Die Emanzipation des Mannes?

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5 Antworten

Das Wort Emanzipation bezieht sich ursprünglich auf die Emanzipation des Mannes, nämlich auf seine Herauslösung aus der Abhängigkeit (manicipium) vom Elternhaus bzw. vom Vater.  Ich würde sagen, wirklich emanzipiert war der Römer erst, wenn er im Alter von etwa 32 Jahren seinen Wehrdienst (16 Jahre!) abgeleistet hatte und den väterlichen Hof übernahm. Diese Emanzipation erlangt der Mann heute im allgemeinen deutlich früher, aber ja wohl erst, wenn er sich selbst ernähren kann und nicht mehr bei seinen Eltern lebt.

Von einer Emanzipation der Frau war damals nicht die Rede, weil die jungen Frauen, wenn sie dann mit 16 einen 32-jährigen heirateten, von der Abhängigkeit vom Elternhaus unmittelbar in die Abhängigkeit vom Ehemann eintraten. Allerdings war diese Abhängigkeit in unterschiedlichen Epochen und gesellschaftlichen Schichten und Klassen durchaus unterschiedlich ausgeprägt. Die Emanzipation der Frauen in jüngerer Zeit ist bekannt.

Heutzutage allerdings kommt es oft vor, dass Männer psychisch und zuweilen auch wirtschaftlich abhängig sind von ihren Frauen. Sie sind nicht "wirklich" emanzipiert. Diskutabel ist, ob eine vollständige psychische und wirtschaftliche Unabhängigkeit zweier Ehepartner überhaupt anstrebenswert ist oder nicht.  Es könnte durchaus der Fall sein, dass Ehen, in denen sie gegeben ist, keine große Chance auf lange Dauer haben. Das zu untersuchen, wäre eine lohnende Aufgabe der Soziologie.

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Kommentar von Dackodil
29.05.2016, 18:06

Die Emanzipationsbewegung der Frauen hat nie die Abhängigkeit der Männer von den Frauen angestrebt.
Einfach nur die Umkehrung der Verhältnisse kann´s nicht sein.

Nur bei vollkommener Unabhängigkeit beider Partner kann überhaupt Liebe entstehen.

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Vielleicht als grundsätzliche Hilfestellung für eine Auseinandersetzung:

Die "Emanzipation des Mannes" wird unter zwei tendenziell unterschiedlichen Perspektiven verhandelt:

1. Die Position sogenannter/selbsternannter "Männerrechtler", die behaupten, dass die Bemühungen zur Emanzipation der Frau zu einem Verhältnis geführt hätte, in dem Männer nun die Unterdrückten wären (dabei beziehen sie sich z.B. auf Gesetze wie die "Frauenquote", manche aber tatsächlich auch gegen Gesetze gegen Vergewaltigungen), die es nun zu befreien gelte.

2. Die Position, die sich analog zur Empazipation der Frauen vollzieht - und damit eigentlich Emanzipation des Menschen an sich sein könnte und sollte: nämlich, dass es auch für Männer (genauso wie für Frauen) notwendig ist, sich von Geschlechtervorstellungen zu lösen (die einen Menschen ja grundsätzlich weniger autonom - im kantischen Sinne machen) und dadurch ein leben als freie und selbstbestimmte Individuen zu führen.

Grundsätzlich: Überlege dir mal, was "Emanzipation" eigentlich bedeutet bzw. bedeuten soll oder kann. Wenn du das für Philosophie machen sollst, hilft es immer, sich anzuschauen, was bestimmte Philosophen dazu gesagt haben. Und überlegt dir dann, wie du diesen Begriff auf die Vorstellung dessen, was Männer sind, sein sollen usw. anwenden kannst.

Ich hoffe, das hat geholfen :)

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Ich habe zwar keine Ahnung vom Thema, aber im Allgemeinen kann man seine eigene Meinung zu Hausaufgaben so bilden:

1. Bist du gut eingearbeitet? Dann versuche dir deine eigene Meinung zu bilden.

2. Kannst du dir keine eigene Meinung dazu bilden? Dann suche nach Meinungen (bspw. im Internet). Diese sollten am besten begründet sein und sich mit deiner Recherche decken.

3. Zu faul/zu wenig Zeit dafür? Nehme die Kontraposition ein. Beim Einnehmen der Kontraposition zwingst du dich selbst eine kleine Argumentation zur Rechtfertigung deiner Meinung abzuliefern. Gelingt dir dies, ist das i.d.R. eine gute Darstellung der "eigenen Meinung", welche btw. in Hausaufgaben auch von deiner wirklichen eigenen Meinung abweichen darf.

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Männer mussten sich garnicht von Frauen befreien. Ich finde die Emanzipation der Frauen hat sich nich nur rechte erkämpft sondern auch Doppelbelastung. Sie machen jetzt das was Männer ursprünglich gemacht haben und müssen ihrer Aufgabe als Frau auch noch gerecht werden

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