Die revidierte Lutherbibel ist bereits auf dem Markt. Wann ist mit der katholischen Bibelübersetzung zu rechnen?

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3 Antworten

Da hier ja bisher keine sinnvolle Antwort kam kurz und knapp: Die neue Einheitsübersetzung erscheint im Dezember. Und ist ab 1.1.2017 dann offizielle Übersetzung der kath. Kirche.

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Es ist eine grundsätzliche Frage ob die Bibel überhaupt geändert werden soll. Die katholische Kirche tut sich bei Änderungen sehr schwer, die orthodoxe Kirche wird gar nichts ändern, und hat dies auch noch nie getan.

Grundlage von Änderungen in der Luther-Bibel sind drei Eckpunkte:

  1. Änderungen aufgrund neuer Forschungsergebnisse
  2. Rücknahme von schon erfolgten Textänderungen auf den Stand von 1545
  3. Sprachliche Änderungen

Das kann man machen, man muss es aber nicht.

Meine persönliche Ansicht ist, 

Änderungen aufgrund von Forschungsergebnissen sind nicht nötig, da die Bibel in sich der menschlichen Entwicklung nicht verweigert hat, und die Entwicklung samt Forschung nicht ausgeschlossen ist. Sollten sich daraus neue Erkenntnisse ergeben, so kann man dies gerne in einem Begleitbuch vermerken, aber man muss nicht an den Texten selber rumdoktern.

Die Rücknahme von schon geänderten Texten auf den Übersetzungsstand von 1545 ist für mich schon sinnvoll, aber auch hier ein Unterfangen, welches man mit einem Begleitbuch auffangen könnte. 

Sprachliche Änderungen sollten überhaupt nicht vorgenommen werden. Jesus begrüßte mit Garantie nicht sein Jünger mit den Worten, "Eh was geht ab Alter."

Mir ist bewusst, dass die evangelische Kirche ein Spagat versucht, zwischen einer 2000 Jahre alten Lektüre und der Neuzeit. Als orthodoxer Christ darf ich dabei auf meine eigene Religion verweisen. Bei uns ist vornehmlich im altgriechischen Sprachgebrauch geschrieben. Eine Sprache die Heute nicht gesprochen wird. Trotzdem wird auch das in der Theologie gelehrt, und die die es nicht verstehen können, erhalten Zugriff durch Begleitbücher und Texte. Es bedarf somit keiner Neuauflage oder Revision.

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Kommentar von Gustavolo
30.10.2016, 10:37

Ritter: Besten Dank für deine Meinung.

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Kommentar von Luuke777
30.10.2016, 14:06

Luther hat selbst gesagt: "Man muss den Leuten aufs Maul schaun." Dies war ein wichtiger Grundsatz für seine Übersetzungsarbeit. Da die Sprache sich ändert wäre es auch also aus Luthers Sicht sinnvoll, dass seine Übersetzung aktualisiert wird und das Evangelium (und alle Texte!) so wiedergibt, dass es verstanden wird. Vorsichtig wäre ich bei der Kritik an neuen Forschungsergebnissen. Dies sind 1. Neue Ergebnisse bei der Übersetzung von Griechisch und Hebräisch 2. neue Erkenntnisse bei der Erforschung des Urtextes 3. Infos über Kontext sind in Anmerkungen jetzt vermehrt enthalten.
Neu ist bei BibelÜBERSETZUNGEN oft etwas gutes. Der Urtext wird ja nicht verändert...

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Soll es denn auch da eine neu überarbeitet Übersetzung geben? Habe ich bisher noch nichts davon gehört

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Kommentar von Luuke777
30.10.2016, 13:59

Jep. Eine neue Einheitsübersetzung, die genauso wie LUT17 in der EKD ab 1.1.2017 die offizielle Amtsübersetzung der kath. Kirche sein wird.

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