Die Notwendigkeit und Gefahren von Utopien?

2 Antworten

Sorry, ich bin kein Christ, habe aber einen gesunden Menschenverstand...

Ich würde die Prüfer vielleicht erst einmal darauf hinweisen, dass sich die Fragestellung widerspricht. "Planet der Affen" ist keine Utopie. Wenn man außer Acht lässt, dass die Gesellschaftsform der Affen lediglich eine Kopie der Menschen zur damaligen Zeit (1963) sind, wäre es eine Dystopie.

So aber ist es eine Gesellschaftssatire der feinsten Sorte.

Nebenbei ist der Vorteil einer Utopie (also einer nicht erreichbaren idealen Gesellschaft), die Hoffnung der Menschen zu schüren, der Nachteil, sich komplett in seine Träume zu verrennen und einen Realitätsverlust zu erreichen. Der Vorteil der Dystopie (also einer möglichen oder unmöglichen negativen Gesellschaftsform) hingegen wäre die Kritik an möglichen Gefahren bei einer solchen Entwicklung und der Nachteil, dass den Menschen überspitzt und unnötig Angst gemacht wird (wie es ja inzwischen ca. 100 Prozent aller heutigen Science-Fiction- und Fantasy-Filme tun).

Alle Angaben ohne Gewähr ;)

Utopien sind der Kompass für die Entwicklung des Menschen. Sie geben eine grobe Richtung vor, ohne die wir auf der Stelle treten würden. Man sollte aber schon Utopien und Phantasien unterscheiden. Eine Utopie nimmt quasi den Ist-Zustand als Basis für ihre Prognosen und Vorstellungen. Daher scheiden religiöse Phantasien von vornherein aus. Weil hier schon der Ist-Zustand keine reale Basis hat. Sie bauen sozusagen auf Sand. Die einzige echte Utopie der Bibel ist die Offenbarung. Und die basiert dermaßen auf Annahmen statt auf realen Bezügen, daß sie wertlos ist.

Also: der Wert liegt darin, dem menschlichen Streben nach Wissen und Fortschritt eine Richtung zu geben. Die Gefahr besteht immer darin, daß das Ziel falsch ist oder man sich auf dem Weg heillos verirrt.

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