Die richtige Kündigungsfrist?

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3 Antworten

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Die Kündigungsfrist nach § 22 (2) BBiG beträgt tatsächlich 4 Wochen ohne irgendwelche Bezugstermine (wie Monatsende oder -mitte).

Das ist für Auszubildende etwas anders geregelt als für "normale" Arbeitnehmer.


In meinem Vertrag steht, dass meine Kündigungsfrist 4 Wochen beträgt.

So ist es auch in § 22 Abs 2 BBiG geregelt.

In der Regel sollte eine Kündigung zum Monatsersten erfolgen. Zum 15. eines Monats  geht auch. Die Kündigung MUSS also zum - sagen eir jetzt mal: zum 15.3. -  beim Chef vorliegen, in der du dein Ausscheiden aus dem Vertrag zum 15.4. ( vier- Wochen- Frist) beantragst. LG 

Es geht um ein Ausbildungsverhältnis!

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Auf Hanover.ihk.de gegunden:

Kündigung nach der Probezeit

Kündigung nur aus einem wichtigen Grund

Nach Ablauf der Probezeit kann ein Ausbildungsverhältnis nur aus einem wichtigen Grund ohne Einhalten einer Kündigungsfrist gekündigt werden. Ein wichtiger Grund ist immer dann gegeben, wenn dem Kündigenden unter Berücksichtigung aller Umstände des Einzelfalls und unter Abwägung der Interessen beider Vertragsparteien die Fortsetzung des Ausbildungsverhältnisses bis zum Ablauf der Ausbildungszeit nicht zuzumuten ist. Gründe im Leistungs- oder Verhaltensbereich lassen eine fristlose Kündigung nur zu, wenn die Erziehungsmittel des Ausbildenden nicht zum Erfolg geführt haben. Insbesondere muss rechtzeitig schriftlich abgemahnt und mit Kündigung gedroht worden sein - bei Minderjährigen gegenüber dem gesetzlichen Vertreter. 
Zu beachten ist:

Die Kündigung muss schriftlich und unter Angabe der Kündigungsgründe erfolgen, sonst ist sie unwirksam.Die Kündigung ist unwirksam, wenn die ihr zu Grunde liegenden Tatsachen dem zur Kündigung Berechtigten länger als zwei Wochen bekannt sind.Kündigt der minderjährige Auszubildende, so benötigt er die vorherige Einwilligung des gesetzlichen Vertreters. Kündigt der Betrieb einem minderjährigem Auszubildenden, so muss die Kündigungserklärung gegenüber dem gesetzlichen Vertreter abgegeben werden.Wird das Ausbildungsverhältnis nach der Probezeit gelöst, kann der Ausbildende oder der Auszubildende Ersatz des dadurch entstandenen Schadens verlangen. Der Anspruch muss innerhalb von drei Monaten nach Beendigung des Ausbildungsverhältnisses geltend gemacht werden.

Kündigung wegen Berufsaufgabe

Dem Auszubildenden räumt das Gesetz noch eine weitere Kündigungsmöglichkeit nach Ablauf der Probezeit ein: Wenn ein Auszubildender seine Berufsausbildung grundsätzlich aufgeben will oder sich in einem anderen Beruf ausbilden lassen will, kann er den Vertrag mit einer Kündigungsfrist von vier Wochen kündigen. Die Kündigung muss schriftlich erfolgen und der besondere Kündigungsgrund muss genannt werden. Eine Schadenersatzforderung ist in diesen Fällen ausgeschlossen.

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@Elfi96

Also hat mein Lehrer und Ausbilder unrecht und ich habe mich um eine Woche verrechnet richtig? 

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In der Regel sollte eine Kündigung zum Monatsersten erfolgen.

Nein, in der Regel zum 15. oder zum Monatsletzten.

 zum 15.3. -  beim Chef vorliegen, in der du dein Ausscheiden aus dem Vertrag zum 15.4. ( vier- Wochen- Frist) 

Nein. Das sind nicht 4 Wochen, sondern ein Monat. Das ist nur im Februar (außer in Schaltjahren) zufällig dasselbe, sonst nicht.

beantragst

Und nochmal Nein. Eine Kündigung beantragt man nicht. 

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