Die Schöpfungsgeschichte, fragwürdig?

20 Antworten

Wie schon oft erklärt ist die Bibel kein naturwissenschaftliches Werk, sondern ein Glaubensbuch. Die Schöpfungsgeschichte soll aussagen, dass Gott und die Menschen aus dem Nichts ins Dasein gerufen hat, wie und in welchem Zeitraum Er das gemacht hat, bleibt der Forschung überlassen. Die Bibel kleidet ihre Aussagen in Bilder, die der zeitgemäßen Vorstellung der damaligen Verfasser entspricht.

Ebenso ist es mit dem Bericht vom Sündenfall. Da wird ein Ereignis zu Beginn der Menschheitsgeschichte in einer bildhaften Sprache dargestellt. Hinter der Entscheidung der Stammeltern zum Ungehorsam steht eine verführerische Stimme, die sie aus Neid verführt und von Gott abfallen lässt. Die Glaubensaussage ist, dass es erstmalig Menschen gegeben hat, die sich gegen Gott aufgelehnt haben und sündigten. Die Sünde bestand im Hochmut, wie Gott sein zu wollen. Adam und Eva aßen vom Baum der Erkenntnis, d.h., sie erkannten Gut und Böse und auch ihre Freiheit zur Entscheidung. Die "süße Frucht", als die sich zunächst der Ungehorsam darstellt, wird zur Falle für satanische List und dem nachfolgenden Verlust der trauten Gemeinschaft mit Gott.

Die Schlange wird zum Symbol des Aufbegehrens gegen Gott, für Überheblichkeit und Ungehorsam, Stolz und Hochmut. Sie eröffnet den Kreislauf des Heilsgeschehens, indem sie Sünde und Tod in die Welt bringt, sie wird ihn auch beschließen als apokalyptischer Drache, der am Ende aller Zeit erscheint und von den Heeren der Engel endgültig niedergerungen wird. In der Zeitspanne dazwischen setzt sie als Widersacher Gottes ihr im Paradies begonnenes Verführungswerk ungehindert fort.

Die Macht, als Verwandlungskünstler zu agieren, ist Satan gegeben und ist in Lebensgeschichten von Heiligen keine Seltenheit.

OK. Deine Aussage der bildhaften Sprache stimme ich zu. Doch warum erkennst du nicht, dass die Schlange, der Satan, ein Element des menschlichen Geistes ist, also ebenso eine bildhafte Beschreibung des Neides, der Anmassung, der Gier, des Egoismus, der Eitelkeit usw. Das Aufbegehren ist immer eine Sache des EGOs. Das hat der Mensch! Sich selbst diesbezüglich zu durchschauen macht den Glauben an einen Satan überflüssig. Es gibt keinen ohne den Menschen mit seinen ICH-bezogenen Handlungen. Das ist das fatale am Glauben! Anstatt das "Böse" in sich zu erkennen und seine Macht zu negieren, verschieben es Gläubige in eine Illusion der Errettung. Doch damit haben sie das "Böse" immer noch in sich, dem sie eine ebenso sich im Ego befindlichen Vorstellung oder Glaube einer "himmlische Macht", also das Gute, DANEBEN stellen. Beides also Elemente des ICHs, beides Illusionen, weil mit der Kraft der Gedanken erzeugt. Die Macht, zu lügen, sich zu verstellen, sich selbst oder anderen etwas vor machen, wissen zu wollen, was "Gott" ist und ihn sich sozusagen zurechtbiegen (nicht anderes macht der Glaube) - all das macht/ist der Mensch. Es gibt nichts, was der "Satan" besser könnte! Kennst du etwas?

Die Auflehnung gegen "Gott" ist das "erzeugen" eines ICHs, eines EGOs, eines SELBST, das natürlich "eigen" sein will! Es ist nicht so, dass der Mensch ohne es leben muss, doch er sollte seine Wirkweise kennen. Möglicherweise weist ein Zitat von Jesus darauf hin: "Nicht MEIN Wille geschehe ...". Und der Wille ist eindeutig ein Kind des EGOs, wenn es sich von "Gottes Wille" entfernt oder?

Bleibt noch die Frage, was ist "Gottes Wille". Auch da muss sich ein Mensch ZUERST von einer Vorstellung diesbezüglich frei machen. In einem "Zustand" der geistigen Freiheit von allen Inhalten seines sich im Laufe seiner Erfahrungen angesammelten Denkens (das das ICH erzeugt) kann der Mensch in Liebe agieren. Wo sie ist, gibt es nichts, was als Attribut des Satans gelten kann. Also auch keine eigenen Anteile daran. Sie ist JENSEITS von allem das ICH betreffende!

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Hei, Blackpanther58, wenn du die Geschichten Aus dem Alten Testament der Bibel wörtlich nimmst, kommst du aus den widersprüchlichsten Fragen nicht heraus. Beispiel: Die Schlange wurden wegen ihrer Verführung Evas und Adams bestraft, nur noch auf dem Boden umherkriechen zu können. Hatte sie vorher also Beine? Und: Die beiden Menschen wurden hinausgeschmissen aus dem Paradies; das andere Getier blieb drinnen? Wie konnten Ochs und Esel, Löwe und Tiger, Hirsch und Kuh dann in die Welt kommen? Welche Sprache hatten die im Paradies? Undsofort. Grüße!

hallo ja der ursprung unserer geschichte ist wirklich sehr fragwürdig und ich hab mir auch darüber schon sehr viel kopf gemacht, für mich ergibt das auch unschlüssig keine antwort darauf. Es macht mir den anscheinen als ob es schon eher einem mythos ähnelt damals haben die menschen ja auch an einem Donnergott geglaubt wenn mal schlechtes Gewitter draußen gab. Heutzutage weiß man das wissenschaftlich die Ursachen eines Gewitter's.

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Ob Adam und Eva andere Tiere davor nicht sahen

Adam zumindest hatte alle Tiere gesehen, bevor Eva erschaffen wurde:

(1. Mose 2:19, 20) 19 Nun hatte Jehova Gott aus dem Erdboden alle Wildtiere des Landes und alle fliegenden Tiere des Himmels gebildet. Er brachte sie zu dem Menschen, um zu sehen, wie er sie nennen würde. Jedes Lebewesen sollte den Namen bekommen, den der Mensch ihm geben würde. 20 Der Mensch gab den Haustieren, den fliegenden Tieren des Himmels und den Wildtieren des Landes Namen, aber er hatte niemand, der ihm half und zu ihm passte.

Schlangen hier auf der Welt existieren, nur Sie sprechen ja nicht?

Siehe die Antwort von Phlipp59

Warum hat Gott Adam und Eva gleich so hart bestraft?

Als Gott Adam und Eva erschuf, erlaubte er ihnen alle Früchte, bis auf diese eine bestimmte Frucht, zu essen. "Die Frucht der Erkenntnis", so hieß es glaube ich.

Doch dann kam die Schlange und redete auf Eva ein, sodass sie sich nicht an Gottes Wort hielt, von der Frucht aß und dem Adam die Frucht weiterreichte. Sie gehorchten dem Herrn nicht, sie waren am Anfang sogar unehrlich zu ihn und niemand bat um Verzeihung, sondern Adam gab Eva die Schuld und Eva beschuldigte die Schlange, der auf sie einredete und sie dazu brachte von der Frucht zu essen.

So bestrafte Gott Adam und Eva, indem er sie vom Garten verbannen ließ und mit dem Tod - und alle nächstgeborenen Menschen werden diese Last tragen und an seine Kinder weiter geben.

Sie waren zwar, trotz deutlicher Ansage, ungehorsam und ließen sich von einer Schlange Lügen einreden.

Zwar war eine Bestrafung gerecht, denn sie gehorchten nicht und haben gar gelogen - aber warum hat Gott gleich eine solch harte Strafe erteilt, obwohl er uns doch so liebt? Warum musste es gleich der Tod sein? Zusätzlich muss der Mann die Last tragen sein Leben lang für seine Familie und sich selbst Nahrung zu erarbeiten, während die Frau mit Schmerzen bei der Geburt verflucht wurde...

Wenn Gott die Menschen doch so sehr liebt, warum also gab er uns ausgerechnet diesen schrecklichen Fluch? Wo mir dazu auch die nächste Frage einfällt... Warum hatte er denn überhaupt eine "verbotene Frucht" in seinem Garten?

Ich möchte erwähnen, dass ich persönlich ein gläubiger Christ bin. Dennoch empfinde ich viele Handlungen in der Bibel als kritisch und würde mich auf andere Meinungen oder Erklärungen freuen. ( Bitte kein "Weil es Gott nicht gibt!" oder ähnliches - das würde meinen Glauben trotzdem nicht ändern und dementsprechend meine Frage nicht beantworten :) )

Ich bedanke mich schon mal für eure Antworten! :)

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