Die Jungs in der Klasse meiner Tochter grabschen!

138 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet
  • Ich finde Deinen Rat in Ordnung und angemessen. Nach der Ohrfeige bedarf es aber keiner weiteren Warnung mehr. Der Tritt in die Eier muss ohne Ankündigung überraschend und beherzt und kräftig erfolgen, damit der Überraschungseffekt auf ihrer Seite liegt und keine Gegenwehr mehr kommt.
  • Ich rate Dir jedoch dazu, frühzeitig vor der Eskalation mit den Lehrern zu besprechen, dass hier aktiv und mit erhöhter Sorgfaltspflicht aufgepasst und auch eingegriffen werden muss. So etwas ist kein Kavaliersdelikt oder normaler Kinderkram, sondern der fließende Übergang in pubertäre sexuelle Belästigung. Dies sollte allen Beteiligten klar vermittelt werden, als erstes den Lehrkräften, als zweites den Jungen.
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Der Tritt in die Eier muss ohne Ankündigung überraschend und beherzt und kräftig erfolgen, damit der Überraschungseffekt auf ihrer Seite liegt und keine Gegenwehr mehr kommt.

Bist du sicher, dass das eine angemessene Reaktion ist? Und dass die Mädchen das in angemessener Weise umsetzen können? Und dass du keine Anzeige wegen Anstiftung zu Körperverletzung erhalten kannst? Vielleicht solltest du noch raten, dass die Mädchen das zu Hause entsprechend üben sollten, eine Art Kampf Training also?

Werte Fragestellerin, inwiefern ist diese Antwort hilfreich? Sie bestätigt ja eigentlich nur, was du hören wolltest oder? Hast du die Warnungen der vielen anderen User auch gelesen?

Nun, glücklicherweise soll ja vorher die Schule über diese Art von Selbstjustiz informiert werden, wenn die Lehrer vernünftig sind, werden sie schon entsprechend reagieren und dir noch eine andere Meinung dazu sagen.

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@valentin301

Bist du sicher, dass das eine angemessene Reaktion ist? Und dass die Mädchen das in angemessener Weise umsetzen können?

Der Rat geht eigentlich in die falsche Richtung. Der Tritt müsste eigentlich in Richtung der Eltern gehen, die ihrem Balg kein Benehmen beigebracht haben ;)

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@valentin301

zu: Angemessenheit

  • Du willst hier wirklich nur den letzten Teil überhaupt wahrnehmen und das geht völlig an der Kernaussage der Frage und meiner Antwort vorbei.
  • Das Mädchen soll nämlich zunächst einmal unmissverständlich NEIN sagen. Das heißt, es soll das Grapschen erst einmal so milde wie möglich sanktionieren und versuchen, das Problem VERBAL zu lösen. Dies wird sehr oft gelingen, wenn das Mädchen lernt, selbstbewusst aufzutreten.
  • In der nächsten Eskalationsstufe soll das Mädchen das machen, was eine uralte Tradition bei sexueller Belästigung ist, nämlich eine Ohrfeige geben, was bei einem kleinen Mädchen nicht körperverletzend, sondern passenderweise ehrrührig ist. Sehr oft wird der Junge spätestens hier begreifen, dass das offensichtlich kein Spaß ist, sondern das Mädchen sich wirklich angegriffen fühlt.
  • Wenn ein Junge dann noch weitermacht und völlig stumpfsinnig das Mädchen erneut sexuell belästigt, dann soll sie überraschenderweise zutreten. Ja, natürlich. Soll sie sich das denn gefallen lassen? Oder sollte Recht dem Unrecht weichen müssen? Wohl kaum. Natürlich muss sie sich wehren und das ist die einzige naheliegende Möglichkeit, bei der sie nicht den Kürzeren zieht. Was schlägst Du denn vor? Vielleicht mal nicht nur meckern und nörgeln, sondern konkrete Vorschläge machen, was das arme Mädchen machen soll, wenn Erziehung, Worte und Ohrfeige nichts gebracht haben. Nur um diese letzte Eskalationsstufe geht es nämlich bei Deinem Einwand.

zu: Körperverletzung

  • Kleine Kinder sind gar nicht strafmündig. Insofern zielt das hier konkret ohnehin ins Leere.
  • Gleichwohl ist Notwehr ohnehin auch dann erlaubt, wenn man sich vorher zurechtgelegt hat, wie man bei einem Angriff reagiert. Genau deswegen gibt es zum Beispiel Selbstverteidigungskurse für Frauen, egal ob minderjährig oder erwachsen. Eine Frau darf sich vornehmen, bei sexueller Belästigung so zu reagieren, dass der Angriff sicher und endgültig gestoppt wird. Ein Tritt in den Schritt ist dabei typische Lehrmethode und polizeilich empfohlen, wenn es um erwachsene Frauen geht.

zu: Kampftraining

  • Traurig, aber wahr. Der Tipp ist leider sogar zielführend und nötig.
  • Ich habe gerade vor kurzem mit einer Mutter gesprochen, deren beide Töchter mit 7 und 10 Kampfsport lernen, um nicht ständig geschubst und belästigt zu werden. Wohlgemerkt mit extrem defensiver Ausrichtung, aber natürlich auf Verteidigung, die auch das Ziel erreicht. Diese Kurse sind empfohlen und polizeilich gefördert. Selbstschutz ist richtig.

zu: Warnungen

  • Gewiss hat sie die Warnungen alle gelesen. Sie macht auf mich einen sehr objektiven, gewissenhaften Eindruck. Eine Mutter, die sich echte Sorgen macht und das Problem ihrer Tochter gelöst sehen möchte. Natürlich spricht sie mit dem Lehrer, mit den Eltern, wird sie ihrer Tochter die verbale Lösung als Optimum vermitteln.
  • Gleichwohl wird sie wohl das Würgen bekommen haben bei Tipps wie "gehört zum Aufwachsen dazu" oder "ist bei 11-jährigen gar nicht sexuell konnotiert" oder "bloß keine Gewalt anwenden".
  • Wer wendet denn hier Gewalt an? Der Junge doch wohl! Wieder werden typisch Deutsch die Opfer kriminalisiert der der ach-so-bemitleidenswerte Täter geschützt und gehätschelt.
  • Ich habe noch niemals einem Mädchen oder einer Frau ohne Einvernehmen an die Brüste gegriffen. Weder als kleiner Junge noch als Mann. So etwas passiert einfach nicht und darf auch nicht passieren. Dafür sorgen Erziehung, Verstand und Anstand. Ich habe Null Mitleid mit Jungen, die nach einem klaren Nein und nach einer warnenden Ohrfeige einem möglicherweise verängstigten und weinenden Mädchen auch noch das x-te mal an die Brüste grapschen. Ich habe dagegen viel Mitleid mit den Mädchen, die sich nicht anders mehr zu helfen wissen.

zu: Selbstjustiz

  • Es handelt sich hier nicht um Selbstjustiz. Das wäre es, wenn die Mädchen sich verabreden würden, die Peiniger von gestern in die Ecke zu treiben und fertigzumachen. Was natürlich falsch und übertrieben wäre.
  • Es handelt sich um Notwehr, wenn ein Mädchen im Moment des Angriffs entsprechend reagiert, insbesondere dann, wenn der Täter vorher verwarnt wurde.
  • Noch dazu handelt es sich für die Gutmenschen hier ja eh nur um kindliche Rangelei. Wer das Brüstefassen so sieht, muss auch den Tritt eines kleinen Mädchens so sehen.
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@Kajjo

Zur Angemessenheit:

Wenn ein Junge dann noch weitermacht und völlig stumpfsinnig das Mädchen erneut sexuell belästigt, dann soll sie überraschenderweise zutreten. Ja, natürlich. Soll sie sich das denn gefallen lassen?

Nein, natürlich nicht, sie ist aber in der Schule und da ist immer ein Lehrer in der Nähe, zu dem sie gehen und den Sachverhalt schildern kann, das sollte sie auch schon bei den ersten Belästigungen tun. Und nein, sie soll nicht so kräftig zutreten, dass keine Gegenwehr mehr kommt. Wir sind doch nicht mehr in der Steinzeit. Diesen Rat muss man natürlich aber Frauen geben, die alleine sind und sich gegen einen Mann wehren müssen, der sie belästigt, ohne dass Hilfe in der Nähe ist, das ist dann Notwehr.

Zur Körperverletzung:

Kleine Kinder sind gar nicht strafmündig. Insofern zielt das hier konkret ohnehin ins Leere.

Das ist bekannt, meine Rede ging aber an die Mutter und ich sprach von Anstiftung zur Körperverletzung.

Zum Kampftraining:

Diese Kurse sind empfohlen und polizeilich gefördert. Selbstschutz ist richtig.

Klar, das finde ich sehr wichtig, dass sich Mädchen in ihrer Freizeit im Notfall angemessen verteidigen. Und ich habe das keineswegs ironisch gemeint, sondern finde, nur mit Training kann man abschätzen, was man mit einem Tritt anrichten kann. Aber das gilt nicht für den Pausenhof oder fürs Klassenzimmer, hier hat die Schule die Verantwortung.

Zu den Warnungen:

Wer wendet denn hier Gewalt an? Der Junge doch wohl! Wieder werden typisch Deutsch die Opfer kriminalisiert der der ach-so-bemitleidenswerte Täter geschützt und gehätschelt.

Unsinn, das tut hier niemand. Der Junge ist der "Täter" und er soll nicht verhätschelt sondern bestraft werden. Aber nicht vom Opfer, und nicht auf die Weise, dass Gewalt mit Gegengewalt beantwortet wird. Es gibt glücklicherweise auch andere Methoden, einen uneinsichtigen Jungen, der alle Warnungen in den Wind schlägt, auf den richtigen Pfad zu bringen. Vergiss nicht, es handelt sich um Kinder! Wer garantiert, dass sie die tolle schrittweise Warnungshierarchie, die hier vorgeschlagen wird auch richtig umsetzen und dass auch immer der Richtige getroffen und verletzt wird?

Zur Selbstjustiz:

Es handelt sich hier nicht um Selbstjustiz.

Ich sehe das durchaus als Selbstjustiz, wenn man dem Mädchen beibringt, wie es dem Jungen eine schmerzhafte Hodenprellung zufügen soll. Der Junge gehört so bestraft, dass er das nicht wieder macht, das ist logisch, aber nicht von dem Mädchen, sondern von den Leuten, die erziehungsberechtigt sind. Schon mal davon gehört, dass Gewalt sehr oft Gegengewalt hervorruft? Was ist, wenn sich Jungs verabreden, das nicht auf sich sitzen zu lassen und eine Eskalation der Gewalt stattfindet? Und zwar dort, wo keine Lehrer und Eltern in der Nähe sind?

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@valentin301

Schon mal davon gehört, dass Gewalt sehr oft Gegengewalt hervorruft?

Du meinst, man könnte eine Ohrfeige fangen, wenn man ein Mädel unsittlich betatscht? Ja, schon. Deswegen sollte man(n) Mädels ja auch nicht unerlaubt betatschen.

Aber deswegen den Mädels von Ohrfeigen abzuraten ist doch eine sehr... kreative Schlussfolgerung. ;-))

Erhebt man das zur Maxime, dann löst Gewalt nämlich keine Gegengewalt aus. Somit könnte frau sich ja dann doch unbesorgt mittels Ohrfeigen wehren.

Reductio ad absurdum. Argument verbrannt. Gut, dass Freitag ist. ;-))

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@ArchEnema

Du meinst, man könnte eine Ohrfeige fangen, wenn man ein Mädel unsittlich betatscht?

Nein, was ich meinte erfährst du dann, wenn du in meinem Kommentar weiter liest. Und dann solltest du auch gelesen habe, dass ich nicht von Ohrfeigen sprochen habe sondern von Hodenprellungen.

Wenn du meinst, kommentieren zu müssen, dann such dir bitte nicht nur das raus, was du polemisch verarbeiten willst.

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47
@valentin301

Hodenprellungen waren schon in der Frage als letzter Ausweg ausgezeichnet. Ich weiß nicht, wieso die plötzlich an erster Stelle stehen.

Ich kann den Spruch ("Gegengewalt") einfach nicht mehr hören. Deshalb habe ich ihn entwertet.

Die anderen Punkte hat Kajjo eigentlich schon abgehandelt. Aber wenn du darauf bestehst:

Wir sind doch nicht mehr in der Steinzeit.

Wieso begrapschen dann die Jungs unaufgefordert die Mädels?

ich sprach von Anstiftung zur Körperverletzung.

Egal wie oft die falsche Bezeichnung noch wiederholt wird: Es ist Notwehr, keine Körperverletzung. Und ganz einfach zu verhindern, indem der Halbstarke seine Finger bei sich behält. Ist das etwa zuviel verlangt? Aber unter welchen Paragraphen fällt das Grapschen?

Am Rande: "Anstiftung zur Notwehr" als Straftatbestand, das wär's doch mal. Am Ende macht der Angreifer sich noch strafbar , weil er das Opfer zur Notwehr genötigt hat. Völlig gaga. ;-))

Aber das gilt nicht für den Pausenhof oder fürs Klassenzimmer, hier hat die Schule die Verantwortung.

Na bitte, dann soll sie der gerecht werden. Tut sie das nicht, oder nicht rechtzeitig: Notwehr. Wie lange eine Standpauke vom Lehrpersonal vorhält weiß ich selbst: Nur so lange, wie der Blick des Lehrers auf dem Schüler ruht. Ich war auch mal jung.

...nicht auf die Weise, dass Gewalt mit Gegengewalt beantwortet wird. Es gibt glücklicherweise auch andere Methoden, einen uneinsichtigen Jungen, der alle Warnungen in den Wind schlägt, auf den richtigen Pfad zu bringen.

Nein. Es gibt nur Einsicht. Ohne Einsicht wird auch jede anderweitige Sanktion als indirekt doch vom Opfer verursacht empfunden. Damit hat der Täter schon zwei Feindbilder, gegen die er seine "Gegengewalt" richtigen kann: Das Opfer UND die bestrafende Instanz. Wehrt sich das Opfer selbst, dann gibt es in Summe weniger Gegengewalt.

Vergiss nicht, es handelt sich um Kinder! Wer garantiert, dass sie die tolle schrittweise Warnungshierarchie, die hier vorgeschlagen wird auch richtig umsetzen und dass auch immer der Richtige getroffen und verletzt wird?

Wer Nachsicht mit dem Täter hat ("Kinder!"), der wird ja wohl auch Nachsicht mit dem sich wehrenden Opfer ("Kinder!") haben können.

Und wie oft hat es schon den falschen getroffen, wenn Eltern/Lehrer sich einschalten? Die waren nämlich selten selbst dabei (sonst wäre das ganze wohl nicht passiert).

Was ist, wenn sich Jungs verabreden, das nicht auf sich sitzen zu lassen und eine Eskalation der Gewalt stattfindet? Und zwar dort, wo keine Lehrer und Eltern in der Nähe sind?

Oha, also Gegen-Gegengewalt? Wann wird der Junge sich das wohl eher zweimal überlegen: A) Wenn das Mädchen sich schmerzhaft selbst verteidigt hat oder B) wenn es die Lehrer/Eltern dazu beauftragt hat?

Bei A) wird es sich wieder wehren. Der Junge macht sich vor seinen Kumpels lächerlich, wenn er Hilfe braucht, weil ihn das Mädel sonst verhaut. Vielleicht erntet das Mädel sogar Anerkennung?

Bei B) ist das Mädel dran. Weil Die Eltern/Lehrer weit weg sind. Und bekannt ist, dass es sich alleine nicht wehren kann. Aber Petzen tut es! Das muss ihm ausgetrieben werden.

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@ArchEnema

Die anderen Punkte hat Kajjo eigentlich schon abgehandelt. Aber wenn du darauf bestehst:

Nein, ArchEnema, schon wieder falsch, darauf bestehe ich nicht. Ich kann nur erwarten, dass du auch liest, was du kommentierst und dich auf das beziehst, was ich wirklich sagte.

Und um es nochmal auf den Punkt zu bringen:

** Ich bin dagegen, wenn Mädchen dazu angehalten werden, mit den Füßen einen 11jährigen Klassenkameraden so fest in die Hoden zu treten, dass ihm keine Gegenwehr mehr möglich ist.**

Und genau so steht es in dieser Antwort dort oben und dagegen spreche ich mich aus. Punkt.

Natürlich akzeptiere ich diese Gewaltaktion bei jeder Frau in einer tatsächlichen Notwehrsituation, aber nicht im Klassenzimmer unter Kindern, in dem das Mädchen sich jederzeit Hilfe holen kann und sich auch auf andere Weise (Ohrfeige!) wehren kann. Denn mit den Füßen nach anderen Menschen zu treten, wohin auch immer empfinde ich als besonders verachtenswerte und rohe Form der körperlichen Gewalt, wir erleben dies leider sehr oft auf unseren Straßen. Du darfst es gerne befürworten, dies ist eben meine Meinung.

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@valentin301
Ich bin dagegen, wenn Mädchen dazu angehalten werden, mit den Füßen einen 11jährigen Klassenkameraden so fest in die Hoden zu treten, dass ihm keine Gegenwehr mehr möglich ist.

Danke. Das bringt es tatsächlich auf den Punkt.

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24
@Kajjo
Kleine Kinder sind gar nicht strafmündig.

Ach plötzlich sind es doch kleine Kinder und keine Täter, Opfer und Sexualstraftäter mehr?

Gleichwohl ist Notwehr ohnehin auch dann erlaubt, wenn man sich vorher zurechtgelegt hat, wie man bei einem Angriff reagiert.

Selten so einen Unsinn gelesen. Wenn man auf den Angreifer schießt, ist es also dann erlaubt, wenn man sich das vorher so zurechtgelegt hatte..? Das gehört gewiss nicht zu den Kriterien von Notwehr.

Wer wendet denn hier Gewalt an? Der Junge doch wohl!

Und wieder mal sind wir beim biblischen "Auge um Auge". Eine Gewaltanwendung rechtfertigt nicht automatisch jede andere. Außer man hat noch immer die Denkmuster eines Grundschulkindes und argumentiert mit "Der andere hat aber angefangen!".

Ich habe Null Mitleid [...] Ich habe dagegen viel Mitleid mit den Mädchen

Das liest man auch aus jeder Zeile raus, aber objektiv macht es dich nicht gerade.

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47
@valentin301

Ob du es glaubst oder nicht, diese Meinung teile ich. Meinst du ich finde Schlägereien mit Verletzten toll?

Jemandem auch in Notwehrsituationen zu Mäßigung zu raten ist richtig, keine Frage. Aber eine grundsätzliche "Deckelung" von Notwehrreaktionen bzw. eine Kriminalisierung von härteren Gangarten dabei darf es nicht geben. Es hat immer vom Einzelfall abhängig zu sein. Im Zweifel muss das Opfer sich wirksam verteidigen dürfen - was auch immer für Maßnahmen das erfordert. So sieht es übrigens auch das Gesetz.

Kannst mich gerne einen Theoretiker nennen, weil ich den schlimmsten Fall auch auf Schulhöfen nicht für grundsätzlich unmöglich halte. Es geht mir einfach nur ums Prinzip...

Im Frieden kann so wohl nichts einen Mann
Als Milde und bescheidne Stille kleiden,
Doch bläst des Krieges Wetter euch ins Ohr,
Dann ahmt dem Tiger nach in seinem Tun;
Spannt eure Sehnen, ruft das Blut herbei,
Entstellt die liebliche Natur mit Wut, ...

(Heinrich V., Shakespeare)

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@ArchEnema

Ob du es glaubst oder nicht, diese Meinung teile ich.

Na klasse.... dann sind wir ja fertig.... :)

Der Rest deines Kommentars von Kriminalisierung bis Skakespeares "Krieges Wetter" scheint mir jetzt nicht so sehr auf 11jährige Schüler zuzutreffen, darauf möchte ich auch nicht weiter eingehen.... Machs gut....

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Warum muss man gleich das extremste nehmen ?

In meinen Jungen Jahren hatten Mädchen noch qualvolle Tricks drauf wie ...

  • Arm verdrehen
  • Laut Kreischen (Ja das kann schon weh tun und schreckt extrem ab)
  • Schubsen
  • Und das bekannte Kneifen ... spätestens wenn sich die Fingernägel tief in den Arm bohren kniet man auf dem Boden und fleht um Gnade ...

All das hinterlässt keine bleiben Schäden und ist Abschreckung pur. Zu dem kenne ich einige Jungs von damals die bei einem Tritt in Weichteile vollkommen ausgeflippt wär ... das Mädchen hätte dann mehr als große Probleme gehabt ...

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@Speiko42

Natürlich, das wäre ja die Kategorie "Ohrfeige". Wie empfohlen. Aber was kommt, wenn Kreischen/Schubsen/Kneifen nicht fruchten oder der Junge einfach größer/schwerer/stärker ist (Arm verdrehen klappt dann auch nicht)?

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43
@ArchEnema

Also diese "hilfreichste" Antwort ist bereits beanstandet und geprüft worden - nun denn, es geht halt jetzt Personen des männlichen Geschlechts "an den Kragen" Spätestens wenn die Gewaltspirale die nächste Stufe erreicht werden alle die jetzt so wehement zum Schlagen und Treten raten es - bereuen.Armbrüche, Zahnverlust etc.ganz zu schweigen von den unsichtbaren Folgen für Partnerschaft und Zusammenleben.....wartet es ab.die Quittung wird folgen....

GEWALT ERZEUGT IMMER GEGENGEWALT. DAS IST ALSO DAS ERGEBNIS VON ANTIAUTORITÄRER ERZIEHUNG!!!

Herzlichen Glückwunsch

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@Huflattich

Bleibt zu hoffen, dass die Quittung nicht so, sondern in Form einer Anzeige folgt. Dann können sich die vernunftbegabten Erziehungsberechtigten hier mal von der Staatsanwaltschaft erklären lassen, wie das so mit Gegengewalt, Körperverletzung und Notwehr aussieht.

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@Huflattich

Deine Logik ist echt vom Feinsten...

  • Antiautoritäre Erziehung als Ideal hat uns diese bescheidene Situation doch erst eingebrockt: Die Jungs meinen offensichtlich, für sie gäb's keine Grenzen.

  • Gewalt erzeugt immer Gegengewalt? Aber wenn auf Gewalt dann tatsächlich jemand mit Gegengewalt reagieren möchte schreist du Mordio? Schrei doch lieber bei der Initialgewalt - dann hat sich die Gegengewalt sowieso erledigt.

  • Aber du hast recht: Am besten zensieren wir unliebsame Ansichten einfach. Damit wieder Zocht und Ordnung herrschen.

Du bist mir vielleicht ein Schlingel! ;-)))

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@ArchEnema

Bedroht es lebenslang die Gesundheit eines Mädchens/ einer Frau - an den Busen zu grabschen ? (dabei ist das sicherlich ein stupider, dummer, ungezogener (was auch immer) Angriff - das will ich hier gar nicht in Schutz nehmen, oder verniedlichen/verteidigen) Wenn das aber unglücklich läuft, kann so ein Tritt zu einer lebenslangen Kastration// Unfruchtbarkeit führen - angemessene Reaktion? Weil ein Mensch -11 jähriger Junge - aus Blödheit ein Mädchen "angegrabscht" hat ? Das kann doch nicht ernsthaft Eure Meinung sein? In allem verständlichen Ärger/Zorn über bescheuertes Verhalten von pubertierenden Jungs.

Wer das ernsthaft vertritt, kann ja wohl nicht mehr Herr seiner Sinne sein.

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@Huflattich
kann so ein Tritt zu einer lebenslangen Kastration// Unfruchtbarkeit führen

Ach bitte... Hast du dafür auch nur einen belegten Fall? Natürlich auch mit einem untrainierten 11jährigen Mädel als ausführendem. Nur weil das hier gebetsmühlenartig wiederholt wird wird es auch nicht wahrer.

Die Wahrscheinlichkeit von einem LKW überrollt zu werden oder am eigenen Erbrochenen zu ersticken dürfte ähnlich groß sein. Eigene Blödheit gepaart mit Pech ist nunmal das evolutionäre Auslesekriterium...

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@ArchEnema

Zitat aus www.news.de/gesundheit/855028316/alles-unfit-im-schritt/1/ .... Tritt zwischen die Beine Der fiese Tritt zwischen die Beine bringt vor allem starke Schmerzen mit sich. Aber nicht immer bleibt es dabei. Jonitz: «Es vergeht kein Monat in der Urologie, in dem nicht ein Hoden amputiert werden muss, weil er zerrissen ist.» Durch zu starke Gewalteinwirkung kommt es zur Hodenruptur. Das passiert immer bei Unfällen, wie etwa Stürzen oder Tritten. Auch Handballer und Fußballer sind gefährdet. Läuft ein Hoden erst einmal voll mit Blut, dann ist er meist nicht mehr zu retten.

Nun ja wenn es erst schick wird sich so zu "verteidigen" vielleicht macht man dann noch ein paar Studien um Dich zufriedenzustellen....

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Ach Gottchen! Hier wird ein zwar grenzverletzendes, aber dennoch normales Verhalten in der Pubertät gleich zur sexuellen Belästigung hoch stilisiert.

Natürlich ist es nicht in Ordnung weiter zu machen, wenn das Gegenüber sich klar dagegen ausspricht. Deshalb sollten Kinder lernen "Nein" zu sagen.

Gleich zum Lehrer rennen würde ich hier nicht, denn der kennt sowas allzu gut, bei schwerwiegenden Aussmaßen wäre eventuell ein Klassengespräch angebracht, in dem mal besprochen wird, dass die Grenzen anderer zu respektieren sind.

Körperlich angreifen in Form einer Ohrfeige ist ja noch okay, aber bei derartigen Kleinigkeiten zu einem Tritt in die Hoden zu raten ist überzogen und kann Folgen haben!!!

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@msluckyfingers

zwar grenzverletzendes, aber dennoch normales Verhalten

Grenzverletzungen gegenüber kleinen Mädchen sind für Dich normal? OK, dann braucht man nicht weiter diskutieren. Ich habe da eine grundsätzlich andere Meinung.

normales Verhalten in der Pubertät

Quatsch, das gab es zu meiner Zeit nicht. Niemand hätte es gewagt, einem Mädchen an die Brust zu greifen. Das hat mit fundamentaler Erziehung zu tun und die muss eben gewährleistet werden.

Gleich zum Lehrer rennen würde ich hier nicht,

Ach ne? Bist Du so einer, der Mädchen angrapscht? Natürlich ist es erzieherische Aufgabe der Lehrer, in diesem Falle die Mädchen zu schützen und die Jungen zu erziehen. Selbstverständlich können Eltern das zur Sprache bringen und die Lehrer dazu auffordern. Noch dazu fällt das ja gar nicht auf ein bestimmtes Mädchen zurück, wenn das Thema dann allgemein in der Klasse besprochen wird. So ist es in diesem Falle dann ja auch letztlich geschehen.

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Ich finde Deinen Rat in Ordnung und angemessen. Nach der Ohrfeige bedarf es aber keiner weiteren Warnung mehr. Der Tritt in die Eier muss ohne Ankündigung überraschend und beherzt und kräftig erfolgen, damit der Überraschungseffekt auf ihrer Seite liegt und keine Gegenwehr mehr kommt.

Nehmen wir an der Angegriffene ist nicht dum* wie Schei*. Was ist wenn er dann zu anderen Konsequenzen greift?

Darunter fallen mir auch Cyber-Konsequenzen ein. Die deutlich effektiver wären. Und der seelische Schäden wäre um Faktor 1-10 höher. In diesem Falle würde er aber viel länger anhalten und das Problem wäre nicht gelöst, wenn man die Schule wechselt.

Wenn man es richtig macht ist auch keinerlei Konsequenz für den Angreifer möglich bzw. Entschädigung für das "Opfer".

Daher ist es sinnlos wenn man sich unnötig Feinde macht!

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Also ein tritt ins Gemächt kann je nach Heftigkeit auch schwerwiegende Folgen haben, bis hin zur Unfruchtbarkeit.

Ich denke das sollte nur die allerletzte Möglichkeit sein !

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Vielleicht ist das Angrabschen von Busen einfach nur eine Aufhebung von Geschlechter grenzen. Ich erinnere mich an "Eier - catchen" und "Kaninchen Fang-schlag" - also Jungs schlugen sich mit den Händen gegenseitig zwischen die Beine - nun heute kommt vielleicht "Busen grabschen" einfach als Einbeziehung der Mädchen hinzu......Was für bescheuerte Sachen man als Jugendlicher doch so macht.....

Der Rat ist an und für sich gut, nur solltest du als Erziehungsberechtigte auch die Möglichkeit einplanen dich selber mit deiner Tochter und den anderen betroffenen Mädels zusammenzusetzen und eventuell selber (vielleicht auch mit anderen Eltern) zu den betreffenden Lehrkräften oder auch zur Rektorin/Rektor der Schule zu gehen.

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