Die Hauptthese der Bildsemiotik verstehe ich ganz und gar nicht. Inwiefern kann ein Bild ein Zeichen sein?

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2 Antworten

Als Zeichen ist es Teil (Ausdrucksmittel, Medium) eines Kommunikationsprozesses zwischen "Sender" (Künstler) und Empfänger (Betrachter) .

Siehe Abschnitt C in:

http://www.gymoedeme.de/anhaenge/2927/Semiotik%20Einf%C3%BChrung.pdf

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Happiness88 01.03.2016, 23:04

Vielen lieben Dank. Hat mir sehr weitergeholfen. 

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Nachvollziehbar! Ich habe mir folgenden Beitrag durchgelesen:

http://www.gib.uni-tuebingen.de/netzwerk/glossar/index.php?title=Bildsemiotik

und habe danach keine gute Meinung mehr. Da kocht jeder sein Süppchen und sein Modellchen und wo nichts drin ist, kann man ja immer noch was Kompliziertes reinzwingen.

Verständlich ist mir noch der franzö­sische Semi­oti­ker und Philo­soph Roland Barthes, der eine Werbe­anzei­ge exem­plarisch ana­lysier­te. Werbebilder und -filme sind ja gemacht, um auch hintergründig Botschaften zu transportieren. Da gibt es meist nur vordergründig "harmlose" Bilder, die aber ganz bestimmte Wünsche, Einstellungen oder Hoffnungen ansprechen, meist ohne dass der Betrachter das bemerkt. Wenn sich eine Sexbombe auf einem neuen Automodell räkelt, soll das natürlich signalisieren, wie geil diese Kiste ist. Frauen springen wiederum auf andere "Zeichen" an.

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berkersheim 01.03.2016, 23:23

Auch Bilder, Gemälde sind Ausdruck, Zeichen eines Weltverständnisses einer Zeit. Ich habe gerade vom Frankfurter Städel im Internet die Ausstellung "Maniera" gesehen, hier ein Link:

http://www.staedelmuseum.de/de/ausstellungen/maniera

da bitte nach unten gehen auf "Galerie", wo einige Bilder zu sehen sind. Da wird schon Reichtum und Macht demonstriert, aufwändige Mode oder eine Ansammlung von Sexsymbolen.

Selbst in Raphaels "Schule von Athen" werden die Philosophen "zugeordnet", in eine Reihenfolge gestellt und somit eine Wertung der Philosophien angezeigt, in der Bildmitte Platon und Aristoteles, die Philosophen-Fürsten und gleichzeitig Hauptphilosophen der herrschenden Scholastik. Da ist also schon Symbolik drin. Nur ist die Frage, ob man jede Bildaussage gleich zum Zeichen machen muss. Mir scheint da vieles an den Haaren herbeigezogen und gequält.

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