Die Frage für die Ostdeutschen: Was hat euch die Vereinigung gebracht?

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6 Antworten

Hi Vitaly. So schlimm war die DDR nicht wenn man nicht auffällig und auf der Hut war mit dem was man sagte, vorallen wem. Es gab Menschen für die ich die Hand ins Feuer gelegt hätte und eines besseren belehrt wurde. Es war schwer moderne Wohnungen zu finden und über den Feiertagen (fällt mir grade ein) hatten wir oft im Ort kein Strom. Die Preise der Lebensmittel und Mieten der alten Wohnungen waren nicht hoch, aber die Löhne auch nicht. Die Jobs waren uns sicher aber wie lange noch, wo die DDR so verschuldet war und selbst der große Bruder hätte uns da sicherlich nicht mehr helfen können.Es gab gutes aber keine Freiheit andere Länder zu besuchen die als Kapitalistisch galten. Auch was man sagte mußte genaustens bedacht werden, wenn nicht konnte man sich die Schwedischen Gardinen von nahen beschauen. Wir haben viel verrückte sachen gemacht und so manches mal verdammtes Glück gehabt. Die Nacht der Nächte war für mich überraschend und ich glaubte an einen üblen Scherz. Es ist nicht leichter geworden manches sogar härter und auch für dieser form von Vater Staat würde ich nicht meine Hand ins Feuer legen. Doch ich bin glücklich, habe meine arbeit, mein kleines Heim und meine Familie, so wie Freunde was will man mehr. Sehne Dich nie nach dem was du nicht kennst, nur nach dem was Du dir wünscht...

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Kommentar von Marios1972
10.01.2016, 01:03

Hätte ich besser nicht sagen können

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Kommentar von Vitaly1989
10.01.2016, 01:16

Vielen Dank für deine Erinnerung! :)

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Mein alter Staatsbürgerkunde Lehrer  hat sich damals erhängt kam mit der Wende nicht klar viele ältere auch nicht sind daran verzweifelt für sie war die DDR alles für das sie 40 Jahre geackert hatten tja die DDR waren die Manschen die darin lebten wie jetzt eben auch aber schlecht ging es mir wohlgemerkt als Kind damals nicht.Gute Schule ,Kindergarten ,Krankenkasse.Selbst die heutigen naserümpfenden Plattenbauten hey ich hatte mein eigenes Zimmer ,Zentralheizung (vorher Ofen und Beuler ) Schule keine 100 meter weg alls top

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Kommentar von Vitaly1989
10.01.2016, 00:22

Danke! :) Viele Leute in Russland haben auch dieselbe Nostalgie über die USSR.

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Ok    ich bin 43 und ex Ossi ^^ naja mir ging es gut in der DDR was anderes wusste ich auch nicht mir wurde es so beigebracht und mir hat nichts gefehlt.Da ich mittlerweile auch einen guten Job habe geht es mir auch jetzt gut allerdings naja ich denke in der DDR konnte man sorglos und gut Leben solange die ansprüche nicht zu hoch waren.Ich vergesse nie die traurigen Gesichter vor dem Arbeitsamt kurz nach der Wende.  Was soll ich sagen Diktatur ja sobald mann gegen das System schoss nur ist das heute anders selbst bei uns ???? Freie Meinung tja solange es dem Stadt passt und eines ist fakt ich musste mir in der DDR keine Sorgen machen um Krankenkassen,Ausbildungsplatz,Arbeit oder Geld nur es gab eben nicht sooooo viel und ich konnte nur an die Ostsee und nicht den Rest der Welt sehen 

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Kommentar von Vitaly1989
09.01.2016, 23:55

Danke!

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Den Zweifel.

Schaust ich bin Wossi, habe in beiden deutschen Staaten gelebt und bin Zeitzeuge der Ereignisse.

Heute hat es HartzIV (DDR 2.0), der Auslöser für Niedriglöhne und Rentnerarmut.
Lösen wir das auf:

In der DDR gab es einen Mindestlohn und eine Mindestrente, Arbeitsplätze und Einkommen.
Der Mindestlon belief sich auf 320 Ostmark, die Mindestrente auch. Die Löhne lagen darüber, so um das Doppelte.

HartzIV (Existenzminimum) ist Regelsatz + KDU, incl. KV, original DDR 2.0.
Dann hat man sich endlich zu einem Mindestlohn durchgerungen und ist gleich wieder zu kurz gesprungen.
Dieses Elend gab es in der DDR auch schon, dafür brauchte es den Westen wahrlich nicht.

Ob der Einzelne sich etwas nicht kaufen kann weil es das nicht gibt, oder er kann es sich nicht kaufen weil er es sich nicht leisten kann, das macht keinen Unterschied.

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Es gab Arbeit und Wohnungen für alle, und alle Frauen konnten arbeiten,

ist das nicht mit einer rosaroten Brille gesehen


es gab Arbeit für alle das stimmt jeder hatte was zu tun sinnvolles und weniger sinnvolles  ... egal immerhin beschäftigt

Wohnungen, warum haben alle so früh geheiratet ? doch nur weil man erst dann Anspruch auf ne Wohnung hatte ... oder war es typisch dass ein 18 Jähriger von zuhaus auszog ?

alle Frauen konnten arbeiten ... hatten die ne andere Wahl ?

"das Recht und die Pflicht zur Arbeit bilden einen Einheit", soweit aus der DDR Verfassung

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Kommentar von Vitaly1989
09.01.2016, 23:58

Aber ist es besser arbeitslos zu sein?

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Kommentar von Marios1972
10.01.2016, 00:02

Ja natürlich stimmt ja auch viele ehemalige Kollegen,freunde ,Verwandte die zur Wende Arbeit und oder Hoffnungslos geworden sind  tja nein die DDR ist kein leichtes Thema ist es nie zu viele Menschen und Schicksale stehen dahinter.Ich persönlich habe mir immer gesagt irgendwie gehst schon weiter  aber ich war auch erst 18 zur Wendezeit und verstehe den Frust der älteren 

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Kommentar von Hegemon
10.01.2016, 00:05

"alle Frauen konnten arbeiten ... hatten die ne andere Wahl ?"

Also meine Mutter ist damals wegen uns Kindern einige Zeit zuhause geblieben. Und ich mußte nicht in den Kindergarten. Fand ich übrigens gut. Also muß sie wohl 'ne Wahl gehabt haben.

Vaddern muß wohl auch gut verdient haben - hat 1970 immerhin für 'nen fabrikneuen W353 gereicht.

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U. a. war für mich ein Schlag in die Visage, wie Deine damaligen Landsleute (Gorbi & Co.) für ein paar Milliönchen einen ihrer treuesten Partner verkauft und verraten haben! 

Für die einen "positiv", für die anderen evtl. "negativ"!

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