Die Lüge schadet dem Lügner. Doch inwiefern/ warum schadet sie?

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9 Antworten

Mal rein praktisch gesehen:

Man kann alle Menschen eine Zeit lang belügen. Man kann auch einige Menschen auf Dauer belügen. Nie aber wird man alle Menschen auf Dauer belügen können.

Anders gesagt: Lügen habe kurze Beine, man kommt nicht weit damit. Früher oder später wird man als Lügner erkannt und dann hat man mit sozialen Problemen zu kämpfen. Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht, auch wenn er dann die Wahrheit spricht.

Als Lügner genießt man kein Vertrauen und ohne Vertrauen der anderen wird das Leben viel schwieriger und nur selten auf Dauer erfolgreich. Dadurch schadet sich der Lügner selber.

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Kommentar von Daelyria
19.03.2016, 22:43

bei dem was bei mir abgeht kommt haargenau das Gegenteil raus. Da wir als die Lügner und verätter gelten...was echt nicht wirklich stimmt da wir die jenigen waren die Veraten wurden .

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Vielleicht hättest du angeben sollen, woher diese Aussage stammt. Ist es eine Redewendung, ein Zitat? Denn zunächst einmal würde ich sie in ihrer Allgemeingültigkeit anzweifeln. Lüge gehört zum Menschen und wenn man es wissenschaftlich untersucht, dann wird in einer Smalltalk-Situation alle 10 bis 20 Minuten gelogen, d.h. die Unwahrheit gesagt. Es gibt aber sicher solche Lügen und solche. Zunächst einmal kann man feststellen, dass Lügen gar nicht so einfach ist. In der Kriminalistik gibt es die Aussagenpsychologie und die meisten konstruierten Lügen lassen sich schon formal erkennen. Wer als Alibi behauptet, einen Film im Kino angesehen zu haben, ist immer der Lüge zu überführen. Und wer einen Seitensprung ableugnen möchte, verheddert sich auch ziemlich zuverlässig in seinen falschen Behauptungen. Vor allem, wo es um Vertrauen geht, kann man deine Aussage vermutlich bestätigen. Wer einem Partner, der ihm vertraut in einer entscheidenden Sache die Unwahrheit sagt, fängt an, dieses Verhältnis zu unterminieren. Wenn man flunkert, warum man keine Lust dazu hat, z.B. zu einer Geburtstagsfeier zu kommen, hat das wohl kaum schädliche Folgen. Es ist besser, wenn man nicht sagt, dass einen die Leute langweilen oder anwidern. Vor ein paar Jahren hat ein Journalist ein Experiment gemacht, und nur die Wahrheit gesagt. Nach einiger Zeit hat er Freunde verloren und seine eigene Freundin hat ihn nach nur 40 Tagen gebeten, den Scheisz aufzugeben. Immerhin hat es für ein Buch gereicht. Der Titel ist mir im Moment nicht erinnerlich. Aber es gibt ja Google, ich glaube das ist es: http://www.pflichtlektuere.com/03/06/2010/40-tage-ohne-luegen-buchautor-juergen-schmieder-hat-es-versucht/

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Kommentar von Kantpetra
21.02.2016, 18:30

Diese Aussage stammt von Leszek Kolakowski. Er war ein polnischer Philosoph. Mein Dozent brachte mich darauf und nun versuche ich dieser Aussage nach zu gehen. 

Bei dieser Frage geht es ehr um bedeutendere Lügen. Lügen, bei denen man ein Lügenkonstrukt aufbauen muss. Ähnlich wie du erwähnt hast bei einem Seitensprung etc. Vielleicht hätte ich das genauer äußern müssen. 

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  • Eine Lüge schadet nicht psychisch und schon gar nicht physisch -- wie meinst du das eigentlich? Wieso sollte ein körperlicher Schaden eintreten? 
  • Lügen schadet vor allem der Reputation -- also wie andere über uns denken.
  • Der Mensch ist ein "soziales Tier" und die Beziehungen zu den Mitmenschen sind wichtig. Unser Wort zählt nur dann etwas, wenn andere überzeugt sind, dass wir verläßlich sind. Wer häufig lügt, betrügt und schummelt, dem glaubt man nicht mehr und der wird es schwer haben, Menschen zu finden, die sich mit ihm umgeben wollen.
  • Lügen schaden daher ganz besonders dem Lügner selbst, wenn sein Ruf dadurch ruiniert wird.
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Ich persönlich bin mir nicht sicher, dass die Lüge psychisch oder physisch schadet. Sonst gäbe es kaum noch Politiker. Auf der anderen Seite kann eine Lügen einen heftigen emotionalen Druck erzeugen, ein Schuldgefühl. Schuldgefühle können auch körperlich krank machen.  Manchmal lügt man eben - es kommt vor - manchmal ist man auch nur unehrlich und verkauf es als "Rücksichtnahme" oder "Diplomatie".  Man muss auch zu sich selber stehen und dazu stehen, dass man gelogen hat und etwaige Folgen beachten bzw. bedenken.

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Kommentar von Kantpetra
21.02.2016, 18:18

Danke für die Antwort. Doch von dem Schuldgefühl kommt man doch darauf, dass es schon eine psychische Belastung ist. Also abgesehen davon, dass es einen nicht körperlich sonder psychische Krank macht. Verstehst du wie ich das meine? 

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die Lüge schafft zwei Welten; die eine nach draußen, die andere innen, für einen selbst. Das Ausbalancieren, ob verbal oder nonverbal, bleibt immer anstregend, da die innere Seite stets wachsam sein muß, dass die Wahrheit im wahrsten Sinne des Wortes nicht raus kommt.

Hinter und in der Lüge ist viel eigene Energie gebunden, weil etwas versteckt wird, werden soll. Ein Regulativ in uns weiß aber, das da was faul ist. Diese ständige Stresssituation kann Schäden verursachen, denn, wir wissen, wie wohltuend es ist, wenn die Wahrheit gesagt ist. Damit fällt auch die in der Lüge gebundene Energie wieder an uns zurück; Wir sind erleichtert. 

nun, es gibt auch Zeitgenossen, die augenscheinlich und unbewegt lügen können, dass sich die Balken biegen. Ich denke, die haben nur eine größere Kapazität, unterliegen aber auch genannten Mechanismen.

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Weil man normalerweise gelernt hat, dass es falsch ist, das Vertrauen des Gegenübers zu missbrauchen. Man weiß, wie derjenige reagiert, wenn man ihm von der Lüge erzählt oder lebt mit dem Risiko, dass dies irgendwann von selbst herauskommt. 

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Lüge ist schlimm, weil sie trennend wirkt:

sie trennt den Lügner vom Betrogenen und alle Beide von der Wahrheit. [Autor?]

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Philosophiefragen hier? Na dann mal viel Glück!

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Kommentar von Kantpetra
21.02.2016, 18:15

Man kann es ja mal wagen. ;)

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Die Lüge schadet weder psychisch noch physisch, warum sollte sie auch? 

Wenn jemanden anlüge, könnte es höchstens Folgen haben. Aber die Lüge schadet direkt nicht. 

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Kommentar von Taimanka
21.02.2016, 18:18

sehr einfach gehalten

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