Die Freizeitgestaltung der bürgerlichen Familie im Kaiserreich?

5 Antworten

Damals gab es noch keine Medien wie heute, man las in seiner freien Zeit Bücher! Man spielte Gesellschaftsspiele, machte Hausmusik, schrieb Briefe, ging spazieren - am Strand, durch die Felder, durch den Park oder Gärten. Frauen machten Handarbeiten, Männer trafen sich mit anderen Männern, Kinder spielten miteinander. Es gab Vereine und Clubs mit mehr oder weniger vornehmen Beschäftigungen vom Literaturclub bis zum Kaninchenzüchterverein. Hast Du keine alten Verwandten, die Du darüber ausquetschen kannst? Versuch's doch mal in einem Altenheim, es gibt noch immer Menschen dort, die die letzten Zuckungen des Kaiserreichs miterlebt haben und prima erzählen können, wie das war, als sie Kinder waren. Gruß, q.

Die Kaiserzeit war auch - wie die spätere Weimarer Republik - die Zeit der Zeitungen. Boulevardblätter und Extrablätter spielten in einer Zeit, da es kein Fernsehen und Rundfunk, schon gar kein Internet gab, eine viel größere Rolle als gestern. Wie noch überkommene Namen zeigen, erschienen Zeitungen am Morgen, mittags und abends - und sie wurden gelesen. Oftmals wurden Reichstagsdebatten fast protokollartig dokumentiert. Natürlich las man gewöhnlich nur die Zeitung, die der eigenen politischen oder sozialen Heimat am nächsten war. Es gab eine gewisse Zensur, doch die war nicht zu vergleichen mit der in heutigen totalitären Staaten.

wolltest du da denn mitspielen/gestalten oder gar ein kaffeekränzchen gestalten

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