Die Perfekte Position für Solarpanels?

4 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

> Dennoch gibts doch auch ein minimum vom Winkel her...

Ja - so ungefähr um 180° verdreht gegenüber dem Optimum. So ungefähr nach Norden gerichtet und nach unten geneigt.

Die beste Ausrichtung zu ermitteln ist kompliziert. Außer, Du willst den Strom komplett verkaufen und nichts selber nutzen - nur in diesem Fall ist das physikalische Optimum auch das wirtschaftliche Optimum. Richtung Süd und 30° gegen die Horizontale geneigt. Die Höhe über dem Boden spielt keine Rolle, wenn man davon absieht, dass am Boden mehr Abschattung durch Bäume und Gebäude droht.

Vorstehendes gilt auch nur für den Fall, dass nicht der vorhandene Platz, sondern die vorhandenen Module gegeben sind - bei vorhandenem Platz kann es sein, dass eine andere Ausrichtung mehr Module und damit mehr Energiegewinn ermöglicht.

Sobald Du aber den Strom teilweise selber zu verbrauchen gedenkst ist die optimale Lage danach zu beurteilen, dass sie möglichst viel Strom zu den Zeiten liefert, zu denen Du ihn verwenden kannst - das ist leider bei den wenigsten Leuten die Mittagszeit, die den meisten Strom liefern könnte. Dann sind zum einen Batterien angesagt (die sind aber teuer), zum anderen eine Aufteilung der Module, ein Teil zur Morgensonne hin (für die Kaffeemaschine morgens) und ein Teil zur Abendsonne.

Für eine Optimierung müsste man aber auch noch wissen, wie sich die Preise für elektrische Energie (im Ein- und im Verkauf) und für Batteriespeicher in den nächsten 20 Jahren entwickeln. Mangels Glaskugel kann man da nur schätzen :-(

Woher ich das weiß:Recherche

Wenn mein höchster Sonnenstand überhaupt bei 65° liegt, dann erhalte ich für 90°-65°=25° eine lotrechte Ausrichtung, diese wird dann nur einmal im Jahr überhaupt erreicht, bei allen niedrigere Winkeln wird es also in jedem Fall schlechter. Ein brauchbares Minimum liegt also natürlich trotzdem höher, aber da wirds dann rechnerisch gleich komplizierter, selbst bei einem naiven Ansatz.

Für das Optimum übers Jahr muß ich im Endeffekt zu numerischer Integration unter Berücksichtigung von Wetter- und Atmosphärendaten sowie Ortsdaten und exakter Ausrichtung zurückgreifen. Kommen weitere Anforderungen hinzu (wie optimales ökonomisches Ergebnis und maximalem Eigenverbrauch muß ich diesbezügliche Daten auch noch einbeziehen).

Im Endeffekt ist das nichts, was Du händisch oder mit einem simplen Taschenrechner ausrechnen kannst/würdest.

Die optimale Dachausrichtung für eine Solaranlage ist südlich mit einer Dachneigung von 30 Grad. Neigungen von unter 25 oder über 60 Grad können den Stromgewinn aus der Solaranlage um bis zu zehn Prozent verringern.

Ich habe meine Module auf ein fahrbares und verstellbares Gestell und passe die Ausrichtung an, wenn ich vor Ort bin. Ansonsten sind es stationär 30° Süd.

So ein bisschen hängt das davon ab, wann man am meisten Energie braucht. Wenn du einen absoluten Peak am Abend hast, kann ein relativ steiler Winkel nach Westen gerichtet sinnvoller sein als der perfekte Winkel nach Süden

Wenns nicht selbst Strom bräuchte um das ganze zu bewegen. Wäre eine sich immer anpassende Anlage die isch selbst reguliert, also den Winkel und die Richtung der Panels das Optimale :)

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@DERstobbel

Wenn man nun davon ausgehen würde dass die Engergie die man gewinnt gespeichert werden könnte/würde (riesiger Akku oder ähnliches) hätte man die Frage nach dem Wann auch geklärt^^

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@DERstobbel

Eine Photovoltaikanlage, die sich immer automatisch in Richtung der Sonne dreht, wäre optimal Theoretisch ist das durchaus möglich, aber viel zu teuer.

Früher, vor Jahrzehnten, als Photovoltaik noch sehr teuer war, hätte es sich vielleicht gelohnt. Da mußte man mit der teuren Anlage möglichst viel Strom erzeugen. Damals gab es tatsächlich Überlegungen, so etwas zu machen. Heute kosten die Anlagen nur noch 10% im Vergleich zu früher. Da kauft man einfach eine Platte mehr, anstatt Geld für eine komplizierte Technik auszugeben.

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