Die Frage geht nur an die Gläubigen die an Gott glauben?

29 Antworten

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Hallo DerAllerEchte7,

oft hört man: " Glaube heißt nicht wissen". Glaube jedoch, ohne jegliche Art von Beweisen, steht immer auf sehr wackligen Beinen und ist oft voller Zweifel. Interessant ist, wie die Bibel den Begriff "Glauben" definiert. Sie sagt: "Der Glaube ist die gesicherte Erwartung erhoffter Dinge, der offenkundige Erweis von Wirklichkeiten, obwohl man sie nicht sieht. s" (Hebräer 11:1).Eine andere Bibelübersetzung gibt diesen Text wie folgt wieder: ": „Der Glaube ist die Eigentumsurkunde von erhofften Dingen. Er ist sich über Dinge sicher, die man nicht sehen kann“ (The Simple English Bible).

Nach diesen Worten gleicht der Glaube also einer "Eigentumsurkunde". Wenn wir beispielsweise eine Eigentumsurkunde von einem Grundstück haben, dann sind wir ganz sicher, dass wir das Land auch besitzen. Die Urkunde beweist ja, dass wir der Eigentümer sind und niemand würde das in Frage ziehen können. Die gleiche Art von Sicherheit gibt uns der biblische Glaube, da er durch vielerlei Beweise gestützt wird. Welche "Beweise" gibt es für den Glauben an Gott? Wie kann man sich da sicher sein?

Nun, wenn Du nach einem wissenschaftlichen Beweis suchst, dann muss ich Dir von vornherein sagen, dass es den nicht gibt. Warum nicht? Weil die Wissenschaft nur in der Lage ist, Dinge nachzuweisen, die innerhalb der Reichweite des menschlich Erforschbaren liegen. Die Existenz Gottes geht jedoch weit über diese Grenzen hinaus. Er hat seinen Platz nicht irgendwo im Universum und wartet darauf, entdeckt zu werden. Aus diesem Grund wird es immer an einem wissenschaftlichen Nachweis fehlen.

Heißt das nun, dass Gott eben doch nicht beweisbar ist? Ganz im Gegenteil! Dazu eine Veranschaulichung: Stell Dir einmal vor, Du würdest eine Galerie betreten, in der die Werke eines unbekannten Künstlers ausgestellt sind. Keines seiner Werke weist eine Signatur auf. Es existiert von diesem Künstler weder ein Bild noch eine persönliche Aufzeichnung. Es gibt auch niemanden, der diesen Künstler je gesehen oder ihn persönlich kennengelernt hat. Würdest Du nun daraus schließen, dass es diesen Künstler vielleicht ja niemals gegeben hat? Aber da sind doch seine Werke, die Dich letztendlich davon überzeugen, dass es diesen Künstler geben muss oder dieser zumindest irgendwann gelebt haben muss.

Diese im Grunde zwingende Logik wendet man zwar immer dann an, wenn man von Menschen gemachte Dinge entdeckt (z.B. bei archäologischen Ausgrabungen), doch wenn es um Gott geht, dann reicht es vielen Menschen nicht, seine Werke als einen Beweis für seine Existenz gelten zu lassen. Wo liegt also das Problem? An einem Mangel an Beweisen? Ist nicht die uns umgebende Welt voll von Werken dieses größten "Künstlers" aller Zeiten? Welches seiner Werke trägt denn nicht den Beweis von Genialität und überragender Intelligenz?

Zum Beispiel enthält die Natur viele Beweise für die Existenz Gottes. Vor allem wenn man in die Details geht, wird einem das immer klarer. Was mich immer sehr fasziniert hat, ist die Zellforschung. Modernen Forschungen zufolge ist es gelungen, selbst die kleinsten Details zu erkennen und ihre Funktionsweise zu verstehen.

Kurz gesagt, gleicht die Zelle einer ummauerten Stadt mit Ein-und Ausgängen, Kraftwerken, Produktionsanlagen, einer Kommandozentrale uvam. Sie ist also, obwohl winzig klein, ein komplexes Gebilde, das ein großes Maß an Intelligenz erkennen lässt. Faszinierend finde ich auch die Konstruktionsmerkmale gewisser Lebewesen. Diese sind so fein ausgeklügelt, dass es sogar einen Forschungszweig der Wissenschaft gibt, der sich ausschließlich damit beschäftigt und die Verwertbarkeit und Anwendbarkeit für die Industrie prüft, die Biomimetik.

Oder nehmen wir das menschliche Gehirn. Ein Forscher sagte: „Das Gehirn ist das Komplizierteste, was wir bisher in unserem Universum entdeckt haben“ (James Watson, Molekularbiologe und Mitentdecker der Struktur der DNS). Der sowjetische Gehirnspezialistin Natalya Bekhterewa sagte: „Das Gehirn ist ein kompletter Kosmos im Kopf. Es ist das einzige menschliche Organ, das praktisch über unbegrenzte Möglichkeiten verfügt“.

In der New Encyclopædia Britannica heißt es: „Die Informationsübertragung innerhalb des Nervensystems ist komplexer als die größten Fernsprechvermittlungszentralen. Die Problemlösung durch ein menschliches Gehirn übertrifft die Kapazität der stärksten Computer bei weitem.“ Ist es logisch anzunehmen, dass ein solch komplexes und kompliziertes Gebilde wie das Gehirn das Endprodukt einer langen Reihe mechanistischer Prozesse ist?

Der Naturwissenschaftler Wolf-Ekkehard Lönnig, langjährig tätig am Max-Planck-Institut für Züchtungsforschung sagte in einem Interview:"Durch meine empirischen Forschungen in der Genetik sowie durch Studien biologischer Themen wie Physiologie und Morphologie komme ich mit der enormen, oft unfassbaren Komplexität der Lebewesen unmittelbar in Berührung. Meine einschlägigen Studien haben mich in der Überzeugung bestärkt, dass Lebewesen — selbst die einfachsten — einen intelligenten Ursprung haben müssen".

Byron Leon Meadows, bei der NASA im Bereich Laserphysik tätig, sagte: "Bei meiner Forschungsarbeit habe ich oft mit physikalischen Prinzipien zu tun. Ich versuche zu verstehen, wie und warum gewisse Dinge ablaufen. Auf meinem Forschungsgebiet ist eines eindeutig zu erkennen: Alles, was ich beobachte, hat eine Ursache. Ich halte es für wissenschaftlich vernünftig, davon auszugehen, dass Gott die ursprüngliche Ursache von allem in der Natur ist. Die Naturgesetze sind so konstant, dass eine ordnende Kraft, ein Urheber, dahinter stehen muss".

Das sind nur zwei Stimmen von Wissenschaftlern, die ihre Überzeugung an einen Schöpfergott eindeutig bezeugen. Es gibt noch viele weitere Wissenschaftler, die durch ihre Forschungen zu der Überzeugung gelangt sind, dass es einen intelligenten Planer und Konstrukteur gibt.

Wenn man sich mit den Strukturen und Prozessen des Lebens eingehend beschäftigt, dann liegt es letztlich an einem selbst, welche Schlussfolgerungen man daraus ziehen möchte. Man sollte sich aber auch ehrlich fragen: "Glaube ich nur das, was ich sehen möchte?" Diese Frage muss sich letztendlich jeder selbst beantworten.

LG Philipp

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Dankeschön bis jetzt die beste Antwort die ich je bekommen habe

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@Philipp59

Kein Problem für so eine Antwort gibt's natürlich auch ein Stern

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ich hoffe ihr weißt was ich meine

Erstens heißt es, "ich hoffe, Ihr wisst, was ich meine."

Die Frage geht nur an die Gläubigen die an Gott glauben?
Könntet ihr Beweise oder Wunder nennen

Zweitens braucht niemand, der wirklich glaubt, Beweise. Man braucht nur Beweise, wenn man wissen will.

Drittens ist die Bibel, von den Büchern Moses an, über verschiedene des Alten Testaments bis hin zu den Evangelien im Neuen Testament voll von Wundern, sie schon erwähnend aufzuzählen, würde vermutlich allein schon die Zeichenanzahl einer Antwort an die Grenze bringen. Wer Augen hat, der lese selbst in der Bibel.

Viertens habe ich selbst schon verschiedenes erlebt, was an Wunder grenzt, denn vieles davon war kaum oder nicht erklärbar und genau das macht ein Wunder aus. Dazu zählen verschiedene Unfälle, die eigentlich nicht hätten unbeschadet überstanden werden können, von denen ich kaum oder keine Spuren davon trug, ein direkter Blitzschlag, von welchem ich ebenfalls keine Folgen erlitt, eine Fahrt mit einem vor ein paar Monaten gekauften gebrauchten Auto, wo die vorderen Bremsen, ohne dass ich davon wusste, echt am Ende waren, ich in einer regennassen Nacht etwa 450 km größtenteils auf der Autobahn nach Hause gefahren bin und nichts schlimmes dabei geschehen ist. Schön und gut, das Auto hat ABS, wie ich später erfuhr, was bei diesem Modell aber nicht Standard gewesen ist, aber wie der KFZ-Werkstattmeister meines Vertrauens meinte, hätte dieses allein mich auf der Fahrt nicht ausreichend vor Schaden bewahren können. Er meinte, dass mich da wohl gleich eine ganze Schar an Schutzengeln vor Schaden bewahrt haben müssen. Aus meiner Zeit als Zeitungsausträgern fallen mir da auch noch verschiedene "kleine" Wunder ein, die mit dem Wetter zu tun haben und meistens mit einer zeitlichen Abstimmung in Zusammenhang stehen, in Folge dessen ich gelernt habe, genau auf den Wortlaut zu achten, worum ich in einem Gebet zu Gott um etwas bitte. Genau deshalb halte ich eigentlich nichts von vorgefassten Gebeten, weil sie in den seltensten Fällen genau der Situation entsprechen, in der man sich gerade befindet und oft viel zu allgemein gefasst sind, um wirklich die Hilfe zu erbitten, die man gerade braucht.

Was die Bibel angeht, insbesondere aber was davon die Wunder betrifft, so meinen selbst viele Gläubige, dass diese nur Gleichnisse sind, insbesondere wenn diese von Jesus getan worden sein sollen, zum Beispiel dass er über einen See gegangen sein soll (vgl. https://www.bibleserver.com/text/EU/Matthäus14,22-33 ). Dabei wird aber offensichtlich eine Tatsache ignoriert, nämlich dass in den Evangelien ausnahmslos die Gleichnisse, was ihre Bedeutung angeht, erläutert werden, was aber bei den Wundern nicht der Fall ist. Wenn also der Gang über den See, die Heilung einer gelähmten, besessenen, blinden, tauben, aussätzigen oder an was auch immer leidenden Person (an verschiedenen Stellen der Evangelien) oder gar die Auferweckung einer Person (vgl. https://www.bibleserver.com/text/EU/Johannes11,1-46 ), die Umwandlung von Wasser zu Wein (vgl. https://www.bibleserver.com/text/EU/Johannes2,1-12 ), die Verfluchung eines Feigenbaums (vgl. https://www.bibleserver.com/text/EU/Matthäus21,18-22 ) und so weiter was die von Jesus getanen Wunder betrifft, keine Erklärung in den Evangelien enthält, wo diese Wunder aufgezählt sind, dann sind es verdammt noch mal keine Gleichnisse, sondern Wunder.

Ähnliches gilt für die Wunder in den Büchern Moses und verschiedener anderer Propheten des Alten Testaments. Der Unterschied, dass es heutzutage kaum noch jemanden oder augenscheinlich niemanden mehr gibt, der vergleichbare Wunder bewirkt, liegt dabei nicht an der Grundlage dieser Wunder. Die grundlegenden Eigenschaften zu diesen Wundern sind immer noch dieselben und es hat sich von Anbeginn der Zeit auch bis heute nichts daran geändert. Lediglich zwei Dinge wurden anders, die aber nichts mit diesen Grundlagen zu tun haben.

Erstens hat sich die Sichtweise der Menschen durch ihre hinzu gewonnenen Erkenntnisse verändert, doch in Bezug auf das, was die verschiedenen Wunder der Bibel betrifft, war diese Veränderung der Sichtweise nicht gerade vorteilhaft gegenüber zweitens, nämlich dem für Wundertaten erforderlichen Vertrauen. Zu wissen, wie etwas möglich ist, ist das Eine. Dem https://www.bibleserver.com/text/EU/1.Korinther12,1-11 nach gibt der Heilige Geist die geistigen Gaben, durch welche Wunder möglich sind, den Menschen gemäß dem, wie er es will. Anhand eigener Erfahrungen weiß ich, dass der Heilige Geist einem auch das entsprechende Wissen vermittelt. Doch wie es mit dem Schwimmen, dem Radfahren oder ganz am Anfang mit dem Laufen ist, genügt es nicht, zu wissen, wie etwas geht, sondern man muss auch das notwendige Vertrauen entwickeln, um dieses Wissen praktisch umzusetzen. Ganz genau so ist es auch bei den geistigen Gaben. Wenn man Anleitungen durch Inspirationen erhält, ist das der eine leichte Teil, aber das notwendige Vertrauen zu finden, um den Anleitungen folgen zu können, ist gerade in einer Zeit, wo es kaum oder keine nennenswerte(n) lebende(n) Vorbilder gibt, besonders schwierig.

Allerdings war dies den Jüngern Jesu schon stellenweise laut den Evangelien schwer gefallen, selbst wenn sie selbst schon Erfolge hatten, wobei ich da an den Gang Jesu über den See denke, wo Petrus auf ihn zu kam, bis er wegen dem Wind Zweifel hatte (vgl. https://www.bibleserver.com/text/EU/Matthäus14,29-31 ).

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Dankeschön für die Antworten aber beliebigen müssen sie mich nicht das war die autokorrektur und ich weiß das in der Bibel im koran und in der Tora wunder drin sind

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Für mich gibt es viele Gründe dafür, dass es Gott gibt und dass die Bibel Gottes wahres Wort und Offenbarung für uns Menschen ist, z. B.:

Gott ist auch in der Schöpfung zu finden. In jeder Zelle spielen sich ständig tausende von Prozessen ab. Es muss ein intelligenter Schöpfer hinter den vielen "Wundern" stecken, die wir im Universum und in der Pflanzen- und Tierwelt entdecken können...

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Lg xx

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