Die Landung macht immer der Co-Pilot. Häää?

6 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Hallo,

wo oder von wem hast Du denn das gehört? Von den digitalen Plappermäulchen im Internet, die nicht wirklich einen Plan vom richtigen Leben haben?

Grundsätzlich können sowohl Kapitän als auch Copilot starten, fliegen und landen. Ist ja logisch, sonst würde der Job ja keinen Sinn machen. Standardmäßig sprechen sich die beiden vor dem Flug ab und jeder übernimmt einen Leg als PF (Pilot Flying) und der andere arbeitet als PNF (Pilot Non Flying) zu.

Das macht auch Sinn. Schließlich schreibt der Gesetzgeber in seiner Vorschrift, in diesem Fall der EU-OPS vor, dass jeder Pilot eine bestimmte Anzahl von Starts und Landungen zu absolvieren hat. Zur Info gibt es hier den passenden Paragraphen:

"OPS 1.970 - Fortlaufende Flugerfahrung (Seite L 254/171)

a) Der Luftfahrtunternehmer hat sicherzustellen, dass

  1. ein Pilot nur dann als Mitglied der zugelassenen Mindestbesatzung — entweder als steuernder oder als nicht steuernder Pilot — eingesetzt wird, wenn er innerhalb der letzten 90 Tage drei Starts und drei Landungen als steuernder Pilot in einem Flugzeug oder einem Flugsimulator desselben Musters/derselben Klasse durchgeführt hat, ..."

Du siehst, die OPS macht keinen Unterschied zwischen PIC und COP. Beide haben die gleichen Vorgaben zu erfüllen.

Deshalb sind alle Angaben, die irgendjemand einfach mal so macht, immer mit Vorsicht zu genießen.

Danke für den Stern!

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Vo-Piloten sind nicht immer nur welche die die ersten flüge oder so machen...meistens sind die co piloten sogar erfahrener ...oder gleich erfahren ...

Nein, das ist falsch. Beide (oder bei langen Strecken alle drei oder gar vier) sprechen sich ab, wer startet und wer landet. Machmal macht einer beides, manchmal wechselt man zwischendurch. Beide können alles, damit man den anderen im Notfall auch vertreten kann.

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