Die Leiden des jungen Werthers Gegenüberstellungen?

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1 Antwort

Werther“: Gegenüberstellungen:
Natur/Einfachheit <=> Unnatur der Adelsgesellschaft (Privilegien, in Adelsbriefen festgeschrieben)

Werther repräsentiert die natürliche, unverfälschte Einstellung, auch Kinder und einfache Menschen der Unterschicht gehören dazu  -  die Adligen (im 2. Teil des Romans) repräsentieren die unnatürliche, durch Adelsprivilegien und Adelshochmut gekennzeichnete Klassengesellschaft.

[Genie <=> Philister?] Wer ist ein Genie? Werther nicht! Als
Genies galten den Stürmern und Drängern Shakespeare, Homer,
Klopstock. - Wer ist Philister? Das sind kleinbürgerliche, bornierte
und völlig unpoetische Menschen. Wo ist so einer im „Werther“?
Bürgerliche, die nach Ordnung streben, gibt es: Albert, der Amtmann,
der Gesandte; man wird sie aber schlecht als Philister / Spießbürger
bezeichnen können.

Deshalb folgende Gegenüberstellung:

Gefühlsmenschen - Bürgerliche (Ordnungsmenschen)

(Werther, dann der leidenschaftliche Knecht, der wegen seiner Liebe zu seiner Herrin zum Mörder wird, und mit Abstrichen auch Fräulein von B., eventuell auch (teilweise) Lotte, denn sie erwidert ja Werthers Leidenschaft, vermeidet aber den letzten Schritt, verbleibt im bürgerlichen Ordnungssystem (= wird alles am Schluss deutlich)  -  gegen (Bürgerliche:) Albert, der Amtmann, der Gesandte, wohl auch Wilhelm, die (verstorbene) Mutter von Lotte

Gut, gut. Da hast du echt was geliefert. Hoffe, du kriegst ein danke.

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