Die Jagd mit Anstand und Würde

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6 Antworten

Die Jagd läßt sich jederzeit mit Anstand und Würde betreiben! Auch wenn hier einige anderer Meinung sind. Ich als Jäger behaupte daß Anstand und Würde nur den Tieren entgegengebracht werden muß. Angefangen z.B. mit Fütterungen der Rehe bis hin zur ordentlichen Schußabgabe damit kein unnötiges Leid erzeugt wird. Daß es in der Jägerschaft schwarze Schafe gibt steht außer Frage, aber wer sich darauhin das Recht nimmt alle über einen Kamm zu scheren ist mindestens genauso schlimm. Ein Bauer geht mit seinem Vieh sicherlich anders um als ein Hundebesitzer mit seinem vierbeinigen Lebensgefährten. Keiner der beiden, wenn sie normal sind, wird sein(e) Tier(e) zum Spaß quälen oder bewußt leiden lassen - aber aus vollkommen anderen Motiven. Den Jägern wird aber genau das sehr oft unterstellt - warum?? Wenn ich einen Fuchs erlege und einen ordentlichen Schuß anbringe hört er nicht einmal den Knall. Wenn ich einen Hund habe, von dem niemand weiß wie ich ihn behandle, zähle ich als Tierfreund. Bitte denk daran -es ist nicht immer alles so wie es scheint!

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Kommentar von Raketenfritze
06.10.2011, 18:24

Gute Antwort, DH! Endlich mal einer, der wirklich sinnvoll argumentiert und Fachwissen hat, was dem Gros der Jagdgegner leider mangelt (was diese aber nicht davon abhält, sich trotzdem lauthals und gerne auch pöbelnd an Diskussionen zu beteiligen).

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Mit Absicht habe ich nur eine Antwort gelesen und bin daher nicht Voreingenommen. Ich als Angler, denn das gehört ebenso dazu gebe mal eine andere Stellungnahme hier ab.

Jäger legen Futterplätze für Wildschweine an, und das ist eine absolute Frechheit, Tiere für den Abschuss anzufüttern. So dachte ich vor einigen Jahren noch. Betreiben Angler aber nicht die selbe Tat ? Futterkorb, Boilies, Teig , mit der Zwille Futter in den See schleudern ? Jein es ist nicht Waidgerecht , doch in sehr großen Seen macht es Sinn um einen Fisch zu erwischen, wie auch der Jäger Wildschweine anfüttert um sie in unwegsamen Gelände auf den Schußplatz zu bekommen.

Sind Jäger oder auch Angler Tierhüter und Naturschützer ? Zu 80 % ist das leider nicht der Fall, denn es gibt mehr Privatjäger die mit den eigentlichen Wald nichts zu tun haben und auf einen Abschuss hoffen, ohne sich um das Umfeld Wald, Natur und Forst zu kümmern. Das sehe ich aber nich Negativ da nur ein Jäger die Jagdpacht auf viele Ha. Wald besitzt ( wenn es privat vergeben worden ist ) . Rechnet man Angler auf 20 Ha. Wasserfläche kommen sicher 200 Angler im Jahr auf diese Fläche wo sich nur max 5 - 10 Leute um den Wasser.- , Tier .- Arten.- Pflanzen.- und Uferschutz kümmern.

Wenn man die Jagd ( auch Angeln ) mit noch mehr Würde und Sorgfalt betreiben würde, gäbe es weniger Stress in der Öffentlichkeit. Würden es Angler endlich mal lernen das sie ihren Müll mitnehmen den sie mit ans Wasser gebracht haben , sich dazu mehr um die Natur kümmern hätten sie Anstand und Würde ( hab das leider selten von allen meinen Kolegen in Deutschland gesehen ) .

Lob an die Jägerschaft. Müll habe ich bei ihnen im Wald noch nie gesehen.

Kritik an die Jäger . Immer wieder werden neu eingebürgerte Raubtiere kritisiert, weil diese Schäden an den Nutzwild verüben. Wolf, Luchs, oder Bär . Jäger haben Angst um ihr Rot und Niederwild. Es ist aber komisch das ich bis jetzt noch kein Jäger getroffen habe der sich über Neozoen aufregte ( eingeschleppte Tiere ) wie Waschbär , Bisam, Nutria usw. Jäger haben den Schein auch diese Tiere zu bejagen, doch sie nutzen diese Jagd nicht , weil es ihnen kein Geld einbringt. Hier werden von Jägern die Einbürgerung der Raubtiere verhindert um das so beliebte Nutzwild zu schonen. Sorry aber da fehlen mir immer wieder die Worte.

Kritik an unsere Politik was die Jagd betrifft. In Deutschland bibt es gerade in Ballungsräumen einen Überschuss an Wildschweinen. Aber nein es wird lieber aus den östlichen neuen EU Ländern Wildschwein billiger eingekauft als den eigenen Abschuss an Ws . zu fördern. Und da soll mal noch jemand meckern wenn er in Berlin usw Wildschweine in den Gärten hat.

Habe somit beide Hobbys gelobt und kritisiert, nun steinigt mich ruhig. Weidmanns und Petri Heil ...Gruß Wolf

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Kommentar von Buschmeister62
19.11.2011, 10:03

Wo er Recht hat, hat er recht ! ! !

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Die Jagd ist erforderlich, da Beutegreifer wie Bär , Wolf oder Luchs die Bestände nicht regulieren . Das ist Aufgabe des Waidmanns . Die Normen sind anerkannte Grundsätze . Waidmanns heil !

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Kommentar von Sajonara
05.10.2011, 20:26

"Bestände" werden durch natürliche Auslese reguliert (aber die entsprechenden größeren Wildtiere wurden auch durch diese ehrbaren "Jäger" bereits vollständig ausgerottet), und wenn Waldtiere nicht gezielt überfüttert würden, könnten sie auch nicht überleben, aber sie fressen sich auch durch die nür für "Menschen "reservierten" Felder und Bebauungen, ...

das ist kein Ausdruck natürlicher, artgerechter Lebensverhältnisse, sondern Ausdruck einer brutalen Machtausübung, der Tierbestand wird inder Hauptsache erhalten, damit Sitz-Jäger gemütlich von ihren Hochsitzen auf arglose Wirldtiere im Dauerfeuer "los-ballern" können, ...wie an der Schießbude,

letztens im Wald habe ich fünf Hochsitze für diese omnipotenten Herrschaften auf 500 m gezählt, ..

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Jagd hat weder Anstand noch Würde in derzeitgen Verhältnissen, sondern unterstreicht feudale Machtstrukturen und erhebt "Jäger" zu dominanten Beherrschern unserer dadurch mit unterworfenen udnunfrei gehaltenen Lebenswelten, ..

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Kommentar von Pharmacus
07.10.2011, 12:41

Das ist mit Verlaub gesagt dummes Zeug! Jagd hat nichts mit feudalen Machtstrukturen zu tun, das ist nur bla bla Gewäsch! Warum? Ganz einfach: JEDER, auch Du Sajonara, kann einen Jagdschein machen und die Jagd ausüben. Es ist daher weder feudal noch sonstwie elitär. Und mit Dominanz hat es gleich gar nichts zu tun. Es ist was es ist - machen wir uns nichts vor - ein Hobby, wie jedes andere. Und so, wie einigen das Fliegen aus irgendwelchen intoleranten Gründen nicht passt, so passt auch einigen die Jagd nicht. Die Argumente dagegen sind nur Makulatur und fadenscheinige Pseudoargumente, mit denen man die eigene wahre Intoleranz anderen Menschen und politisch anders Denkenden gegenüber verschleiern will.

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was soll an der Jagd würdevoll sein. Das töten von Rehen, Elefanten, Kängurus usw? Klar, ein Jäger behauptet das Gegenteil.

Es ist aber auch so, dass es Naturvölker gibt, die das fürs Ueberleben brauchen, die können nicht in die Metzgerei gehen.... wobei ich die Massentierhaltung und die massenhafte Schlachtung der Kälber, Schweine, Hühner, Pferde, Kühe usw auch nicht toll finde oder würdevoll.

Da hat es ein Reh das im Wald leben konnte und erschossen wird wenigstens das bessere Leben.

Langer Rede kurzer Sinn: es ist Ansichtssache. Ein Jäger denkt so und ich anders.

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Kommentar von Junge1990
05.10.2011, 20:03

danke dein kommentar hat mir geholfen

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Kommentar von Sajonara
06.10.2011, 13:16

@ fenxi

Nur sind Jäger keine "Denker", sondern Vertreter einer machtvollen und gewalt-tätigen Struktur die sich herausnimmt , mit Waffen in unserem Lebensraum zu wüten und herumzuballern, das ist schon mal ein erheblicher Unterschied, ein Jäger in einem "Wohlstands" System wie dem unseren "denkt" nicht, sondern tötet rabiat anderes Leben aus Vergnügen, ..und Langeweile und bringt dazu unreflektierte brutalo "Argumente" vor, im Zweifelsfall lässt er seine "Waffe" für sich "sprechen", ..

insgesamt ein verhalten was eher an verrohte Höhlenmenschen erinnert, als an aufgeweckte, bewusste Zeitgenossen in einer "Ziviisation"

dafür kann es keine Toleranz geben

...

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