Die Menschheit und das Böse

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Ich denke wir können was ändern und es ist auch nötig, so wie ich das sehe haben wir ernsthafte Probleme im Moment.

"Die Herrschenden werden aufhören zu herrschen, wenn die Kriechenden aufhören zu kriechen."
Friedrich Schiller

Ich denke die Wahrheitssuche ist hier was sehr wichtiges.

Ich denke die zwei Leute hier werden dich intressieren: 

Ken Jebsen ist Journalist und Daniele Ganser ist Historiker, wirken auf mich sehr vertrauenswürdig.

https://www.youtube.com/watch?v=PH3FnTXqGCw

Im SF-Film "Time Bandits" wird Gott gefragt warum er eigentlich das Böse erschaffen hat. Seine Antwort: "Weil ich sonst Probleme mit dem freien Willen gehabt hätte..."

Wäre alles ausschließlich nur gut, dann würde uns die Welt wohl nicht so sehr gefallen. Es gäbe ja dann auch gar nichts Gutes. Wie sollte man denn Gutes erkennen können wenn alles nur gut ist ? Die ewige Dualität gut-böse, morgen - abend, Mann-Frau, Frage-Antwort, EuStress - DisStress usw. gibt dem Leben erst einen notwendigen Kontrast ! Um eine gewisse Eigendynamik in der Welt zu haben ist auch Böses vonnöten - so herbe und ernüchternd das vielleicht auch klingen mag.

Vielleicht bist du doch ein Pessimist und damit ein Anhänger Schopenhauers. Bei Arthur Schopenhauer ist die Welt nicht besonders erquickend: sie ist ein grausamer, tyrannischer und egoistischer Wille (zum Leben), der, nur sich selbst verwirklichend, rücksichtslos vorwärts treibt und die Menschen versklavt. Nicht: Ich habe einen Willen. Vielmehr: Der Wille hat mich. Ich verkörpere nichts als reinen Willen zum Leben. Und egal, wie widerwärtig sich das Leben präsentiert, wie brutal es mir ins Gesicht schlägt und als wie sinnlos seine Güter sich erweisen, immer, immer treibt mich dieser Wille zu neuen Taten, lässt mich weiterstreben, gewährt Verschnaufpausen nur, um mich erneut in Schwung zu versetzen. Das Leben ist nicht lebenswert. Schopenhauer ist sich absolut sicher, dass sich jeder nicht für das Leben, sondern für die ewige Ruhe im Mutterleib entscheiden würde, wenn er vor der Geburt die Wahl hätte. Das menschliche Glück ist in der Welt einfach nicht vorgesehen. Das Einzige, auf das man spekulieren sollte, ist die Abwesenheit von Schmerz. Ausgiebig breitet Schopenhauer die Nichtigkeit und das Elend des Lebens vor seinen Lesern aus, zeigt, wie trügerisch jeder Optimismus ist, weist nach, dass die Welt den Menschen von vorne bis hinten auslacht und wegstößt, während er trotzdem vom Willen zum Leben beherrscht wird. Ein Trieb, der ihn ausnutzt, um ihn schlussendlich unter Qualen in den Tod zu speien. Schopenhauer empfahl, das Leben zu verneinen, sich die Welt abzugewöhnen, seinen Willen zu überwinden und sich in ekstatischer Gelassenheit rein anschaulich, als bloß noch sehendes „Weltauge“ zu verhalten. Durch diese "Dämpfung des Willens in sich" verringert sich auch das Leiden, ja man kann Mitleid mit anderen empfinden und die edleren Eigenschaften in sich zur Entfaltung bringen. Auf der Welt gibt es sonst nichts zu holen! Du kannst nur verlieren! Es lohnt sich nichts! Am Ende zahlst Du immer drauf! Das ruft Schopenhauer uns zu. Sicher kann der eine oder andere auf ein erfülltes Leben zurückblicken, aber am Ende seines Lebens - was erkennt der Zurückblickende (ganz im Sinne Schopenhauers)? Das "erfüllte Leben" versinkt im unermesslichen Abgrund des Vergessens. Im Grunde also war das ganze Streben, Sich-Aufreiben, immer neue Güter der Welt erhaschen völlig sinnlos. - Na ja, es gibt andere Auffassungen vom Leben, z.B. die optimistischere von Nietzsche! Aber die ist auch nicht besonders sympathisch; denn Nietzsche empfiehlt, man solle in sich nur den Willen zur Macht walten lassen und sonst nichts, vor allem keine Moral!

Warum ist es manchen Ländern so sauber (z.B. in Deutschland) und in anderen Ländern weniger (z.B. Frankreich, England...)?

Die Strassen, die Gebäude und die Infrastruktur insgesamt hier in Deutschland ist ja teilweise so sauber, dass man von der Strasse essen könnte...

Wenn man aber bei anderen Länder schaut wie z.B. Frankreich, England oder so, dann sieht das alles schon nicht mehr so sauber aus wie bei uns hier.

Warum ist das so? Das sind doch Länder, die mindestens genauso wohlhabend und fortschrittlich sind wie Deutschland - also müssten sie doch dazu in der Lage sein und sich die Sauberkeit auch leisten können...

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Ist das Böse substanzlos?

Liebe Community,

gehen wir mal davon aus, dass es einen bösen Gott gibt, der von Grund auf böse ist. Wäre dieses Böse in der Lage, die Liebe, die Vernunft, das Gute, die Weisheit etc. zu erschaffen, um nur so auszusehen? Wenn das absolute Böse existiert, dann müsste es ja gezwungenermaßen die Lebendigkeit selbst sein (es existiert ja schließlich). Gehen wir mal davon aus, dass das Böse ein perfektes System ist, das vorhat, die Menschheit zu quälen. Dann müsste es ja trotzdem zwei Dinge geben: 1. die Perfektion selbst; 2. die Qual, also der Schmerz; 3. die Lebendigkeit

Dann müsste es ja auch das Urvertrauen erschaffen haben, was ja mit Schmerzen verbunden ist (Schwangerschaft). Das wiederum macht Angst. Also hat es auch die Angst erfunden (auch ein Folterinstrument). Doch dann hat das Böse auch die Liebe erfunden. Nun stellt sich die Frage: Weshalb hat das Böse die Liebe erfunden? Wenn es die Lebendigkeit selbst ist, dann muss dieses Wesen die Liebe ja in seinem Wesen tragen, weil sie (die Liebe) aus ihr selbst entsprungen ist. Oder es gab die Liebe schon und es (das Böse) hasst sie (die Liebe). Dann wiederum müsste das Böse in der Lage sein zu hassen. Also wäre es wirklich in der Lage, Lebewesen zu quälen. Doch wenn das Böse die Existenz an sich ist, dann ist es ja im transzendenten Sinne "grenzenlos" und somit "komplett". Wenn es komplett ist, ist es makellos (perfektes böses System). Wenn es makellos ist, ist es die Schönheit selbst, weil es nicht einen einzigen Fehler hat. Wenn es komplett ist und in der Lage ist, Dinge zu erschaffen und zu handeln, muss es ja auch das Wissen selbst sein - denn ohne Wissen keine Handlung. Wenn es das Wissen selbst ist, muss es auch die Weisheit selbst sein. Weisheit wiederum kann man ja bei Menschen beobachten - je älter, desto weiser. Wer weise handelt, handelt klug und richtig, weil er Lebenserfahrungen gesammelt hat. Das Böse ist ja auch das moralisch Verwerfliche. Das wiederum muss bedeuten, dass es so etwas wie Moral gibt. Und wenn das Böse sogar Humor erfunden hat, muss es anscheinend selber ein Wesen sein, das lacht und zum Lachen bringt/bringen kann. Im Endeffekt gibt es das Böse. Das Böse ist halt das Böse. Böse ist Böse. Wenn es einen Gott gibt, wird es sagen: Das Böse ist Böse. Dieser Gott wäre quasi derselben Meinung, weil das Böse halt das Böse ist. Recht simpel, wenn man es versteht. Das Böse als System wäre quasi in sich selbst zusammengebrochen, weil das Gute ja auch immer stabil ist - das Böse wiederum nicht.

Doch was ist, wenn das Böse das Böse an sich ist, das wirklich in perfekter Form existiert und die Menschheit für immer und ewig quälen will? Wenn man darüber nachdenken kann, ist es vielleicht dann auch so? Das wiederum ist nur eine Angst. Angst ist halt einfach nur Angst. Das absolute Böse gibt es nicht. Das absolute Gute schon - das wiederum müsste Gott sein (ich glaube an Gott). Denn im Endeffekt ist Gott ein unveränderliches Wesen. Angst ist einfach nur Angst. Das Böse ein Auto.

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Was treibt dich an?

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Ich war untreu: Wie gehe ich damit jetzt um?

Was in Klammern steht, könnt ihr überspringen, wenn ihr es eilig habt.

Seit einigen Monaten bin ich(21) in einer festen Beziehung. Ich liebe ihn. Über alles. Und ich hätte es nie für möglich gehalten, aber ich habe eine Affäre mit einem anderen Mann begonnen.

(Hintergrund)

(Ihn kannte ich schon vor meinem jetzigen Freund, ich arbeite mit ihm zusammen und kurz nach unserem Kennenlernen stellte ich fest, dass ich ein bisschen verknallt in ihn war. Da er aber eine ganz andere Position hat und vom Alter her technisch gesehen mein Vater sein könnte, wehrte ich mich dagegen und unterdrückte das Gefühl. Als ich dann mit meinem Freund zusammen kam, dachte ich nur noch ganz selten an diesen Mann. Ich erfuhr schließlich, dass er das Unternehmen verlassen würde und das stimmte mich doch etwas missmutig. Ich hatte Angst, ihn aus den Augen zu verlieren.)

Nun flog mein Freund vor einigen Wochen wie so oft wegen Hobby und Beruf für einige Tage ins Ausland und zeitgleich fand in unserem Betrieb eine Feier statt. Um die Geschichte an dieser Stelle zu verkürzen, ich habe einiges getrunken und mich später mit diesem Mann unauffällig aus dem Staub gemacht. Wir verbrachten die Nacht miteinander. Dieser folgte bald eine zweite Nacht. Danach trafen wir uns oft, wenn mein Freund wieder nicht in der Stadt war. Nun aber ist dieser Mann weg, im Ausland für vier Monate und damit ist für mich diese Affäre auch beendet. Denn eigentlich bin ich glücklich mit meinem Freund.

(Meine Gefühle zu der ganzen Sache)

(Na klar, wie so viele Frauen bilde ich mir ein, dass er mich nicht so sehr liebt, und ich wünsche mir händeringend mehr Aufmerksamkeit, aber ihn deshalb betrügen? Das finde ich ganz furchtbar von mir, verabscheuungswürdig. Früher fand ich es immer absurd, von solchen Geschichten zu lesen, fand die Frauen kaltblütig, falsch, verdorben und unmenschlich. Nun bin ich plötzlich eine davon, die Böse. Ich ekel mich vor mir selbst so wie vermutlich auch einige Leser/innen jetzt gerade und würde mich abstoßendes Etwas gerne sehr, sehr schmerzhaft betrafen, doch ich weiß noch nicht wie.)

Was soll ich nun machen, meinem Freund die Wahrheit sagen, der schon oft erklärte, er würde mich beim kleinsten Fehltritt verlassen? Das Ganze totschweigen? Bisher weiß keiner außer diesem Mann und mir, dass da etwas war. Für mich hat die Affäre zwar ein bisschen etwas bedeutet, aber nicht so viel wie mein Freund es tut. Er ist der wichtigste Mensch in meinem Leben, wir haben in den letzten Monaten schon viel durchlebt und ich weiß einfach nicht, wie ich so schwach und erbärmlich handeln und seine Person so gemein mit Füßen treten konnte.

Hat einer von euch Erfahrung damit, wie man das mit sich selbst ausmacht? Wie man danach in den Alltag zurückkehrt? Wie man sich selbst dafür büßen lässt? Keine Ahnung. Ich bin so gestresst durch das alles, dass ich kaum einen klaren Gedanken zu fassen bekomme. Bitte helft mir. :-(

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Bin ich ein Misanthrop?

Hey Com,

Also, ich empfinde sehr große Verachtung für den Großteil der Menschheit. Ich hasse so ziemlich fast jeden Menschen auf dieser Erde. Ich halte die Menschheit für einen ekelhaften Pickel auf unserer Welt. Ich finde, die Menschheit ist von Grund auf einfach nur böse.

Es gibt nur wenige Menschen auf dieser Welt, die ich leide bzw liebe. Für den Rest empfinde ich einfach nur Verachtung. Es geht bestimmt anderen Menschen auch so wie mir. Aber ich will gar nicht so denken. Ich meine, ich bin selbst ein Mensch. Aber ich hasse mich selbst auch.

Bin ich wirklich ein Misanthrop ?

Wenn ja, was kann ich dagegen tun, um dieses schreckliche Denken abzulegen ?

Ist eine Therapie notwendig ?

LG

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