Die Haftpflichtversicherung haben die Hebammen ruiniert, was bedeutet das?

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5 Antworten

Freiberuflich arbeitende Hebammen brauchen zwingend eine
Berufshaftpflichtversicherung. Die Absicherung vor
Schadensersatzansprüchen Dritter ist für sie nicht nur zur eigenen
Sicherheit essentiell, sondern auch gesetzlich vorgeschrieben.

Deren Prämien sind in den letzten Jahren extrem gestiegen, derzeit liegen
diese bei 6.274 Euro für die freiberufliche Geburtshilfe. Im Juli steigen sie erneut auf über 6.800 Euro jährliche Prämie. Bereits in der Vergangenheit konnten viele Hebammen die steigenden Haftpflichtkosten aufgrund anhaltend niedriger Vergütung nicht mehr erwirtschaften. Keine geburtshilflich tätige Hebamme bekommt aktuell noch einen finanziellen Ausgleich für ihre Haftpflichtkosten. Der GKV-Spitzenverband hat das bisherige System des Haftpflichtausgleichs für freiberufliche Hebammen abgeschafft. Der Hebammenverband wird dieses Vorgehen nicht hinnehmen und eine Klage einreichen gegen den Beschluss der Schiedsstelle zum Haftpflichtausgleich.

Der extreme Anstieg erfolgt nicht, weil Hebammen für mehr Geburtsschäden verantwortlich sind, sondern weil die Kosten für den einzelen Schadensfall sich vervielfacht haben. Deshalb steigen viele Hebammen aus der Freiberuflichkeit oder sogar ganz aus ihrem Beruf aus, denn von seiner Arbeit sollte man schon leben können. Der Mangel ist für viele Frauen schon jetzt spürbar, viele Schwangere finden keine Hebamme mehr in ihrer Umgebung für die Vorsorge, die Wochenbettbetreuung oder eine außerklinische Geburt
finden.

Schau auch mal unter https://www.hebammenverband.de/index.php?eID=tx_nawsecuredl&u=0&g=0&t=1456301821&hash=4d871bd62f8188222d9f65c93c1dfe4ec4632206&file=fileadmin/user_upload/pdf/Aktuelles/2015-9-FAQ-Haftpflicht.pdf

Auch die Krankenhäuser sind betroffen: Um Kosten zu sparen, kündigen die
Kliniken den Hebammen und beschäftigen sie freiberuflich weiter, oder
schließen ihre Kreißsäle gleich ganz. Die verbleibenden Hebammen
betreuen deshalb oft mehrere Geburten gleichzeitig, was nicht selten zu
Komplikationen während der Geburt führt. Ein Krankenhaus in Bruchsal
musste aus Mangel an Hebammen zeitweise Öffnungszeiten im Kreißsaal
einführen. Frauen, die ihr Kind zwischen 17 und 7 Uhr bekamen, wurden an
andere Kliniken verwiesen.

Sollte der Hebammenberuf aussterben, dann möchte ich den Frauen- oder Kinderarzt sehen, der nachts, am Wochenende oder Weihnachten ein offenes Ohr, geschweige denn die Bereitschaft für einen Hausbesuch zeigt.

Wo bleibt das durch den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte verbriefte Recht jeder Schwangeren, ihren Geburtsort frei wählen zu dürfen, wenn es vielleicht bald keine Wahl mehr gibt! Ein Armutszeugnis für ein reiches, zivilisiertes Land und seine Gesundheitspolitik!

Entschuldige bitte meinen langen Text, aber dies ist mir eine Herzensangelegenheit!

Alles Gute für dich!

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Hebammen müssen enorme Summen dafür aufwenden um sich gegen Kunstfehler in ihrem Beruf abzusichern. Und Hebammen sind selten Großverdiener. Der monatliche Abschlag zu deren Berufshaftpflicht ist enorm, falls denn mal eine geeignete Versicherungspolice gegeben sein sollte.

Ähnliches Beispiel an den Ärzten in den USA. Diese müssen monatlich hohe Summen für ihre Haftpflicht aufwenden, damit sie Klagen von Patienten, nicht selten im Millionenbereich, nach entsprechendem Urteil begleichen können.

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Hebammen müssen jährlich eine enorm hohe Versicherungssumme zahlen, um abgesichert zu sein gegen Komlpikationen bei der Geburt, wenn etwas schief geht. Das können sich die Meisten nicht mehr leisten und müssen deswegen leider so einen tollen Job aufgeben .

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Das bedeutet, das die Beiträge der Berufshaftpflicht von selbständigen Hebammen so hoch sind, das sie nicht mehr zu bezahlen sind.

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Die Hebammen sollen ca.3000€im Jahr Haftpflicht bezahlen,da bleibt zum Leben fast nichts mehr.

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Kommentar von Lulu1920
08.01.2016, 20:49

Haftpflicht ist zwar wichtig, aber man muss nicht abschließen.

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