Die Familie der 1950er

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8 Antworten

Dies nennt sich Wohlstand! Kinder lebten früher (in vielen Länder auch noch heute) bei ihren Eltern und Großeltern weil diese den Alltag nicht mehr bewältigen konnten. Dies ist wurde Schritt für Schritt in unserer Gesellschaft abgeschafft, z.B. durch Renten. Heute ist eine 70 Jahre alte Person durchaus in der Lage sich selbst zu versorgen, sei es medizinisch oder finanziell (selbst vorsorgen beziehe ich hierbei auf das nicht zusammen leben mit den jüngeren Generationen).

Während man in den 20er noch darauf angewiesen war das einen die jüngeren Generationen versorgen, hörte dies auf als der Wohlstand auf ein Niveau stieg in dem es möglich war finanziell vorzusorgen. Familienbande ist und war (so brutal es auch klingt) Mittel zum Zweck. Wenn du heute noch aufs Land fährst wirst du oft feststellen das dort eben noch genau diese Verhältnisse herrschen. Weil es dort eben nicht nur um die finanzielle Absicherung geht sondern eben auch um die Absicherung von Haus und Hof und diese kann halt nur von jüngeren Generationen bewirtschaftet werden.

Frag doch mal heute wie viele deiner Freunde für ihre Eltern vorsorgen. Wie viele von denen sorgen für den Lebensabend von den Eltern vor. Ich prognostiziere dir, das du diese an einer Hand abzählen kannst (wenn überhaupt).

Gruß, Nathan.

PS: Industrialisierung & Co führte eben zu diesem Wohlstand.

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Hallo XsmartypantsX

ganz so einfach ist das nicht zu beantworten. Aber die traditionellen Familienbande sind in ganz Euroa durch zwei Weltkriege weitgehend zerissen worden. Nach dem Krieg gab es auch in Deutschland z.B. eine riesige Menge von Kriegerwitwen, deren Leben nicht zu Enge war und die noch etwas vom Leben haben wollten.

Andererseits waren viele Soldaten und Flücktlinge vermisst. Viele Frauen hofften darauf, dass ihre Angehörigen wieder irgendwann auftauchen. Es war damals eine wichtige und ehrenhafte Aufgabe des Suchdienstes des Roten Kreuzes, solche Schicksle zu klären. Auch wenn man vom Tod eines Angehörigen erfuhr, war doch die Unsicherheit zu Ende und man konnte sich neue Lebensziele setzen.

Dadurch gab es in der damaligen Zeit viele Patchworkfamilein (nach heutigem Sprachgebrauch) und ebensolche Zweierbeziehungen. Das hat die traditionellen Familienbande aufgelöst. Man kann sich vorstellen: Eltern eines vermißten Soldaten haben ihrer Schwiegertochter nie verziehen, dass sie z.B. ihren Mann, den Sohn dieser Eltern, für tot erklären ließ.

Auch die CDU, die in der damaligen Zeit mit Konrad Adenauer und Erhard am Ruder war, hatte ein Weltbild, das sehr, sehr traditionell war und "Ausrutscher" überhaupt nicht duldete. Sie - die stellte die "heilige" Familie in den Mittelpunkt, obwohl es die gar nicht mehr gab.

Auch die Ortsgebundenheit der Menschen nahm ab: es setzte eine recht große Landflucht ein: junge Menschen gingen zum Arbeiten in die Städtchen, in die Großstädte, um dort zu leben. Die Bindung an zu Hause wurde schwächer, Der Einfluss der Eltern sank.

Klar, das hatte schon mit der industriellen Revolution begonnen, aber durch die Wirren besonders des zweiten Weltkrieges war das dermaßen verstärkt worden, dass es eine Abkehr vom üblichen Familienverband gab. Dazu wirkte auch die konservative CDU-Familienpolitik kontraproduktiv.

Eine wesentliche Verstärkung gab es durch die Bildung und Ausbildung breiter Bevölkerungsschichten nach dem Krieg: Nicht nur, dass jeder meinte, meine Kinder sollen es mal besser haben als ich, auch Mädchen bekamen jetzt selbstverständlich eine Ausbildung. Der Einfluss der Emazipation (Blaustümpfe, wie man die Frauenrechtlerinnen noch zwischen den Kriegen genannt hatte) nahm zu, die Bildung wurde immer sebstverständlicher. Und Gebildete Leute müssen ihrer Arbeit oft hinterherreisen, gebildete Familien verstreuen sich oft über ganz Deutschland, heute sagar über die ganze Welt. Da ist die Kleinfamilie oft die einzige Bindung, die bleibt.

Diese Entwicklung geht ungebremst weiter: heute ist die Zahl der Einpersonenhaushalte schon über ein Drittel der Wohnungsinhaber gestiegen. Die Bedeutung der Ehe nimmt immer mehr ab ("wilde" Ehen). Das geht sogar so weit, dass der Gesetzgeber heute von "eheänlichen" Wohnformen spricht und diese auch steuerlich entsprechend behandelt.

Grüße aus dem Schwarzwald

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Nun,ich glaube,dass nach der Erfindung der Dampfmaschine von James Watt ( Beginn der Industrialisierung) die Familien in die Industrie-Großsstädte wanderten und das die Antowrt dieser Frage ist.Die Großfamilien waren beisammen,weil dieser kleine Familienbetriebe führen mussten ( Handwerk etc.) Und die Beziehung zu den Familienmitgliedern war sehr wichtig,denn alle mussten zusammenhalten,um für ihre Existenz zu kämpfen.

Peace out ^^ Bounty

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der damals "moderne" mensch lebte höchst ungern mit den obrigkeitshörigen alten aus dem kaiserreich zusammen und es gab auch keine wohnungen in ausreichender größe. ein großteil der häuser war ja durch den krieg zerstört worden.

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Das ist nicht erst seit 1950 so, das hat schon mit der Industrialisierung begonnen. Die Großfamilien haben auf dem Land exisitert. Mit der Flucht in die Stadt hörte das auf.

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Ich würd mal sagen, dass viele Großeltern im krieg gestorben sind

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das kommt ja wohl auf die familie an

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Der gräßliche Krieg hat das verursacht!

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Kommentar von Katzenkopf
07.02.2013, 23:20

quark

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