Die Meditation?

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5 Antworten

Ich muss immer wieder bissel schmunzeln bei diesen Fragen, kenne das auch aus dem privaten Bereich.

Bei mir persönlich hat das mit dem Meditieren (wirklich Mdeitieren) auch lange nicht funktioniert.

Viele versuchen meiner Meinung nach, da etwas mit ihrem Geist zu machen, was meiner Meinung nach völliger Quatsch ist. Man kann seinen Geist nicht mit seinem Geist zur Ruhe bringen.

In den Yogasutras von Patanjali wird ein 8 stufiger Weg zur Erleuchtung beschrieben und das ist quasi eine Anleitung zur Meditation. Dabei geht es um das erwecken der Seele, des göttlichen Aspektes in uns. Wird die Seele erweckt und bekommt mit der Zeit die Kontrolle über den Geist zurück, so wird dieser von selber Ruhig.

Es werden zunächst Verhaltensregeln genannt, vereinfacht, sei gut zu dir selbst und zu anderen. Dann folgt Asana, die richtige Sitzhaltung, die Wirbelsäule muss gerade sein, damit die Energie ungehindert fließen kann. Dann folgt Pranayama, Atemtechnik. Alle weiteren Punkte ergeben sich aus dem richtigen Pranayama, die Sinne werden auf das innere Zurückgezogen, es entsteht Konzentration dadurch, das die Energie verstärkt zu den höheren Chakras fließen kann, ist die Energie und Aufmerksamkeit großteils auf dem dritten Auge (oder Ajna-Chakra, Sahasrara) so versinkt man von Selbst in sich und dem strahlenden Licht der Seele und somit in Gott, was wahre Meditation ist und erreicht somit Samadhi (Erleuchtung). Also zumindest bei mir Funktioniert das so. Ich frag mich auch wirklich was viele Menschen da versuchen wenn sie "zwanghaft" versuchen sich zu Konzentrieren bzw. zu Meditieren. Die versuchen dann ernsthaft ihren Geist einfach so zur Ruhe zu bringen und werden meiner Meinung nach alle nen bissel Neurotisch. Glaub es gibt in kaum nen Bereich mehr verwirrte Menschen als im Spirituellen. Mit den richtigen Pranayama-Techniken entsteht von selber Meditation.

Dieser Weg geht aber auch nicht von heute auf Morgen. Im Prinzip versucht man z. B. beim Kriya zunächst das Energie-/Chakren-System zu reinigen. Dabei stellt man zunächst fest dass die innere Anspannnung nachlässt und die Energie immer mehr nach Oben fließen kann. Man nimmt sich und seine Problemfelder verstärkt wahr, der Geist wird aber ruhig und beurteilt nicht mehr allen Mist, so das man das was man hervorholt aus dem Unbewussten auch in Ruhe berachten und annehmen und so transformieren kann. Die Seele tritt dann immer stärker in Erscheinung (umso mehr man sich von seinen psychischen Blockarden/Problemen verabschiedet), man nimmt sie als ein Licht war in welchses man sich wunderbar versenken kann...Mit der Zeit sind die Blockarden weg und die Energie kann immer einfacher nach oben zu den höheren Chakras gebracht werden. Das hat aber weniger mit anstrengender geistiger Konzentration zu tun, sondern mit einem fließen lassen, der Geist wird von alleine Konzentriert, da die Bewegungen des Bewusstseins durch den richtigen Pranayama gestoppt werden.

Hat man all dem Müll aus seinem Energiesystem vertrieben, so stellt man fest, dass der Geist ruhig ist, nichts mehr mit einem in Resonanz geht, man ist einfach Ruhe und Frieden. Dann kann man auch wirklich im hier und jetzt sein, weil man alles was in der Vergangenheit zurückliegt für sich geklärt hat und um seine Zukunft weiss bzw. auf die unendliche Liebe jenseits der Schöpfung vertraut (im Gegensatz zu all den Psychos welche sich nie wirklich mit sich auseinander gesetzt haben aber ihrgend ein Esotherik-Buch gelesen haben und nun meinen, ich muss nur im hier und jetzt sein und alles ist gut, wobei sie immer gestörter werden...). Das Licht der Seele wird dann immer besser wahrnehmbar und man muss sich nur in sich selbst hineinfallen lassen (wie Gott, der ruht auch in sich selbst) und macht so die Erfahrung das die individuelle Seele sich mit der großen Seele (Gott) vereint und man so die Erfahrung von Gott macht, was Samadhi oder Nirvana ist.

Yoga ist die Stillegung aller Bewegungen des Bewusstseins, dann erstarhlt in dem Übenden das wahre Selbst, ansonsten identifiziert man sich mit den Bewegungen des Bewusstseins (mit diesen ersten Versen aus den Yoga-Sutras ist eigentlich schon alles gesagt....).

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Hallo, ich bin Buddhist und habe ein paar Jahre Meditationserfahrung. Hier habe ich ein paar Tipps für dich

.leider bin ich da noch ganz am Anfang und noch voller Unkonzentriertheit und Unruhe,

Ich behaupte die meisten Menschen haben, sofern sie sich nicht in eine Art Trance begeben, auch nach Jahrzehnten der Meditation immer noch diese Probleme.

Lass dich nicht durch das erhabene Äußere täuschen - manch einer in edler Sitzhaltung übersteht eine lange Sitzperiode während eines Seminars nur, indem er sein Tagtraum-Kopfkino anwirft und geistig alles mögliche macht - nur nicht meditieren. ;-)

Es gibt ja mehrere formen der Meditation

Ich würde sagen, es gibt verschiedene Techniken der Meditation

Die Meditation selbst ist keine Technik, sondern ein körperlich-geistiger Zustand entspannter Achtsamkeit, weder schläfrig noch überspannt.

Letztlich kann jede Handlung zur Meditation werden, wenn man sie achtsam durchführt. Beim Gehen, Laubfegen oder Putzen kann man beispielsweise die Bewegung mit dem Atem synchronisieren.

Sitzmeditation ist aber meiner Meinung nach die beste Grundlage, wenn man andere Aktivitäten meditativ üben will.

Achtsamkeitsmeditation (Vipassana) ist eine sehr gute Methode wie ich finde.

Ich selbst übe "Zazen" eine buddhistische Form der Sitzmeditation, bei der die Haltung eine besondere Rolle spielt.

Mir geht es [...]viel mehr darum mich selbst zu erkennen[...]

Mein Tipp lautet, keinerlei Erwartungshaltung zu haben: Wenn du irgendetwas erhoffst, sei es Entspannung oder geistige Klarheit, bist du nicht in der Gegenwart. also setze dir keine Ziele, denn diese sind immer außerhalb des Moments.

Meiner Erfahrung nach erwarten die Menschen oft, bestimmte Einsichten zu erlangen, also intellektuell etwas zu erkennen. Teilweise zeigen sich die Wirkungen der Meditation aber eher im Handeln und nicht im verstehen.

Man denkt vielleicht "diese Meditation war nichts...hab ständig rumgeträumt" und bemerkt dabei zB gar nicht, dass man anschließend nicht den Kaffee verschüttet, oder über die Türschwelle stolpert, wie das sonst der Fall ist.

Ich glaube es war Meister Dogen der sagte, bereits wenn man nur fünf Minuten übt, ist es, als ob die gesamte Menschheit üben würde.

Das "Erkennen" der eigenen Macken geschieht meiner Erfahrung nach eher außerhalb des Sitzens. Man hat also nicht plötzlich einen Geistesblitz, sondern die Praxis des Sitzens wirkt sich langfristig aus.

bei der Achtsamkeitsmeditation versuche ich leider unbewusst und sehr oft meinen Atem zu kontrollieren

Wenn du dich zu sehr konzentrierst, dann beginnst du auch zu kontrollieren. Also konzentriere dich nicht auf den Atem (auch wenn es oft so gesagt wird), sondern werde zum Beobachter des Atems.

Du atmest nicht - es atmet dich. Beobachte es einfach. Keine Bewertung.

"No effort - just be quiet"

Vielleicht kann ein Theravadin hier mehr zur Praxis des Vipassana sagen.

dann hab ich vermutlich Probleme mit meine Körperhaltung! ...welche mir manchmal etwas Rückenschmerzen beschert und ich korrigiere oft meine Haltung im Rückenbereich !

Rückenprobleme können mehrere Ursachen haben, und du hast Recht: Meist liegt es an einer schlechten Haltung.  In welcher Haltung meditierst du denn?

Bei allen Varianten des Lotossitzes ist es wichtig, auf einer festen Unterlage, wie einer fest zusammengefalteten Decke, oder einem Meditationskissen (Zafu) zu sitzen. Nur dann kann man die Knie auf dem Boden halten, ohne sich unnötig zu überspannen.

Dabei sollte man im vorderen Drittel und nicht in der Mitte des Kissens sitzen. Das Becken wird in diese Haltung ganz natürlich nach vorne gekippt. Meister Deshimaru sagte, man müsse den Eindruck haben, "als ob der After die Sonne betrachten wolle".

Auf einem Stuhl hilft unter Umständen ein Keilkissen dabei, die richtige Haltung zu bewahren, ohne sich anzulehnen.

Auspendeln: Am besten ist natürlich, wenn man sich so hinsetzen kann, dass es möglichst wenig Störungen gibt. Dabei hilft mir folgendes.

Setze dich in deine bevorzugte Haltung, lege deine Hände entweder im Dhyana-Mudra in den Schoß, oder als ganz lockere Fäuste auf die Knie.

Beginne dann, deinen Oberkörper nach rechts und links auszupendeln. Erst in großen, ausladenden Pendelbewegungen. Dann laß sie immer kleiner werden, wie ein Pendel das immer langsamer schlägt. Schließlich sitzt man ganz zentriert.

Haltungsänderung Manchmal ist das Gefühl so unangenehm, dass man die Haltung nicht nur ein wenig lockern, sondern sie ganz verändern muss.

Ich mache davor immer Gassho, die Verneigung mit aneinandergelegten Händen, weil man sich so mehr seiner Handlung bewusst ist, anstatt unruhig irgendwie rumzurutschen um sich zu korrigieren. Wenn ich wieder richtig sitze, mache ich erneut Gassho und übe weiter.

Das fördert einfach die Achtsamkeit und man hat nicht das Gefühl, aus der Meditation gerissen zu werden, nur weil man etwa die Beine entknotet.

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Enzylexikon 14.11.2015, 15:48

Sonstiges

Mir geht es noch nicht mal unbedingt um ein "wahres Ich", sondern eher darum einen Punkt in mir zu finden, an dem ich mir selbst bewusst werde was in mir vorgeht und auch warum und das ganze eben so zu nehmen wie es wirklich ist ! ...nicht darüber zu urteilen, oder nach dem großen "WARUM" fragen, sondern einfach erkennen und akzeptieren!

Ausgezeichnet! Sehr selten, dass ich so etwas lese.

Ich denke, du hast eine gute Motivation.

Als wichtig sehe ich es auch an, nicht nur "keine Erwartung" zu haben, sondern auch, das eigene Sitzen nicht zu bewerten.

Es gibt keine "gute" oder "schlechte" Meditation, egal wie unzufrieden man sein mag - schon alleine dass man die Disziplin aufbringt zu üben, ist der eigentliche Gewinn.

Natürlich sollte man etwa Haltungsfehler korrigieren, aber selbst solch ein Fehler ist nicht schlecht - denn er zeigt, dass es beispielsweise noch Anspannung gibt.

Also mache dir dein "Sitzen" nicht selbst madig - dass du übst, ist das entscheidende, nicht Erfolg oder die scheinbare Qualität der Geistestiefe.

Hier noch ein wenig zur Haltung.

Der Körper spiegelt den Geist und der Geist spiegelt den Körper.

Wenn du unkonzentriert bist, hast du eine schlaffe Haltung. Bist du zu angespannt, wirkt auch deine Haltung verkrampft.

Umgekehrt wirkt sich eine gute körperliche Haltung auch positiv auf deine geistige Verfassung aus.

Wenn man die Hände im Dhyana-Mudra hält, sieht man es besonders gut an den Daumen:

Ist man zu angespannt, pressen sie gegeneinander, die Haltung wirkt dreieckig. Ist man zu nachlässig, fallen sie nach unten zusammen.

Will man also wissen "Woran  haperts gerade?" dann reicht es oft, auf die Daumen zu achten. ;-)

Kurze Hinweise zur Haltung die mir immer wieder helfen, selbst wenn ich alleine übe, sind die drei Folgenden:

"Schultern fallenlassen" (wenn man angespannt ist, zieht man sie oft hoch)

"Mit dem Knie gegen die Erde und dem Kopf gegen den Himmel stoßen" (gegen eine schlaffe Haltung).

"Kinn zurückziehen" (gegen eine Kopfhaltung wie ein Neandertaler).

z.b. Es gibt ja mehrere formen der Meditation, ...welche davon könnte die richtige für mich sein, oder wie finde ich das heraus ?

Natürlich sagt man gerne einfach mal "Ausprobieren". Allerdings hast du ja schon selbst gesagt, welche Dinge dir wichtig sind und welche nicht.

Du kannst also schon einmal alles aussortieren, was "Kontakt zum Überbewusstsein", oder "höhere Bewusstseinszustände" verspricht.

Da irgendwelche esoterischen Versprechen ohnehin gerne von zweifelhaften Gruppen genutzt werden, um Menschen zu ködern, vermeidet man so auch gleich den Kontakt zu diesen Kulten.

Trotzdem nochmal der Hinweis:

Solltest du mal einen Kurs machen wollen, egal zu welcher Meditationstechnik, informiere dich über den Lehrer, den Verein und den Veranstalter.

Googlen nach "<Gruppenname> Sekte" und "<Lehrername> Sekte" können dabei helfen, sich vorab ein Bild zu machen.

Nur weil jemand mit Dutzenden Titeln bezeichnet wird, sich  sehr bescheiden gibt, oder er bei asiatischen Lehrern gelernt hat, bedeutet nicht, dass er kein manipulativer Zeitgenosse ist.

Solltest du noch Fragen haben, helfe ich gerne weiter. :-)

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...Also ist es zur Zeit vermutlich nicht der beste Moment um mich mit Meditation zu beschäftigen! 

Ich habe zur Zeit ein absolutes Chaos im Kopf! ..wegen Trennung, Unwissenheit, Selbstzweifel, Trauer, Wut, das ständige überlegen ob es nicht doch wieder wird, die frage wer ich eigentlich bin... und die ganze Palette an schlechten dingen!

Wenn ich mal in mich gehe und mich frage "warum Meditation", dann ist die Antwort darauf wohl klar! ...weil ich vermutlich die oben genannten dinge aus meinem Kopf haben will und insgesamt ruhiger werden möchte!

...was aber dann schon wieder eine Erwartung  zu viel ist !

Das mit den Yogasutras klingt interessant, allerdings bin ich schnell skeptisch wenn ein "göttlicher" Aspekt ins spiel kommt! ....aber naja!

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mein einfacher und ernstgemeinter ratschlag: höre dir einen kostenlosen vortrag über wirkung und funtionsweise der transzendentalen meditation an und entscheide dann, ob das was für dich ist. ich selber praktiziere diese technik jetzt mit gutem erfolg seit fast 50 jahren, nachdem ich vorher alle möglichen (und unmögchen) selbstversuche gemacht hatte, und kann sie mit gutem gewissen jedem empfehlen. du kannst dir damit viel zeit- und energieverschwendung mit nutzlosen versuchen ersparen. diese methode ist völlig natürlich und mühelos und daher effektiv. siehe: meditation.de

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Guten Tag. Ich kann hier keine speziellen Formen der Meditation nennen, ich persönlich meditiere aber mehrmals die Woche und das seit ca. 1 Jahr. 

Ich hoffe du notierst dir dein Denken, Handeln und Verhalten, denn das ist sicherlich die Voraussetzung für dein Ziel.

Aus einem Jahr Meditation kann ich dir aber sagen, dass du deutlich fokussierter wirst und immer öfter Geistesblitze in diese Richtung erhälst. Ich bin sicherlich auch durch die vielen Meditationen viel entspannter und glücklicher geworden.

Und ich bin gespannt, wo das noch hinführt. Viel Glück auf deinem Weg.

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