die Grünen fordern radikale Preiserhöhungen von Benzin, um das Klima zu entlasten.. warum keine Forderungen die Preise des ÖPNV radikal zu senken?

16 Antworten

Hallo,

anscheinend bist du sehr naiv..... denn um Klimaschutz geht es keinem der "Herrschaften" da oben in B, egal ob Grün,rot weiß,lila oder sonstwas....die wollen alle nur abkassieren.

Preiserhöhungen beim Kraftstoff treffen vor allem diejniegen, die auf ein Auto angewiesen sind (Berufspendler) und ab einem gewissen Punkt werden die zu Hause bleiben und in die Arbeitslosigeit gehen, weil sie schlicht nicht genug Geld verdienen um so exorbitante Benzinpreise zu bezahlen.Ohnehin ist es heute schon in vielen Familien so, das beide Ehepartner arbeiten und der Lohn des einen fast ganz für die Fahrtkosten von beiden draufgeht.

Preissenkungen im ÖPNV sind auch nicht möglich, weil der ohnehin schon subventioniert wird.Busse und Bahnen fahren auch nicht OHNE Kraftstoff bzw. Strom und die Einkaufspreise dafür steigen ständig.Dazu kommt ja noch das Personal der Betriebe, das ja auch wenigstens den Mindestlohn haben möchte.

Ein kleines Beispiel, nehmen wir einen gewöhnlichen SOLO-Bus (12 Meter lang) mit insgesamt 100 Plätzen insgesamt.Außer zu den Stoßzeiten /Büro-oder Schulanfang morgens/Feierabend ) sind da keine 100 Leute drin, sondern je nach der Region zwischen 15 bis 35 Leute.Rechnen wir mal mit dem günstigsten Fall nämlich 35 Leute pro Fahrt über den Tag.Bei 20 Fahrten wären das 700 Leute mit einer Einnahme von 1.540 € , wenn alle normale Monatskarten besitzen würden.Dem ist aber nicht so,denn es gibt ja jede Menge anderer Fahrausweise mit Rabatt und Freifahrten (SB-Ausweise) so das realistsch gesehen ca. 900 € pro Tag eingenommen werden.Davon muss aber Kraftstoff gekauft, der Fahrer bezahlt und das Reinigungspersonal im Betriebshof als wichtigster Posten. Dann natürlich noch die weiter anfallenden Anteiligen Kosten der Verwaltung, Werkstattarbeiten usw. usw.

Außerdem ist die tatsächliche Kostenrechnung noch viel schlimmer, weil in vielen Regionen die Auslastung zu bestimmten Tageszeiten noch deutlich schlechter ist.

Ok.. dann ein Zuschuss über die Bundesländer, welche in der Einkommensteuer die Werbungskosten senken. Außerdem positiver Nebeneffekt -> weniger Bürokratie durch Entlastung der Finanzämter.

Es wäre halt grob eine Subventionierung für die Arbeitnehmer... zur Entlastung von Umwelt, Arbeitnehmer und Bürokratie. Eigentlich machbar, wenn man überlegt, das 22jährige die noch nie einen Hammer in die Hand genommen haben 1000 € H4-Leistungen beziehen...

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@MickyFinn5

Du bist wirklich sehr naiv......Steuern vereinfachen in D ?? muahahahah das geht doch gar nicht, denn da hängt doch eine ganze Branche dran die davon prima lebt.....

Und ein 22 Jähriger der ALG II in Höhe von 1.000 € bekommt ist eine Lüge von Journalisten...der kriegt 432 € und das war es.

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@OlafausNRW
Steuern vereinfachen in D ?? muahahahah das geht doch gar nicht

Sicher geht das.. schau dir mal den aktuellen Blödsinn mit der USt an.

Und ein 22 Jähriger der ALG II in Höhe von 1.000 € bekommt ist eine Lüge von Journalisten...der kriegt 432 € und das war es.

Ein Vermieter stellt seine Wohnung für H4-Empfänger kostenlos zur Verfügung? Das ist ja der Hammer... ich zahle für meine monatlich Miete..

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@MickyFinn5

Erstens ist das ja befristet bis Jahresende und zweitens ist das ja höchst "Eigenützig" für den Staat, denn der spekuliert ja darauf, das mehr gekauft wird und so das bißchen Nachlaß mehrfach wieder eingenommen wird.

Sorry aber das ist Blödsinn hoch drei , KEIN Mensch stellt etwas "Kostenlos" zur Verfügung bzw. im Falle einer Wohnung würde der VM ja jede Menge Kohle aus eigener Tasche zahlen müssen...denn der Hartz IV -Empfänger muß ja dort gemeldet sein und damit werden Abgaben der Kommune dafür berechnet und die können je nach der Region bei 60 € im Monat für die Wohnung sein.Dazu kommen ja noch die Kosten für Heizung und Wasser.

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@OlafausNRW

Du hast geschrieben, dass H4-Empfänger 432 € bekommen und das wars. Sie bekommen Wohnraum, Versicherungen.. etc. In Summe kommen ca. 1000 € gut hin.

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@MickyFinn5

MOMENT MAL !! DU hast geschrieben:

Eigentlich machbar, wenn man überlegt, das 22jährige die noch nie einen Hammer in die Hand genommen haben 1000 € H4-Leistungen beziehen...

Und das ist schlichtweg FALSCH !!

Unter 25 Jahren bekommt niemand so einfach eine Wohnung vom Amt bezahlt

Denn grundsätzlich sind zunächst einmal die Eltern bis zum 25 Lebensjahr für ihre unverheirateten Kinder verantwortlich und daher wird das JC in solchen Fällen auch KEINE eigene Wohnung bezahlen.

Nur bei verheirateten Personen entsteht ein Anspruch auf Leistung, der aber dann ja auch für mindestens 2 Personen gilt (sogannte Bedarfsgemeinschaft) .Kommen da noch Kinder hinzu, ist die Leistung des ALG II sogar höher als mancher Verdienst eines normalen AN.

Warum glaubst du wohl will alle Welt (Flüchtlinge) mit Gewalt nach Deutschland ?? Hier ist doch das Schlaraffenland für die...bei der Kinderschar, die von denen mitgebracht wird.

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@OlafausNRW
Unter 25 Jahren bekommt niemand so einfach eine Wohnung vom Amt bezahlt

Ok. Da räume ich ein mich geirrt zu haben... kenne mich mit H4 (zugegeben) nicht soo gut aus. Meine Intention war es einen Vergleich aufzustellen, bei dem Bund / Länder / Gemeinden nicht knausern.

Warum glaubst du wohl will alle Welt (Flüchtlinge) mit Gewalt nach Deutschland ?? Hier ist doch das Schlaraffenland für die...bei der Kinderschar, die von denen mitgebracht wird.

Die Leistungen für solche Großfamilien sind mehr als üppig. Dieser Vergleich ist natürlich auch sehr gut, aber hier wird einem schnell "Hass" und "Hetze" nachgesagt..

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@MickyFinn5

Wenn du unsinnige Geldausgaben des Staates sucht, da gibt es genug von....:-)

Brücken für Eichhörnchen über Bundesstraßen......Radweg durch ein Naturschutzgebiet gebaut und das fiel denen erst hinter auf....also wieder Rückbau.....Pkw-Maut...aber die Betreiber Firmen bekommen trotzdem Millionen € usw.

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dann wären erhebliche Preisminderungen beim ÖPNV erforderlich.

Zunächst muss der ÖPNV soweit ausgebaut werden das er eine echte Alternative darstellt. Das ist allerdings so teuer das das Bisschen Spritsteuer mehr längst nicht ausreicht. Zudem erfordert das einen recht grossen Zeitraum.

Der ÖPNV stellt schon jetzt fast immer die günstigere Variante dar, wer derzeit Auto fährt, tut das also nicht weil der ÖPNV zu teuer wäre. (Ganz davon abgesehen enthält das Parteiprogramm der Grünen übrigens Forderungen nach erheblich vergünstigtem bzw. kostenlosen Nahverkehr, nur so am Rande.)

Auf der anderen Seite verursacht das "System Auto" jedoch jährlich ungedeckte Kosten in Milliardenhöhe (Subventionen für die Hersteller sind da nichtmal mit inbegriffen), für die derzeit die Allgemeinheit aufkommt; im Zuge einer Verkehrswende wäre es also durchaus sinnvoll, die Autofahrer dafür auch stärker selbst aufzukommen lassen.

stellt schon jetzt fast immer

Hehe.. da wackelt es schon :) Es sollte IMMER wesentlich günstiger sein.

wer derzeit Auto fährt, tut das also nicht weil der ÖPNV zu teuer wäre.

Nein, weil die Alternative (ÖPNV) nicht attraktiv genug ist.

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@MickyFinn5

Das ist Sache der Bundesländer. Wer beispielsweise in Mecklenburg-Vorpommern unterwegs ist, kann mangels wirklicher Organisationsleistung des Landes kaum auf den ÖPNV als alltagsfähige Alternative zurückgreifen. Wenige Kilometer südlich, in Brandenburg oder westlich, in Schleswig-Holstein sieht das ganz anders aus: Dort sorgen landesweite Verkehrsverbünde zumindest schonmal für einheitliche und preislich akzeptable Tarife sowie für gewisse Qualitätsstandards in allen Verkehrsmitteln und eine gute Verbindung zwischen den Linien und Verkehrsträgern.

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Auf der anderen Seite verursacht das "System Auto" jedoch jährlich ungedeckte Kosten in Milliardenhöhe

Sagt der Experte und meint damit die Autobahnen. Da er vom Fach ist, wie stellt er sich denn den Frachtverkehr ohne Autobahnen vor?

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@lesterb42

Ich habe nie behauptet, dass man sofort alle Autobahnen abreißen sollte, natürlich brauchen wir auch weiterhin welche. Aber im Güterverkehr muss langfristig ein großer Teil der Transporte auf die Schiene verlagert werden, Straßentransporte müssten dann eher als "letzte Meile" im kombinierten Verkehr beziehungsweise nur auf Kurzstrecken, wo sich kombinierter Verkehr nicht lohnt gefahren werden.

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@xyz911

Frommer Wunsch ohne Bezug zur Realität. Schade. Die Autobahnen werden weiter gebraucht und dein Hinweis auf ungedeckte Kosten ist Unsinn.

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Erst ein mal, da für eine Preissenkung in den öffentlichen Verkehrsmitteln weitaus mehr nötig wäre. Wenn man einfach nur sagt, die Preise sollen niedriger werden, kommen Verkehrsunternehmen nicht auf ihre Kosten und gehen pleite. Also muss man denen unter die Arme greifen. Dazu braucht man Geld. Das Geld muss man irgendwo hernehmen. Woher? Steuern. Steuererhöhungen sind allerdings bei den wenigsten beliebt, auch unter den Grünen-Wählern.

Zweitens ist es mit einer Preissenkung allein noch nicht getan. Viele geben an, sie würden trotzdem lieber mit dem Privat-PKW fahren, auch wäre der ÖPNV kostenlos. Städte, in denen kostenloser ÖPNV getestet wurde, bestätigen dies zum Teil. Der ÖPNV an sich muss attraktiver gestaltet werden. Mehr Busse, bessere Anbindung auch entlegender Gegenden, weniger überfüllte öffentliche Verkehrsmittel, mehr Fahrcomfort.

Auch die Preiserhöhung für Benzin ist eine solche Lösung. Die Grünen versuchen, komplexe Probleme durch einfache "Lösungen" zu beheben. Problem ist, dass es auf komplexe Probleme keine einfachen Lösungen gibt. Den Grünen geht es hier nicht um die Lösung dieser Probleme. Den Grünen geht es nur um Machtgewinn. Darum, gewählt zu werden. Das ist aber eine Eigenschaft, die man nicht nur bei den Grünen beobachten kann, sondern bei fast allen Parteien im Bundestag.

Du kennst offenbar das System des ÖPNV in Deutschland nicht besonders gut. Man könnte schon die Preise senken, den Verkehrsunternehmen würde das auch nucht besonders viel ausmachen, denn die haben mut dem Geld aus Fahrkartenverkäufen in der Regel nichts zu tun.

Letztendlich würde eine Preissenkung für die Fahrgäste zu einem reduzierten Kostendeckungsgrad durch Fahrgeldeinnahmem führen, was widerum einen höheren Zuschussanteil der öffentlichen Hand bedeuten würde. Allerdings würde dadurch kein Verkehrsunternehmen pleite gehen.

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@xyz911

Es geht hier aber nicht nur um eine Preissenkung, sondern um eine radikale Preissenkung. Nach dieser fragt der Nutzer. Und wenn ich mir so anschaue, wie die Verkehrsunternehmen mit dem Geld umgehen, sieht es nicht so aus, als hätten die so sonderlich viel übrig. Veraltete Busse und Bahnen, noch ältere sanierungswürdige Gleise, kaputte Klimaanlagen, ständige Verspätung oder Ausfall aus Personal- oder Zugmangel...

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@PeterLustig1999

Nach wie vor: In den Kassen der Verkehrsunternehmen würde sich auch durch eine noch so starke Preissenkung absolut nichts ändern

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warum keine Forderungen die Preise des ÖPNV radikal zu senken

Weil das den Staat was kosten würde - und man damit nun mal keine Wähler fängt, auch nicht die typische gute-Mittelschicht-Grünen-Wählerschaft - zumal die in der Regel lieber selber Auto fahren, ist halt bequemer ...

Rationaler wäre wohl einzusehen, dass man beim ÖPNV nichts einsparen kann, wenn man ihn gemäß umweltfreundlicherer Politik massiv auszubauen gedenkt. Busfahrer und Lockfüher, wie das rollende Inventar bezahlen sich schließlich nicht von alleine, und wenn man die Dichte erhöhen, heißt seinen Fahrzeugpark massiv ausbauen will, muss erstmal Zaster rein, bevor man da Preise senken kann.

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@Regenschirm235

Rationaler wäre, den ÖPNV auszubauen in den Städten, die P&R-Möglichkeiten auszubauen und den ÖPNV deutlich attraktiver zu machen - und ich liebäugele dann ja auch immer noch mit einem System, bei dem mit wenigen Ausnahmen Autos in der Stadt halt komplett verboten sind....

Aber sowas wäre den meisten Bürgern und vor allem den Grünenwählern halt zu links. Und ja, ich will das System steuerfinanziert haben.

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@guitschee

Gut, darüber als Alternative kann man reden, da hätte ich für meinen Teil bis auf ein paar technische Fragen, was Versorgungslogistik angeht, auch keine Einwände.

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