Die Katze eines nachbarn verletzt und jetzt?

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8 Antworten

Weswegen hat sie ihn denn angezeigt, wegen welcher Straftat?

Schadenersatz hat nix mit einer Anzeige zu tun.

Dein Vater sollte sich mit der Nachbarin einigen, nicht wegen deren Kontakte zum Tierschutz, niemand wird glauben, daß er die Katze absichtlich verletzt hat, da hätte er sie ja persönlich unter die Messer halten müssen, aber um der guten Nachbarschaft willen und weil es deinem Vater hoffentlich leid tut, die Katze verletzt zu haben, sollte er zumindest eine Kostenbeteiligung anbieten, sagen, daß es ihm leid tut und sich erkundigen, wie es der Katze geht. So macht man das unter Nachbarn.

Wie konnte die Katze denn unter die Messer kommen, bzw. wie wurde sie denn verletzt? Jede gesunde Katze haut doch ab, wenn ein Rasenmäher kommt?

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Kommentar von MaggieundSue
29.09.2016, 12:10

Nee, leider gibt es hin und wieder Katzen, die such ducken und still sitzen bleiben.....

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Hallo,

ich frage mich gerade, wie man eine Katze aus Versehen mit einem Rasenmäher verletzen kann? Die bleibt doch nicht sitzen, bis man mit dem Mäher angefahren kommt?

Zweitens: wenn es euer alleiniger Garten ist (?), was hat die Nachbarskatze denn in eurem Garten zu suchen?

Es ist völlig und absolut belanglos, ob die Frau gute Kontakte zum Tierschutz hat. Eine Anzeige erfolgt immer bei der Polizei - da hat der Tierschutz so gar nichts mit zu tun. Und dann müsste die Frau auch erst einmal belegen, WIE man eine Katze mit einem Rasenmäher absichtlich verletzt und dieses auch beweisen.

Wenn dein Vater eine Privathaftpflichtversicherung hat (davon gehe ich aus), sollte er dieser den Vorfall melden. Diese wird sich dann darum kümmern, ob die Ansprüche der Frau berechtigt sind oder nicht.

Und wenn dein Vater ein gutes Gewissen hat (davon gehe ich auch aus), dann kann er auch einer möglichen, aber nicht wahrscheinlichen, Anzeige locker und ruhig entgegensehen.

Frage bleibt dann immer noch: Was hat die Katze in eurem Garten zu suchen? Dort gehört sie nicht hin und daher muss sich die Frau dann auch eine Teilschuld zurechnen lassen.

Gutes Gelingen

Daniela

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Kommentar von Bernerbaer
29.09.2016, 12:33

Frage bleibt dann immer noch: Was hat die Katze in eurem Garten zu suchen?

Ich finde solche Aussagen einfach voll daneben und absolut realitätsfern.
Selbst gesetzliche Regelungen sind nicht eindeutig.

Geht man nach § 906 BGB, wonach der Eigentümer eines Grundstücks von einem anderen Grundstück ausgehende Einwirkungen nicht verbieten kann, soweit dadurch die Benutzung seines Grundstücks nicht oder nur unwesentlich beeinträchtigt wird. Dabei wird bei der Frage der Wesentlichkeit darauf abgestellt, ob die Benutzung des anderen Grundstücks ortsüblich ist und nicht durch Maßnahmen verhindert werden kann, die den Nachbarn wirtschaftlich zumutbar sind.

oder

Das Landgericht Darmstadt gab dem Grunde nach den Grundstückseigentümern recht. Eine Beeinträchtigung des Eigentums habe bereits im Betreten der Katzen vorgelegen. Dabei sei es unerheblich gewesen, ob die Katzen tatsächlich das Grundstück beschädigten bzw. verschmutzten.        

Besuch zweier Katzen war zu dulden        

Die Grundstückseigentümer haben jedoch den Besuch zweier Katzen des Nachbarn dulden müssen. Dies habe sich aus dem Gesichtspunkt des nachbarschaftlichen Gemeinschaftsverhältnisses ergeben, welches für die Nachbarn die Pflicht zur gegenseitigen Rücksichtnahme begründet. Zu berücksichtigen sei ferner gewesen, dass die Grundstücke der Parteien in einer Wohngegend lagen, in der es üblich gewesen sei, dass Hauskatzen freien Auslauf haben. Diese Haltung entspreche dem Bedürfnis der Tiere nach einer eigenständigen und autonomen Lebensführung. Vor diesem Hintergrund sei es unzulässig gewesen, den Grundstückeigentümern ein uneingeschränktes Verbietungsrecht einzuräumen. Denn dies hätte zur Folge gehabt, dass die Katzen hätten abgeschafft werden müssen. Es sei hingegen mit dem Gebot der nachbarlichen Rücksichtnahme nicht vereinbar, die gesamte Katzenhaltung innerhalb eines Wohngebiets zu untersagen.

Landgericht Darmstadt, Urteil vom 17.03.1993  -9 0 597/92-        

3

Schadenersatz solltet ihr natürlich bezahlen. Ob Versehen oder nicht. Ob die Ansprüche darauf bestehen, wenn die Katze auf eurem Grundstück war und somit quasi 'selbst schuld' weiß ich nicht. Aber moralisch und nachbarschaftlich würde ich das definitiv bezahlen, denn ihr würdet das auch wollen, wenn jemand euer Haustier verletzt. Auch wenn es unbeaufsichtigt war.

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Bei "Tierkörperschaden" meldet euch bei eurer Haftpflichtversicherung evtl. kommt diese für die Tierarztrechnung auf.

Es erschließt sich mir gerade nicht, warum man die Tierarztkosten selbstverständlich übernimmt, wenn man durch unbeabsichtigtes Eigenverschulden das Tier verletzt hat?

Und Tierschutzorganisatoren können Dir gar nichts.
Da kann sie so viel drohen wie sie möchte.
Du hast das Tier ja nicht willentlich verletzt.

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Dein Vater hat die Katze verletzt, also muss er auch für die Kosten aufkommen. Das versteht sich ja wohl von selbst.

Das die Nachbarin glaubt, dass das Absicht gewesen ist, kann ich nachvollziehen.

Eine Katze ist ja nun nicht so klein, dass man die beim Rasenmähen nicht sieht. Oder steht euer Rasen meterhoch?

Und warum ist die Katze nicht weggelaufen, was jede Katze normalerweise tun würde.

Ist schon etwas Seltsam.


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Kommentar von MaggieundSue
29.09.2016, 12:08

Sehe es im Prinzip wie du! Nur kommt es auf den Rasenmäher und dichte des Grases darauf an. Denn viele Katzen machen sich sooo klein in dem Gras und bleiben auf dem Fleck sitzen, dass man plötzlich erschrickt.....ich hab auch mal fast eine erwischt :( ich war so erschrocken...konnte nicht mehr rasenmähen an diesem Tag...ich war K.O ;) 

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Kommentar von Deamonia
29.09.2016, 12:48

Dann erzähl mir mal, wie man mit Absicht eine Katze mit dem Rasenmäher verletzen soll o.O 

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Die Tierarztkosten müsst Ihr zahlen, schließlich hat Dein Vater die Katze verletzt.

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Wie schafft man es bitte eine Katze beim rasen mähen zu verletzen ?
Klingt nicht wirklich glaubwürdig

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Ganz ehrlich: Wenn sie gleich mit Anzeige kommt, und deinen Vater noch zu unrecht beschuldigt, würde ich NICHT zahlen.

Das wirkt nämlich auch den anderen Nachbarn gegenüber wie ein Schuldeingeständnis, und am ende steht dein Vater als Katzen hassender Tierquäler da. Wer weis, was die Frau dann überall rumerzählt, wenn sie jetzt schon lügt?

Wäre sie gekommen, und hätte freundlich gefragt, ob man die Kosten teilen kann, wäre es was völlig anderes, aber so? 

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