Die gesetzliche Rentenversicherung kann man nicht kündigen?

4 Antworten

Hallo,

na das kann ja nicht ganz so richtig sein.

Wenn du eine sozialversicherungsrechtliche Hauptbeschäftigung hast, dann zahlst du von dieser die Rentenversicherungsbeiträge.

Wird die ehemalige gewerbliche Beschäftigung eine Nebenbeschäftigung und nicht die überwiegende Beschäftigung deines Erwerbsleben , dann sind keine Rentenversicherungsbeiträge zu entrichten.

Beste Grüße

Dickie59

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Doch. Die Aufnahme einer Hauptbeschäftigung als Arbeitnehmer ist keinen Grund zur Befreiung der Rentenversicherungspflicht. Ich habe am Anfang auch so wie du gedacht. Leider ist es nicht so.

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@tomtom2018

Ausnahme: rentenversicherungspflichtige selbstständige Tätigkeiten

Für bestimmte selbstständige Tätigkeiten besteht eine generelle Rentenversicherungspflicht. So sind zum Beispiel Lehrer und Dozenten, Hebammen und andere Angehörige von Pflegeberufen sowie "arbeitnehmerähnliche Selbstständige" Zwangsmitglieder in der gesetzlichen Rentenversicherung. Als "arbeitnehmerähnlich" gelten Selbstständige, die auf Dauer und im Wesentlichen für nur einen Auftraggeber arbeiten. Ausführliche Informationen finden Sie im Überblicksbeitrag "Rentenversicherungspflicht für Selbstständige".

Bitte beachten: Das Bundessozialgericht hat vor einiger Zeit ausdrücklich festgestellt, dass die Versicherungspflicht für diese Berufsgruppen selbst dann besteht, wenn die betreffenden Tätigkeiten nebenberuflich ausgeübt werden!

Keine SV-Beiträge auf Nebeneinkünfte

Wer als Angestellter in der gesetzlichen Sozialversicherung pflichtversichert ist, muss auf nebenberufliche Einkünfte aus selbstständigen Tätigkeiten in den meisten Fällen keine zusätzlichen Beiträge bezahlen: Nebenberufliche Gewinne erhöhen das im Hauptberuf erzielte Arbeitseinkommen nicht – die monatlichen Beiträge an die Kranken-, Pflege- und Rentenkassen bleiben gleich.

Lediglich über die Unfallversicherung sollten Sie sich Gedanken machen: Die von Ihrem Arbeitgeber bezahlte Mitgliedschaft in der Berufsgenossenschaft erstreckt sich nicht auf Ihren Nebenberuf. Für Selbstständige und Gewerbetreibende ist die Mitgliedschaft in der Berufsgenossenschaft jedoch freiwillig – nur für eventuelle Mitarbeiter besteht Beitragspflicht.

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Da kommst du net mehr raus. Ist bei Ärzten auch so. Sie zahlen ja in die Ärzteversorgung ein. Wenn man da nicht rechtzeitig aus der RV austritt, bleibt man drin und erhält am Ende nicht mal eine Leistung.

Mein Tipp: Melde das Gewerbe einfach mal ab!

Dann fehlt auf jeden Fall schon mal die Anspruchsgrundlage für die Forderung von Rentenbeiträgen.

Nach 1-2 Monaten meldest du das Gewerbe wieder an.

Das ist völlig legal.

Diese Methode sollte zwar vorher noch mal gecheckt werden. Nach meiner Rechtsauffassung dürfte es da jedoch keine Schwierigkeiten geben.

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Habe ich mir auch überlegt. Leider würde ich in meiner Branche meine Kunden einfach verlieren. Sonst habe ich inzwischen nachgeschaut und die Beiträge kann man steuerlich absetzen. Also zur Info an allen hier.

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Eine Person möchte zukünftig allein Selbstständig tätig werden - was passiert mit dem vorhandenen Riester-Vertrag?

Person A war bisher in einem Angestelltenverhältnis tätig. Seit Jahren wird in einen Riester Vertrag eingezahlt, natürlich inkl. staatlicher Zulagen.

Nun ruft die Selbstständigkeit. Dadurch wird die Person nicht mehr in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen. Dies ist allerdings Voraussetzung fürs riestern.

Fragen

1) was passiert mit dem Riester Vertrag? Wird dieser gekündigt und hat das zur Folge, dass die staatlichen Zulagen zurück gezahlt werden müssen?

2) Will man weiter riestern, geht der einzige Weg über eine freiwillige Pflichtversicherung - korrekt?

3) was gibt es in Bezug auf die beiden Themengebiete Riester und Rentenversicherung noch zu beachten?

Vielen Dank

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