Tiere halten eher abstand vom Menschen, auch Wölfe. Wenn das nicht mehr so ist, siehe Wildschwein Beispiel, dann ist das auch auf den Menschen zurück zu führen, auch weil wir uns inzwischen derart ausgebreitet haben, das für nichts anderes mehr Platz ist. Dazu kommt das, damit kommen wir wieder zum Rudel, Wölfe welche die Menschen nicht als Gefahr kennen nur merken und lernen können das Menschen eine Gefahr sind, wenn man nötige abschüsse einzelner Tiere im Beisein des Rudels macht, welche das dann mitbekommen können und an andere Generationen Wölfe weitergeben.

Abgesehen davon, daß ich unter Umständen dessen Schaden dann wegräumen muß. Die übrigen Tiere sind verstört, Schafe oder Kühe verwerfen, soll man dies allem tatenlos zusehen, ja gar das Maul halten, nur damit die Wolfskuschler nicht aus ihrer rosaroten Wolke runtergeholt werden?

Landwirte. Corona hat wieder gezeigt das vieles nur gejammer ist. Angeblich fehlten 250.000 Saisonarbeiter, als dann auf drängen derer 80 - 100.000 Rumänien und Polen kommen durften, fehlten immernoch 150.000. Was durften Deutsche Freiwillige sich dennoch sagen lassen?

"Kein interesse. Ich will meine erfahrenen Rumänen. Sie machen mir nur die Pflanzen kaputt." grobe Ausage eiger dieser Spezies.

Natürlich soll man nicht den Mund halten, doch man sollte die Kirche im Dorf lassen. Verlusste durch tote Tiere? Willst du Geflügelhöfe mit Panzern sichern? Alles was sich nähert wir zu Schrott geschossen, weil der mit seiner Tür beim aussteigen ja durch den knall hunderte Tiere töten könnte? Oder die Seppel von PETA mal wieder Massen an Tote und Kranke Tiere in Legebatterien und Bauernhöfen aufdecken könnte? Landwirte müssen und können sich mit der Zeit anpassen, doch an dem gehabe bezüglich abschaffung der Kastenstände bei Sauen, welche in etlichen teilen Europas schon verboten sind, sieht man das dass wohl der Tiere das letzte ist was Landwirten interessiert.

Ich hatte früher mal Respekt vor Landwirte aber der ist weg. Es gibt nur wenige die den von mir bekommen. Landwirte, welche den Kopf benutzen und nicht nur jammern. Ein Landwirt der auf Steine Getreide anbaut der bekommt Repekt, weil er einen Weg gefunden hat auf 5 cm Mutterboden selbe Ernten zu bekommen wie andere welche permanent jammern. Oder Bauern welche in Regelmäßigen Abständen Baumreihen auf dem Acker anpflanzen und so mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen. ...

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@PlueschTiger

Da vergleicht mal wieder einer Äpfel mit Birnen.

Wenn du mir so kommst, dann spiel lieber mit deinem Plueschtiger. So kommt keine ordentliche Diskussion zustande.

Nur mal deine Aussage: "es wurde immer beigebracht, ..., Tiere halten eher Abstand vom Menschen".

Erstens ist der Wolf nicht mit all den anderen Tieren zu vergleichen, der Wolf ist grundsätzlich ein Fleischfresser und greift seine Beute an. Zweitens, selbst eine Maus geht in den Angriff, wird sie in die Ecke gedrängt. Was tut dann wohl ein Wolf? Da glaube ich, braucht es keine Ecke...

Du hast da wohl ein bißchen zu viel Ponyhof im Kopf.

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@Agrartechniker
Da vergleicht mal wieder einer Äpfel mit Birnen.

Dann zeige die Äpfel und Birnen. Andeutungen helfen nicht.

Was ich schrieb, das habe ich auch geschrieben, galt auch für den Wolf. Siehe Zitat von meinem Kommentar:

Kann man nicht pauschal, aber es wurde immer beigebracht, selbst als die Wölfe noch nicht wieder hier waren, Tiere halten eher abstand vom Menschen, auch Wölfe.

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Erstens ist der Wolf nicht mit all den anderen Tieren zu vergleichen, der Wolf ist grundsätzlich ein Fleischfresser und greift seine Beute an. Zweitens, selbst eine Maus geht in den Angriff, wird sie in die Ecke gedrängt. Was tut dann wohl ein Wolf? Da glaube ich, braucht es keine Ecke...

Klar kann ein Wolf angreifen. Da sind so weit ich das gesehen habe, Elche nicht viel anders, wenn nicht sogar aufgrund der Tatsache das sie Beutetiere sind sogar Aggressiver. Während man als Mensch gegen einen einzelnen Wolf noch was machen kann, hast du gegen einen 500 Kg Elch keine Chance. Zudem, wie mein Wildschwein Beispiel zeigt, hast du selbiges bei Wildschweine.

Ich behaupte nicht das ein Wolf ein Spielzeug ist, doch gerade bei einem einzelnen Wolf überlegt auch der sich wen er angreift.

Du hast da wohl ein bißchen zu viel Ponyhof im Kopf.

Bevor du mit Ponyhof kommst solltest du mal eine Staffel My Little Pony schauen, selbst da hast du Gewalt.

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@ewigsuzu

Wie sie es in den USA schaffen weiß ich nicht mehr. In Japan liegt es angeblich daran das Bäder dort eher kalt sind und wenn die dann Kaken gehen, was durch das pressen das Herz belastet, führt das in der Komboination in ca 500 Fällen Jährlich zum glaube Herzinfarkt.

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@PlueschTiger

hä das ergibt doch gar keinen sinn... also ja japan hat nich viel isolierung aber die paar minuten hält man auch im winter aus ohne am herzinfarkt zu sterben XD

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Der Wolf hat nicht den Profit gestört, sondern die Existenz der Bergbauern gefährdet. Deswegen wurde er eliminiert, ebenso wie man in den Südtälern der Alpen die Anopheles-Mücke eliminiert hat, die dort die Malaria verbreitet hat. Sollen wir die etwa auch wieder einführen?

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@Ruenbezahl

Du bist nicht aufgeklärt.

Schafhaltung wird von Städtern subventioniert.

Es werden ganze Schafherden über Winter dem Tod überlassen, weil es zu teuer ist sie runter zu holen.

Die Todesrate der Schafe durch Unfall ist durch die fehlende Aufsicht hoch. Viel höher als sie je durch wölfe sein wird.

Im Gegensatz dazu werden Risse vollumfänglich abgegolten.

Der Wolf senkt die Kosten für die Bewirtschaftung des Schutzwaldes, und er verbessert und schützt in so, wie Menschen es nicht schaffen.

Hühnerhalter leben seit jeher mit Räubern, die einen viel höheren % Sat an Geflügel erbeuten als Wölfe es könnten. Trotzdem gibt es immer mehr Hobbyhühnerhalter.

Und nun erklär mir das nochmals mit stichhaltigen Argumenten, wieso die Existenz von Berbauern gefährdet ist.

Weisst du dass die von den Steuergeldern der Städter bis zu einem 6 stelligen Betrag erhalten? Und Städter dürfen nicht mit reden?

Dies darf auch als Rundumschlag gegen die Lügerei von Bauern, <schafhaltern und eine gewisse Lügenpartei sein, mit sünneli.

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@Nazgul89

Was du da behauptest, stimmt überhaupt nicht. Es gibt keine Städter, die Schafhaltung subventionieren. Die meisten Schafhalter machen das aus Leidenschaft, weil sie ihre Tiere lieben und mit ihnen züchten. Es würde keinem Schafhalter einfallen, seine Tiere über den Winter in den Bergen zu lassen. Sie nehmen große Mühen auf sich,. um die Schafe gesund wieder in den heimatlichen Stall zu bringen. Wenn ein Bauer, wie es bei uns der Fall ist, 20 Schafe hat, die auf seiner Alm weiden, und 12 durch Wölfe gerissen werden, dann kann niemand behaupten, dass die Todesrate durch Unfall höher gewesen wäre. Dass die Risse durch Wölfe vollumfänglich abgegolten werden, ist eine Lüge, die von städtischen Wolfsfreunden gerne verbreitet werden. Sie stimmt aber nicht. Abgegolten werden nur, und auch die nicht vollumfänglich, die Tiere, die nachweislich durch einen Wolf gerissen wurden, wozu eine DNA-Analyse notwendig ist. Aber auch in diesem Fall wird nur ein sehr niedrig angesetzter Pauschaltarif gezahlt. Es interessiert niemanden, ob es sich um ein wertvolles Zuchtschaf gehandelt hat, das mindestens den zehnfachen Wert hatte. Es werden immer mehr Hochalmen aufgelassen, weil ihre Bewirtschaftung wegen der vielen Wolfsrisse nicht mehr tragbar ist. Das gefährdet die Existenz der Bergbauern, die von der Almwirtschaft leben und von den Städtern außer schönen Worten nichts erhalten. .Außerdem passiert es immer wieder, dass Wölfe in eine Schafherde einbrechen, so dass nicht nur beispielsweise fünf Schafe gerissen werden, sondern etwa 20 Schafe in Panik davonrennen und in einen Abgrund stürzen und verenden. Da sie nicht direkt durch Wölfe getötet wurden, gibt es dafür auch keine Entschädigung. Hühnerhaltung hat mit Wölfen nichts zu tun. Wer Hühner hat, der muss sie vor allem gegen Füchse schützen, das wird auch gemacht und ist verhältnismäßig einfach. Da kommt auch kein Wolf an die Hühner. Für den Schutzwald leistet der Wolf einen sehr geringen Beitrag. Das intelligente Tier zieht es vor, sich an den leicht zu reißenden Schafen gütlich zu tun, anstatt den flinken Rehen nachzujagen. Natürlich kann man auch teure Herdenschutzmaßnahmen einführen, z. B. Herdenschutzhunde. Erst gestern ist eine 20jährige Wandererin in Italien von zwei Herdenschutzhunden (Maremmani) getötet worden. Soll das die Zukunft sein?

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Nur Profitgier ist zu einfach, besonders wenn man so leicht satt wird wie wir heute. Die Bergbauern lebten über Jahrhunderte am Rande der Existenz und mit gewaltigen Risiken. Dazu ein wunderbarer Buchtipp: Luis Tränker "Berge und Heimat", gibts nur noch antiquarisch. Lohnt sich aber.

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Ich ichIch wohne selber auf dem Dorf, hatten auch Schafe naja jetz nicht mehr dank den Wölfen. Wenn ich ehrlich bin würde ich diese selbst Erschießen wenn ich sie seh auf meinen Grundstück und in meinem Wald. Sie haben bei mir einen Schaden in höhe von 2350 Euro Gemacht. Schafe zu Halten lohnt sich so schon sehr wenig und wegen dem Wölfen erst recht nicht, selbst bei einem Freund wurden 2 Schafe gerissen. Das ist echt traurig, wenn ich den jäger mal frage wegen den Wölfen sagt der als erstes die darf ich nicht Schießen! Das finde ich lächerlich die waren bei mir jetz schon sehr oft. Einmal lag einer tot im wassergraben durch den Elektro Zaun hatte dieses mal das 3-fache an Volt drauf. Meine Meinung ist wenn es zu viele werden schießen wie es jetzt der fall ist.

Ich wohne in Sachsen,Deutschland

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Wolf immer schützen (egal wie oft er Reisst)

Wenn es eine Überpopulation an Wölfen gibt, und dadurch der Bestand an kleinerem Getier stark zurück geht, finde ich es okay sie umzusiedeln (oder auch zu schießen)...[also eher 3 Antwortmöglichkeit]

Was das Problem von reißen der Nutztiere angeht, so finde ich sollte es mehr Materielle/Finanzielle Unterstützung der Zäune, Stähle,(Wachhunde) etc geben. Dies sollte jedem Viehzüchter zustehen, anstatt darüber zu reden ein "Problem"-Wolf für ein völlig selbstverständliches Verhalten erschließen zu wollen. (Mal ehrlich, ich als wolf wäre doch total dumm, wenn ich nicht das Essen auf dem servier tablett nehmen würde)

Schützt das Vieh und den Wolf.

Die Regulierung-Idee nach W/Km2 einführen (siehe Text)

Bsp: Wir haben in der Stadt ein Problem mit nervenden Saatkrähen, die eine Brutkolonie in einem Wohngebiet angelegt haben.
Bei > 50 Brutpaaren würde ich den Artenschützern mal die Mikrophone abdrehen und gezielt zwei Schrotladungen platzieren. Auf die Krähen.

Was den Wolf betrifft - der ist wohl scheuer als seinerzeit Bruno Problembär in Bayern. Also Abschuss, wenn er überhand nimmt. Die Schäden z.B. für Schäfer gehören natürlich ersetzt - aber bitte: moderato. Eine Flächenquote in bewirtschafteten (beweideten) Regionen ist doch nicht schlecht.

Zufällig mache ich beim Saatkrähen Monitoring mit. Die Art verbreitet sich sehr stark. Vor drei Jahren hatte es am Bodensee drei Kolonien. Heute zähle ich alleine in meiner Stadt vier. DienTiere mögen die grossen Bäume in den Städten. Aber der Lärm und der Kot. 🙈🙊🙉

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Dieses Problem, bislang ohne Lösungsansätze existiert in Deutschland auch.

Wir haben keinen Platz für wilde Beitegreifer, noch nicht mal für vegetarische Wisente, weil grundsätzlich immer wirtschaftliche Interessen im Weg stehen.

Ein Ausgleich zwischen Naturerhalt und monetären Ansprüchen ist äußerst schwer zu schaffen.

Jeder ist selbstverständlich für den Erhalt der Natur, aber doch bitte nicht vor der eigenen Haustür. Wo kommen wir denn da hin!

Ich verfolge das schon sehr lange, vor allem bei den Wisenten.

Niemand macht sich ehrlich, niemand sagt klar und deutlich, dass in unserer industriellen Kultur der Mensch mit seinen Bedürfnissen im Mittelpunkt steht. Deutlich wird das aber in Gesetzen und Verordnungen zum Nachteil der Tiere.

Der Mensch muss Lebensräume und Nutzgebiete aufgeben, eine friedliche Koexistenz ist mit Wildtieren aller Art nicht möglich.

Will der Mensch nicht zurücktreten, muss er die Tiere wieder ausrotten.

Dazwischen gibt es wenig, was zielführend ist.

Ich hoffe, dass das Wisente Projekt bei Solothurn noch ein Erfolg wird.

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@Willwissen100

In Deutschland steht es auf der Kippe. Mal wieder reichen sich Oberlandesgericht und Bundesverfassungsgericht die Akten rüber. Die Politik zaudert und will sich nicht auf eine Seite schlagen.

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Wolf erschiessen ja, wenn alle Schutzmassnahmen versagt haben

Das ist ein ganz heisses Thema, vor allem in den Bergregionen Wallis und Graubünden. Persönlich tendiere ich gegen einen Abschuss, aber als Stadtmensch habe ich keine Schafe in den Bergen und bin so auch nicht direkt betroffen.

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