Die Pharisäer erläuterten häufig die Bibel und schützten die Bibel.Weshalb hat der Herr Jesus sie verurteilt und verflucht?

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Um es deutlich auszudrücken, war es nicht deswegen, weil die Pharisäer die Wahrheit und die Arbeit Gottes hassten?Um ihre eigenen Positionen und Essensmarken zu beschützen,waren sie bereit alle Übeltaten zu vollbringen, um Gott zu widerstehen! Ein Hass auf die Wahrheit und Widerstand gegen Gott ist! Sie erläuterten und verherrlichten die Bibel, wegen ihrer eigenen Positionen und Essensmarken. Gegenüber Gott und der Wahrheit, waren sie voller Hass. Deshalb, als der Herr Jesus die Wahrheit verkündete und Seine Arbeit vollbrachte, wurde ihre wahre Natur – ein Hass gegenüber der Natur und Widerstand gegen Gott – vollständig entlarvt. ob Menschen sich Gott widersetzen können oder nicht, nicht davon beeinflusst, wie sie die Bibel auslegen, sondern hat etwas mit ihrer Natur zu tun. Für Menschen mit einer wahrheitshassenden und Gott widerstrebenden Natur, ganz gleich wie gut sie die Bibel auslegen,  kann ihr innerer Hass auf die Wahrheit und ihr Widerstand gegen Gott, nicht verändert werden. Verwendeten die Pharisäer nicht ihre Auslegungen der Bibel, um den Herrn Jesus zu verdammen und ihm zu widerstehen?

Aber vor allem hatten sie eine satanische Natur: Sie hassen die Wahrheit und widersetzten sich Gott. Das war ihr fataler Fehler! Wären ihre Herzen gut gewesen,  hätten sie den liebevollen Herrn Jesus, den Erlöser der Menschheit, nicht ans Kreuz genagelt, sogar wenn sie Gott nicht kannten.  Wie ihr sehen könnt, waren ihre Herzen, ihre Natur und ihr Wesen voller Gift! Kein Wunder, dass Gott sagte, sie seien eine Schlangenbrut! Nehmt zum Beispiel den Herrn Jesus. Als Er Seine Arbeit ausführte, verurteilte Gamaliel, ein Lehrer des Gesetzes, den Herrn Jesus nicht. Nikodemus konnte nachts nach der Wahrheit im Herrn Jesus suchen. Das sind alles Tatsachen, die in der Bibel aufgezeichnet sind. Wie ihr sehen könnt, sind die Menschen, wenn sie an Gott glauben, Ihn aber nicht kennen oder ein gottesfürchtiges Herz besitzen, dafür anfällig, sich Ihm, wenn sie Gott dienen, zu widersetzen. Wenn Menschen mit einer wahrheitshassenden Natur und einem giftigen Herzen zu religiösen Führern werden, werden sie früher oder später als Antichristen entlarvt.

Märchenstunde lässt grüßen!

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Wenn sie mit Christus Jesus disputierten, ging es hauptsächlich um die Beobachtung des Sabbats (Mat 12:1, 2; Mar 2:23, 24; Luk 6:1, 2), das Festhalten an Überlieferungen (Mat 15:1, 2; Mar 7:1-5) und den Umgang mit Sündern und Steuereinnehmern (Mat 9:11; Mar 2:16; Luk 5:30). Die Pharisäer glaubten offensichtlich, daß der Umgang mit Personen, die das Gesetz nicht entsprechend ihrer Auffassung hielten, verunreinige (Luk 7:36-39). Sie erhoben daher Einspruch, als sie sahen, daß Christus Jesus mit Sündern und Steuereinnehmern verkehrte, ja sogar mit ihnen aß (Luk 15:1, 2). Die Pharisäer bemängelten, daß sich Jesus und seine Jünger nicht gemäß der Überlieferung die Hände wuschen (Mat 15:1, 2; Mar 7:1-5; Luk 11:37, 38). Jesus stellte jedoch ihre verkehrten Schlußfolgerungen bloß und zeigte ihnen, daß sie um menschlicher Überlieferungen willen Gottes Gesetz übertraten (Mat 15:3-11;Mar 7:6-15; Luk 11:39-44). Statt sich über die Wunderheilungen, die Christus Jesus am Sabbat vollbrachte, zu freuen und Gott zu verherrlichen, wurden die Pharisäer von Zorn erfüllt über das, was sie für eine Übertretung des Sabbatgesetzes hielten, und planten deshalb, Jesus umzubringen (Mat 12:9-14; Mar 3:1-6; Luk 6:7-11; 14:1-6). Zu einem Blinden, den Jesus am Sabbat geheilt hatte, sagten sie über Jesus: „Dieser Mensch ist nicht von Gott, denn er hält den Sabbat nicht“ (Joh 9:16).

Durch ihre Einstellung verrieten die Pharisäer, daß sie in ihrem Innern weder gerecht noch rein waren (Mat 5:20; 23:26). Sie bedurften genauso der Reue wie die übrigen Juden. (Vgl.Mat 3:7, 8; Luk 7:30.) Die meisten von ihnen zogen es jedoch vor, in geistigem Sinne blind zu bleiben (Joh 9:40), und bekämpften den Sohn Gottes noch heftiger (Mat 21:45, 46; Joh 7:32; 11:43-53, 57). Einige Pharisäer beschuldigten Jesus fälschlicherweise, Dämonen durch den Herrscher der Dämonen auszutreiben (Mat 9:34; 12:24) und ein falscher Zeuge zu sein (Joh 8:13). Andere wollten den Sohn Gottes einschüchtern (Luk 13:31), verlangten von ihm ein Zeichen (Mat 12:38; 16:1; Mar 8:11), versuchten, ihn in seiner Rede zu fangen (Mat 22:15;Mar 12:13; Luk 11:53, 54) und ihn durch bestimmte Fragen auf die Probe zu stellen (Mat 19:3; 22:34-36; Mar 10:2; Luk 17:20). Jesus brachte sie schließlich zum Schweigen, indem er sie fragte, wie es möglich sei, daß Davids Herr gleichzeitig Davids Sohn sei (Mat 22:41-46). Sowohl unter der Menge, die später Jesus im Garten Gethsemane ergriff, befanden sichPharisäer (Joh 18:3-5, 12, 13) als auch unter denen, die Pilatus baten, das Grab Jesu zu sichern, damit der Leib nicht gestohlen werden könne (Mat 27:62-64).

Im Bibelkommentar von Dr. John F. Walvoord findet sich zu Matthäus 23,33:

"Jesus gebrauchte harte Worte für die religiösen Führer, er nannte sie Schlangen und Otternbrut, deren ewige Bestimmung die höllische Verdammnis (wörtlich: "Gehenna"), der Ort der ewigen Strafe (vgl. V.15; vgl. auch den Kommentar zu "Gehenna" in Mt 5,22), sei. Sie würden sich diese Strafe selbst zuziehen, weil sie die Wahrheit auch weiterhin verwerfen würden. Der Herr versprach, Propheten und Weise und Schriftgelehrte zu ihnen zu schicken, doch sie würden ihre Worte nicht hören wollen und manche von ihnen sogar töten, andere geißeln oder verfolgen. Diese Reaktion auf die ihnen verkündete Wahrheit rechtfertigte das Gericht über sie. Der erste gerechte Märtyrer, von dem in den hebräischen Schriften die Rede ist (1Mo 4,8), war Abel; Secharja (2Chr 24,20-22) war der letzte. (Die zweite Chronik war das letzte Buch der hebräischen Bibel; damit bestätigte Jesus den Kanon des Alten Testaments.) In 2Chr 24,20 wird Secharja als "Sohn des Jojada" bezeichnet, während bei Matthäus "Sohn des Berechja" steht. "Sohn" bedeutet in diesem Fall jedoch häufig einfach "Nachkomme". Es wäre also gut möglich, daß Jojada, ein Priester, Secharjas Großvater war. Über dieses Geschlecht (genean), das sich schuldig machte, weil es seinen völlig verblendeten (Mt 23,16-17.19.24.26) Führern folgte, sollte das Gericht kommen, weil es unschuldiges Blut vergoß. Der Herr sah bereits voraus, daß die Menschen das Evangelium, das die Jünger nach seinem Tod verkündigen würden, weiterhin nicht akzeptieren würden. Diese starre Ablehnung des Messias durch sein eigenes Volk würde schließlich zur Zerstörung des Tempels im Jahre 70 n. Chr. führen."

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