Die KKH behauptet, 50% aller Arztbesuche seien unnötig. Glaubt ihr das?

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20 Antworten

Es ist bekannt und auch erwiesen, dass  es  in Deutschland in der Tat übermäßig viele und auch oft unnötige Arztbesuche gibt.

Wenn man z.B. die Arztbesuche in den  skandinavischen Länder betrachtet, dann liegen wir hier in Deutschland weit über dem Durchschnitt dessen was angebracht und notwendig ist.

GF ist eine Ratgeberplattform und niemand sollte und  wird sich hier -ohne den Menschen und dessen Befund zu kennen - so weit aus dem Fenster lehnen und Ferndiagnosen stellen.

Ich will hier niemand zu Nahe treten, allerdings stelle auch ich hier immer wieder fest, dass der logische Menschenverstand, gerade auch bei medizinischen Fragen, wenig eingesetzt wird.

Lg

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Sollte man darauf verzichten, hier bei jeder Gesundheitsfrage zu einem Arztbesuch zu raten?

Damit wird es wohl nicht zusammenhängen. Hier kann man meist auch schlecht wie schwerwiegend die Symptome bei der Person wirklich sind. Daher ist der Rat auf einen Arzt meist auch angebracht.

50% ist in meinen Augen etwas hochgegriffen. Es gibt jedoch viele die nur zum Arzt gehen um sich krankschreiben zulassen.

Andere sind Hypochindrier die sich oft beruhigen lassen wollen, dass sie doch nichts ersntes haben. Diese sind nur schwer davon abzuhalten.

Dann gibt es noch die, die einfach etwas abklären lassen wollen um eine ernste Ursache auszuschließen. Hier halte ich es für besser lieber einmal zuviel zum Arzt zugehen, als einmal zuwenig. Natürlich sollte man dass auch nicht wegen jeder Kleinigkeit machen.

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Die % Zahl kann ich nicht bestätigen.Wenn ich aber sehe,wer zum Arzt geht,und höre wer wie oft und wegen welchen Beschwerden einen Arzt aufsucht,dann muß es eine respektable Größe sein.Aber...es gibt viele Menschen,die sich auch gut selber heilen können,aber die entscheidende Krankheit nicht erkennen,und einen Arztbesuch verschleppen.Die KKH verkennt also,das sich möglicheweise hier Schwerpunkte und Kosten verlagern,aufzurechnen wären.Hier muß mehr Aufklärung betrieben werden,welche Symptome klinisch bedrohlich sind=> Notarzt,bzw.Krankenwagen,und welche erheblich sind und einen alsbaldigen Arztbesuch erfordern.Beste Grüße

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Ich erlebe, daß Menschen vermehrt kein Gefühl mehr dafür besitzen, wann eine Dysfunktion im Körper behandlungspflichtig ist. Ganz oft auch erlebe ich, daß sich Menschen gar nicht selbst zu helfen wissen.

Vielleicht resultieren daraus auch vermehrt unnötige Arztbesuche?



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Ich war seit bestimmt 10 Jahren nicht mehr bei einem Arzt. Und das lag nicht daran, dass ich nie krank war.

Ein gripalen Infekt oder ne Mandelentzündung muss man mir nicht diagnostizieren. Das merkt man selbst. Und wenn man sich schont und pflegt müssen auch nicht immer Antibiotika her (Sollte in Extremfällen der Weisheit letzter Schluss sein).

Wenn ich dagegen sehe, für was meine Frau ewig zum Arzt rennt :D dann glaub ich der Statistik sofort. Die Leidensbereitschaft ist in unserer Zeit gleich null. Jedes kleine Symptom muss sofort kriegerisch bekämpft werden. Egal ob sinnvoll oder überhaupt wirksam.


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Ich habe dazu heute auch einen Beitrag im Radio gehört. Und da geht es auch darum, dass man häufig erst beim falschen Arzt landet. Also quasi erstmal beim Allgemeinarzt, der eine dann erstmal für den HNO eine Überweisung gibt. Somit war der erste Arztbesuch quasi unnötig, denn man hätte ja auch gleich zum Spezialisten gehen können. Und da kommt schnell so eine Statistik zu Stande. 

Ich finde auch nicht, dass man für jede Kleinigkeit zum Arzt rennen sollte, aber es ist doch grundsätzlich immer besser Dinge abchecken zu lassen, als sich vor einem "unnützen" Arztbesuch zu fürchten und dann möglicherweise die Krankheit nicht frühzeitig behandeln zu lassen.

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Ich denke auch, dass einige Arztbesuche unnötig sind. Vor allem in der Notaufnahme sind immer mehr harmlose Patienten mit Erkältung oder sonstigen Leiden, die man zu Hause behandeln kann. Deswegen würde ich nur zum Arzt gehen wenn es mir wirklich schlecht geht oder ich mich routinemäßig durchchecken lasse.

Denn wenn ich mit jeden kleinen Wehwechen zum Arzt gehe, sorge ich nur dafür, dass er noch mehr zu tun hat und am Ende alle darunter leiden (Wartezeiten, Fehler des Arztes wegen zuviel Arbeit, etc.)

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Sollte man darauf verzichten, hier bei jeder Gesundheitsfrage zu einem Arztbesuch zu raten?

Ich denke nein, wenn die Symptome wie die einer Erkältung, Schnupfen... (also wo ein Krankheitsbild klar ist und die Diagnose leicht ist) ausgeschlossen sind, ist ein Arztbesuch sicherlich notwendig.

Aber da hier im Forum sicherlich keiner eine "Kristallkugel für Ferndiagnosen" hat, würde ich jedem zu einem Arztbesuch raten.



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Wenn ich mal krank bin Fieber/Erbrechen oder was in die Richtung gehe ich eigentlich nur zum Arzt weil ich eine Krankmeldung brauche. Ansonsten bräuchte ich da überhaupt nicht hin

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naja, ich sag mal so, lieber einmal zu oft als hinterher schnell gestorben weil man ja so tapfer war.  

ich persönlich gehe nur wenn ich muss, also um meine medikamente abzuholen, weiß ja was ich habe, das muss aber kontinuierlich beobachtet werden um die verschlimmerung einzudämmen. bei grippe oder wie eben momentan rachenentzündung, oder bei einer verstauchung, gehe ich normal nicht, das kurier ich meist zuhause aus, maximal krankenstand schreiben lassen wenn notwendig. 

ich verstehe jedoch wenn man zum arzt geht weil man erstmal nicht versteht was los ist und woher das kommt, googlen bringt ja nur bedingt was, hat man ja gleich alle arten von krebs, unglaublich beruhigend ;) 

ich dachte erst dass ich eine neue hüfte brauche, fühlt sich wie gebrochen an, heute weiß ich dass das meine skoliose und der bandscheibenschaden ist der da ausstrahlt. es ist nicht immer alles so wie es scheint ^^

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Das ist ja eine ganz ganz schön freche Behauptung. 

Ich gehe ganz sicher nicht wegen einem Schnupfen oder Husten zum Arzt, außer es wäre eine ausgewachsene Grippe und ich benötige eine Krankmeldung. 

Wenn ich zum Arzt gehe, dann entweder, weil ich wirklich krank bin, oder zur Vorsorgeuntersuchung, oder zu bestimmten Untersuchungen, die ich einfach machen muss, WEIL ich an verschiedenen Erkrankungen leide.

Und es ist auch gar nichts dagegen einzuwenden, wenn jemand zum Arzt geht, wenn er nichts hat, um sich einen Rat zu holen, oder abzuklären, ob irgendwas ist.

Man sollte lieber einmal zu oft zum Arzt, als einmal zu wenig, denn der Letztere bezahlt das vielleicht mit seinem Leben!

Wenn uns die Krankenkassen jetzt noch vorschreiben wollen, wie oft wir zum Arzt gehen dürfen, dann würde ich schätzen, dass die Todesrate in den nächsten Jahren steigt.

Aber das ist es wohl, was sie erreichen wollen, weil die Leute heute viel zu alt werden.... . 

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Eine Erkältung dauert ohne Arztbesuch eine Woche, mit Arztbesuch 7 Tage.

Mit Sicherheit wird viel zu oft, besonders wegen Kleinigkeiten, sofort ein Arzt konsultiert. Was aber in unserer Arbeitswelt auch nicht verwunderlich ist. Ist man erkältet und kann nicht arbeiten muss man zum Arzt um sich krankschreiben zu lassen.

Ein weiteres Problem ist das Facharzthopping ohne Überweisung vom Hausarzt, welcher eigentlich wie die Spinne im Netz über die Befunde wachen sollte.

Notaufnahmen, gerade am Wochende, werden verstopft durch leicht Erkältungserscheinungen die mit Ruhe und Pflege auch warten könnten bis zum nächsten Werktag.

Vorsorgeuntersuchungen führen dazu das "Krankheiten" festgestellt werden mit denen die Person glücklich und ohne Einschränkungen bis zu seinem natürlichen Lebensende leben könnte, aber dennoch behandelt werden.

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Kommentar von ArchEnema
14.09.2016, 12:56

Ist man erkältet und kann nicht arbeiten muss man zum Arzt um sich krankschreiben zu lassen.

Sehr richtig. Ohne Krankschreibungen hätte ich vmtl. 80% weniger Arztbesuche. Meist ist es ja doch ein Virus, bei dem man außer Abwarten nix tun kann. Und Tee und Ibuprofen gibt's auch ohne Rezept...

Aber dafür sitzt man dann anderthalb Stunden im Wartezimmer und verteilt noch Erreger (oder fängt sich welche ein) und bindet Resourcen...

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Ja ich glaube 90% meiner arzt besuche waren unnötig. Einmal war es nötig, als ich ohne arzt gestorben wäre, ich hatte damals 42,5 grad fieber. Sonst wär ich immer auch ohne arzt gesund geworden

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Glaube ich sofort. Eher noch mehr. Problem dabei ist, dass man das ja vorher nicht wissen kann... Insofern lieber einmal zu oft als einmal zu wenig zum Arzt.

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Kommentar von bodyguardOO7
14.09.2016, 12:08

Genau - Du würdest auch nicht Lotto spielen wenn Du vorher wüßtest dass Du nichts gewinnst.

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Was ich glaube, steht auf einem anderen Blatt. 

Aber es gibt tatsächlich Leute, die wegen jeder Kleinigkeit zum Arzt gehen. 

Ich dagegen habe eher eine Arztphobie. Und gehe nicht  mal, wenn es notwendig wäre. 

Es wäre Quatsch, jetzt zu sagen, dass man nur noch bei der Hälfte der Beschwerden zum Arzt gehen soll. Nur ein Arzt kann entscheiden, ob es medizinisch notwendig war, oder nicht. 

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Das kommt doch auf die Fragestellung an.

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Das kommt drauf an

Eine Freundin meiner Mama geht weger jeden Kleigkeit um Arzt, aber das bringt nichts da ihre Beschwerden Psychischer Natur sind

Kein Arzt hat etwas bei ihr gefunden sie ist Kerngesund

Aber wenn man Fieber, oder eine extreme allergischer Reaktion etc. hat muss man schon zum Arzt

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Wenn man sich mal die alten Leute anschaut, die schon beinah jede Woche zum Arzt rennen und dort ihren Kaffeeklatsch abhalten, glaube ich das.

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Eigentlich schon, aber lieber würde ich ein paar mal zu oft zum Arzt rennen, als einmal zu wenig.

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