Die NEGATIVE Steuer wird verrechnet oder nicht?

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11 Antworten

Nun ist die Frage, da ich demnächst meine Steuererklärung für das Jahr 2015 abgeben muss.

Was heißt demnächst? Wenn du keinen Antrag auf Fristverlängerung gestellt hast oder von einem Steuerberater vertreten bist, bist du über 2 Monate zu spät! Verspätungszuschläge könnten also gegen dich festgesetzt werden.

wird der NEGATIVE BETRAG aus meiner selbstständiger Tätigkeit 2015 J. mit der Steuer 2016 ausgeglichen.

Ja und nein. Wenn du im letzten Jahr einen Verlust gemacht hast, wird dieser festgestellt und nach 2016 vorgetragen. Er wird dort mit positiven Einkünften (außer aus Kapitalvermögen) verrechnet.

Hier vielleicht mal lesen:

http://www.steuernetz.de/aav_steuernetz/lexikon/K-13950.xhtml?currentModule=home

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Das Steuerrecht räumt jedoch unter bestimmten Bedingungen dem Steuerpflichtigen die Möglichkeit ein, eingetretene Verluste mit künftigen
steuerpflichtigen Gewinnen zu verrechnen („Verlustnutzung“). Diese
Verlustnutzung ist im Einkommen-, Körperschaft- und Gewerbesteuerrecht
teilweise sehr unterschiedlich geregelt.

http://www.steuerklassen.com/einkommensteuererklaerung/verlustvortrag/

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In Deutschland gibt es keine "negative Steuer".

Du meinst wohl, dass Du negative Einkünfte hast. Negative Einkünfte = Verluste einer Einkunftsart (bei Dir wahrscheinlich Gewerbebetrieb) werden zunächst mit positiven Einkünften aus den anderen Einkunftsarten verrechnet. Wenn dann noch ein Verlust bleibt, kann dieser 1 Jahr zurück oder auf die nächsten Jahre vorgetragen und dann verrechnet werden - siehe auch https://www.gesetze-im-internet.de/estg/__10d.html

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Auch die Kosten für den Computer kannst du, wenn über 400 Euro oder so glaube ich, über mehr Jahre verteilen, was ich dann natürlich tun würde. Ich rate Dir solche Fragen im Elster Forums zu stellen, da kriegst du zu Steuerthemen tolle Auskünfte. Elster ist die elektronische Steuererklärung vom Finanzamt. 

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Als erstes findet eine Verlustverrechnung im gleichen Veranlagungsjahr statt. Hast du also Einkünfte aus deinem Dasein als Student, Parktikant und Absolvent, wird der Verlust erstmal mit diesen Einkünften verrechnet. Ergibt sich weiterhin ein negativer Gesamtbetrag der Einkünfte, wird dieser als Verlustvortrag festgestellt und in die Folgejahre vorgetragen. Verrechnet wird dieser Verlustvortrag dann mit deinen positiven Einkünften des Folgejahres, nicht mit der Steuerlast!

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Wieso Arbeitszimmer 30 %?

Wird das nur für die selbständige Arbeit genutzt?

Oder auch für das Studium?

Der Nachweis der ausschließlichen Nutzung für die selbständige Tätigkeit wird schwer fallen. Das gilt natürlich auch für die Energiekosten.

Und Fahrtkosten: Zusätzlich noch die Kosten für das Auto, das geht nicht.

Vor allem: Welche Kosten für das Auto?

Und wenn Du im Erstjahr tatsächlich einen hohen Verlust gemacht hast, wird die Veranlagung 2015 wohl unter dem Vorbehalt der Nachprüfung durchgeführt werden. Denn das Finanzamt wird prüfen, ob die Tätigkeit mal zu einem Überschuss führen wird.

Und noch etwas: Du hast 2015 keine "Negative Steuer".

Ein etwaiger Verlust mindert Dein zu versteuerndes Einkommen 2016 und führt daher zu einer geringeren Steuer.

Jedenfalls kann ein Verlust 2015 von 5.000,00 € keinesfalls die Lohnsteuer 2016 in gleicher höhe mindern.

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Kommentar von uppss101
12.08.2016, 09:22

>Jedenfalls kann ein Verlust 2015 von 5.000,00 € keinesfalls die Lohnsteuer 2016 in gleicher höhe mindern.

ich habe falsch formuliert, der Betrag, von dem dann die Steuer ausgerechnet werden soll, wird dann beispielsweise um 5000 EUR weniger...

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Du kannst die Aufwendungen für Arbeitszimmer etc. mehrere Jahre geltend machen, also verteilen, nicht mehrmals! Es wird grundsätzlich nichts verrechnet, und Du kannst auch nicht mehr zurückbekommen als du gezahlt hast.


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Kommentar von herja
11.08.2016, 11:02

Das ist ja nun vollkommen falsch!

Laufende Aufwendungen für das Arbeitszimmer sind Betriebskosten und die kann man natürlich geltend machen, wenn sie anfallen.

Es ist möglich Verluste aus dem Vorjahr vorzutragen und zu verrechnen.

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GANZ VEREINFACHT: Deine positiven Einkünfte (aus dem Arbeitsverhältnis) und deine negativen Einkünfte (aus selbständiger Tätigkeit) werden "saldiert". Auf das sich ergebende zu versteuernde Einkommen wird der Steuertarif angewendet und eine Steuer festgesetzt. Auf die festgesetzte Steuer wird der Lohnsteuerabzug angerechnet. Im vorliegenden Fall dürfte sich dann eine Erstattung der überzahlten Steuer ergeben.

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Kommentar von uppss101
11.08.2016, 11:02

Vielen Dank! Das kann ich, mich interessiert, was danach passiert.

Jahr 2015 = -5000 EUR Verlust insgesamt

Jahr 2016 = +10000 EUR muss an das Finanzamt beispüelsweise bezahlt werden

Findet eine Verrechnung statt...?

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Was meinst du mit "NEGATIVER BETRAG" aus deiner selbständigen Tätigkeit? Hast du einen Verlust gemacht? Und wie hoch wären deine Einkünfte aus der Angestelltentätigkeit? Ein Verlustvortrag würde sich nur dann ergeben, wenn der Verlust aus der selbständigen Tätigkeit höher wäre als deine Einkünfte als Arbeitnehmer. Der Sachverhalt ist hinsichtlich wesentlicher Punkte nicht gerade aussagekräftig. Wenn der "NEGATIVE BETRAG" der Verlust aus deiner selbständigen Tätigkeit darstellen sollte, könnten sich folgende Szenarien einstellen

Einkünfte aus selbständiger Tätigkeit 2015      - 5.000

Einkünfte als Arbeitnehmer 2015                     15.000

Gesamtbetrag der Einkünfte 2015                   10.000 Es kommt zu keinem Verlustvortrag. Allerdings dürftes du die gezahlte Lohnsteuer erstattet bekommen.

Oder: Einkünfte aus selbständiger Tätigkeit 2015     -20.000

Einkünfte als Arbeitnehmer 2015                                15.000

Gesamtbetrag der Einkünfte  2015                            - 5.000 In dieser Höhe würde ein vortragsfähiger Verlust für den Verlustvortrag festzustellen sein. Und die gezahlte Lohnsteuer bekommst du auch zurück. 

 

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Als Selbständiger nicht. Und wenn Du Verluste machst nach über 3 Jahren gilt das als Liebhaberei. Strom , Heizung werden nur geltend gemacht fürs Arbeitszimmer. 

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Kommentar von uppss101
11.08.2016, 10:56

>Strom , Heizung werden nur geltend gemacht fürs Arbeitszimmer. 
natürlich, deswegen 30%

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Kommentar von herja
11.08.2016, 10:58

Selbstverständlich auch als Selbständiger!

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Du meinst, du willst einen Verlustvortrag rüberschieben?

Sei vernünftig, geh zu einem Steuerberater.

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