Die Meisten Ausländer sind sich nicht bewusst warum die in Deutschland Leben?

5 Antworten

Also, erst mal ist deine Terminologie nicht ganz verständlich. Ausländer = keine Deutschen. Migranten = Einwanderer. Menschen mit Migrationshintergrund = Nachfahren von Migranten.

Und die Antwort der Frage kommt doch sehr darauf an, wie die Familie über ihre Vergangenheit spricht und was sie darüber weiß. Wenn der Großvater eingewandert ist, dem Sohn aber nie etwas über die Gründe erzählt hat, wird der Enkel das auch nicht mehr erfahren, falls der Großvater schon gestorben ist.

Und Gründe dürften auch oft sehr individuell sein.

Ich denke nicht, dass man darüber eine pauschale Aussage machen oder auch erforschen könnte, maximal könnte man Gründe zusammentragen und dann zuordnen, wie viel Prozent der Vorfahren der heutigen Menschen mit Migrationshintergrund und der Einwanderer und der derzeit in Deutschland lebenden Ausländer welchen Grund für das Leben in Deutschland hatten/ haben.

Vermutlich müsste man das zur Auswertung noch anders aufschlüsseln: Nach Alter, Herkunftsland, Ausbildung, Familienstand etc. (falls jemand kam, weil er jemanden aus Deutschland heiraten wollte).

Ich sag's mal so: Oft wird's nie erwähnt und totgeschwiegen, weil es auch keinen interessiert und keiner danach fragt. Man ist da, wo man ist und wenn man nicht hier wäre, wäre man woanders. Woher und wieso, das interessierte eher die Generation, die das Heimatland noch kannte und die Sprache beherrschte. So geht von Generation zu Generation das Wissen verloren und irgendwann weiß es dann halt keiner mehr.

Vor 40-50 Jahren waren "Ausländer" in Deutschland meist typische Gastarbeiter und deren Nachkommen, die inzwischen oft schon wieder Nachkommen haben. So lässt sich meine Herkunft auch erklären, mein Opa war der typische Gastarbeiter aus Jugoslawien, arbeitete bei Opel, wollte eigentlich nach zehn Jahren zurück, dann lernte er aber eine Frau kennen, wurde Familienvater und holte diverse Verwandte auch hierher. Der Rest ist Geschichte.

Später kamen dann überwiegend Kriegsflüchtlinge/Asylbewerber, ggf. sogar Deserteure (weiß man's?) oder auch sehr gut ausgebildete und studierte Leute hinzu, die in ihrem Heimatland keinerlei berufliche Möglichkeiten hatten, weil es keinerlei Infrastruktur in dem Bereich und keine geeigneten Stellen gab. Ich weiß auch, dass einige Leute zum Studieren in andere Länder gingen; mir ist etwa ein Landsmann bekannt, der Anfang der 80er nach Stuttgart zum Kunststudium kam und geblieben ist. Der hätte in Jugoslawien nie ein solches Studium mit entsprechenden beruflichen Aussichten haben können. Oder eben auch Menschen, die einfach Geld verdienen mussten - oft ohne jegliche Ausbildung und Kenntnisse, die wurden dann typische Hilfsarbeiter. In vielen größeren Fabriken findet man sie noch, nicht alle haben die deutsche Staatsbürgerschaft.

Es war aber nicht immer nur Deutschland das Ziel - ich weiß auch von einigen, die es nach Schweden bzw. in skandinavische Länder gezogen hat oder in die USA.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Wenn die Vorfahren bereits nach D kamen - warum sind es dann Ausländer?

Sie sehen sich doch selbst als Ausländer... ich mit eingeschlossen

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@Dragonboy44

Hier geboren, hier aufgewachsen und wird auch hier begraben werden. = kein Ausländer

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Definitiv.

Väterlicher aus Sizilien

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Wenn es ihnen erzählt wurde, wissen sie es vermutlich.

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Ich liebe Deutschland

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