Die Erde dreht sich mit einer Geschwindigkeit von 1670Km/h, wie ist es möglich, dass wir davon -

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10 Antworten

Der Vergleich mit dem Zug oder Auto, der hier schon mehrfach genannt wurde ist schon richtig, allerdings fehlt noch der wichtige Hinweis, dass sich die Luft, die zusammen mit uns im Zug oder Auto ist, gemeinsam mit dem Auto/Zug und uns bewegt, weshalb wir im Zug/Auto keinen Fahrtwind spüren (an dem man auch spüren könnte, dass man sich bewegt), wenn die Fenster geschlossen sind.

Die Luft auf der Erde, also die Atmosphäre, dreht sich zusammen mit der Erde und uns mit. Weiter oben nicht mehr ganz genau so schnell, wie ganz unten am Boden, aber das hat hauptsächlich Auswirkungen auf das Wettergeschehen und das Drehen der Windrichtung mit zunehmender Höhe.

Weil sich die Atmosphäre also mit der Erdoberfläche und uns zusammen bewegt, spüren wir auch keinen Fahrtwind von der Erdrotation.

Aber Du schreibst in Deiner Frage dass wir von der Erdrotation "nichts mitbekommen" würden, und das ist nicht richtig. Wir spüren zwar die Bewegung nicht körperlich, also so, wie wenn wir im Zug herum laufen, der mit gleicher Geschwindigkeit gerade aus fährt, aber wenn wir im Zug aus dem Fenster sehen, bekommen wir ja doch etwas davon mit, dass der Zug mit einer bestimmten Geschwindigkeit fährt, weil wir draussen die Landschaft vorbei ziehen sehen.

Das gleiche ist bei der Erdrotation der Fall. Auch hier bekommen wir visuell was davon mit, wenn wir 'aus dem Fenster' sehen. Das Fenster ist in dem Fall der Himmel, und wenn der nicht bewölkt ist, dann ist auch der Vorhang offen. ;) Und dort sehen wir wegen der Erdrotation die umgebende 'Landschaft' genauso vorbei ziehen, wie beim Blick aus dem Fenster eines fahrenden Zuges. Nur ist die 'Landschaft', die die Erde umgibt eben das Weltall mit seinen Sternen. Tagsüber sehen wir durch die Erdrotation nur einen Stern vorbei ziehen, weil er die anderen alle überstrahlt: die Sonne. Nachts sehen wir aber die anderen Sterne zusammen vorbei ziehen, also über den Himmel wandern. Das ist es, was wir von der Erdrotation direkt mitbekommen, und das ist ja nicht wenig.

Viele Grüße, Martin

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Kommentar von Rowal
12.12.2011, 18:51

Das ist insofern nicht ganz richtig, denn nach Aristoles "de caelo" und Ptolemäus "Almagest" (Megiste Syntaxis) rotiert der Fixsternhimmel und die Sonne um die Erde. Legt man also das Weltbild von Aristeles oder Ptolemäus (die sich allerdings um vieles unterscheiden) zugrunde, so ist dies kein Beweis für die Erdrotation. Doch z.B. das Faucaultsche Pendel ist ein solcher Beweis.

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Kommentar von DerAuswanderer
12.12.2011, 23:22

Kleiner Nachtrag: ;-)

Zitat: "Weiter oben nicht mehr ganz genau so schnell, wie ganz unten am Boden, aber das hat hauptsächlich Auswirkungen auf das Wettergeschehen und das Drehen der Windrichtung mit zunehmender Höhe."

Kann ich so nicht stehen lassen, siehe Jetstream. Die Windgeschwindigkeit ist weniger von der Höhe als viel mehr von der Energie abhängig, die der Luftmasse von außen zugeführt wird. Da gibt es viele Einflüsse, unter anderem Temperaturunterschiede, Druckausgleich, Corioliskraft (Ablenkung durch die sich drehende Erde). Da kann sich die Luft in großer Höhe durchaus auch sehr viel schneller als am Erdboden bewegen und das auch schon mal in Drehrichtung der Erde. Nur bekommen wir solche Stürme in großer Höhe hier unten normalerweise gar nicht mit. Piloten versuchen allerdings manchmal, solche Winde für sich ausznutzen, um beispielsweise Sprit zu sparen und/oder schneller voranzukommen.

Dem Foto nach zu urteilen bist Du auch ein Jünger Lilienthals? ;-)

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Die 1670 km/h ist die Geschwindigkeit am Äquator, nämlich 40000 / 24 km/h. Auf einem beliebigen Punkt auf der Erdoberfläche ist dieser Wert mit dem Kosinus des Breitengrades zu multiplizieren. Wohnt man als z.B. in Ulm auf dem Breitengrad 48°, hat man nur eine Geschwindigkeit von 1400 km/h. Auf dem Nordpol oder Südpol dreht man sich bloß um die eigene Achse (wenn diese genau mit der Erdachse zusammenfällt).

Deine Frage hat auch der große Aristoles gestellt. Allerdings ging er von einem Erdumfang von 70000 km aus. Demnach wäre die Geschwindigkeit am Äquator sogar 2920 km/h . Aristoteles kam in seinem Werk "de caelo" deshalb zu dem Schluß, die Erde rotiere überhaupt nicht, stattdessen rotiert der Sternenhimmel um die Erde. Selbst noch um 1580 kam Tycho Brahe zu dem Schluß, die Erde könne nicht rotieren, denn, wenn man eine Kanonenkugel genau senkrecht abschießt, so fällt sie zum Ausgangspunkt zurück, während doch die Erde mittlerweile wegrotiert sein sollte. Auch der herausragende Astronom Claudius Ptolemäus kam ca. im Jahre 120 zu dem Schluß, die Erde könne nicht rotierern, weil keine Windrichtung bevorzugt wurde und Winde aus allen Richtungen möglich sind.

Die Tragödie dieser herausragenden Persönlichkeiten der Geschichte besteht darin, dass sie nicht die Newtonsche Mechanik kannten und offensichtlich nicht in der Lage waren diese zu entwickeln. Mit Newtons Hilfe ist die Erklärung natürlich offensichtlich. Deine Aussage, dass wir nichts merken, ist aber nicht ganz richtig. Mit dem Faucaultschen Pendel z.B. kann bewiesen werden, dass die Erde tatsächlich rotiert und nicht der Sterenenhimmel, wie Aristoteles angenommen hat. Auch werden die Winde durchaus in geringer Weise durch die von der Erddrehung verursachten Corioliskraft abgelenkt.

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Von einer gleichförmigen Bewegung des eigenen Körpers bekommen wir nie etwas mit, wie denn auch? Wenn Du in einem Fahrzeug sitzt ohne aus dem Fenster zu schauen, bemerkst Du vielleicht ein Rumpeln. Das sind ständige, kleine unregelmäßige Beschleunigungen durch Unebenheiten. In einem modernen ICE bemerkst Du fast nichts. Außerdem ist Geschwindigkeit ohnehin relativ. Wer sagt Dir, ob sich ein Fahrzeug über eine ruhende Straße bewegt, oder ob sich die Straße unter dem ruhenden Fahrzeug verschiebt?

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Du fährst in einem Bus. Er fährt und du merkjst nichts. Du kannst dabei einen Schlüssel oder einen Augapfel o.ä. in die Luft werfen und kannst die Dinge genauso gut auch wieder fangen. Doch wenn der Bus beshcleunigt doer bremst wirkt die Trägheit. Du wirst nach vorn/hinten gedrückt. Genau das selbe mit der Erde. Da sie ihre Geschwindigkeit nicht merklich verändert,merken wir davon nichts. Wir bewegen uns übrigens mit noch viiiiiel höherer Geschwindigkeit um die Sonne und diese um das zentrum der Galaxis-Und diese bewegt sich auch noch. ;)

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Wir sind auf der Erde mit der Atmosphäre zusammen in einem geschlossenen System gefangen. Innerhalb dieses Systems sind alle Kräfte nicht spürbar.

Das ist wie beim Auto fahren oder Zug fahren. Da merkst Du auch nur bei Geschwindigkeitsänderungen, dass Du schneller oder langsamer wirst.

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Svagatam AAA666! Vielleicht liegt es ja an dem Gesetz der Entsprechung ? Die Form der gegenseitigen Angleichung oder Synchronisation (Entrainment) Gehirnwellenfrequenzen je nach Bewußtseinszustand-Wach-Tagträumen,Meditation oder Tiefschlaf- Die Erde hat eine Rotationsperiode 194,785 Hz sie sendet ein G aus. Unser Gehirn sendet im Wachzustand 14-20 Hz sie sendet ein G aus. ------Oben wie unten, unten wie oben----------------

Jai sacchitanand

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Kommentar von gfuser9283
11.12.2011, 19:17

Einhorn-Paralleluniversum?

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Das nennt sich Relativität der Bewegung (Darauf beruht auch die Spezielle Relativitätstheorie). Wenn du im ICE sitzt und er sich mit 300km/h bewegt, dann merkst du davon auch erst mal nichts. Erst wenn du aus dem Fenster rausschaust, siehst du, dass du dich schnell bewegst, das heißt du musst die Geschwindigkeit nur im Bezug zum irgendetwas anderem angeben.

Man kann nur die Geschwindigkeitsänderung, also die Beschleunigung spüren.

Diese 1670km/h sind noch nichts. Schau dir doch an mit welcher Geschwindigkeit die Erde um die Sonne und das Sonnensystem und den Galaxiskern kreisen. ;)

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Die erdanziehung hält uns unten- ausserdem haben wir ja auch eine Atmosfäre die wie sone art schutzschild funktioniert;D

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Kommentar von gfuser9283
11.12.2011, 15:18

Das hat damit nichts zu tun.

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Weil wir daran gewöhnt sind.

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Kommentar von gfuser9283
11.12.2011, 15:18

Das stimmt nicht. Das hat nichts mit Gewöhnung zu tun. Auch wenn du dich zum ersten mal in einem Flugzeug fliegst, dann merkst du darin seine Geschwindigkeit nicht. Man kann nur Beschleunigungen wahrnehmen, keine Geschwindigkeiten.

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Mit unseren Ohren können wir nur Beschleunigungen wahrnehmen aber nicht gleichmäßige Geschwindigkeiten.

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Kommentar von krabbeIkrabbe
14.12.2011, 10:07

mit unseren Ohren können wir Beschleunigungen wahrnehmen? aha, ich hab noch nie eine Beschleunigung gehört....

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