Die Eigenart des Ästhetischen von Lukács

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2 Antworten

Es geht um Kunsttheorie, also um die Fragen: Was ist Kunst, Was soll Kunst, Was macht der Künstler, Wie steht die Kunst zum Rest der Gesellschaft?

Aus den zahlreichen Stilen des 19. und 20. Jh. gab es Tendenzen in der Kunst, die aus der Natur, der Physik (Farbenlehre/Impressionismus), aus der kritischen Soziologie (Dada), aus der Psychologie (Surrealismus) oder der Wahrnehmungstheorie/Abstraktion stammten und die Kunst beeinflussten. Als Lukacs sein Werk schrieb, regierte in der Kunstwelt der => Abstrakte Expressionismus, Action Painting, Tachismus.

Lukacs will die Kunst an die Quellen mit der sichtbaren, konkreten, aus der Arbeit erschaffenen Welt der Werke und Werte binden. Indem Kunst die konkrete, nicht die vorgestellte, ideale, phantasierte, emotionale Welt widerspiegelt, macht der Künstler dem Betrachter seine Lebenswelt neu bewusst und besser durchschaubar.

Ein Beispiel: Beim Menschenzeichnen sehe ich nicht nur formal Farben, Licht und Schatten, Winkel und Abstände, sondern auch einen Menschen mit Lebensspuren, mit Verwachsungen, Narben, Falten, Druckstellen, mit seiner "sprechenden" Kleidung, den umgebenden Gegenständen seiner Erfahrungswelt - und verstehe so das konkrete Menschliche und seine gesellschaftliche Wirklichkeit und Entwicklung tiefer und ernster. Lukacs betont die aufklärende Richtung der Kunst.

Vorab muss ich sagen, dass ich mich nie mit Lukács beschäftigt habe. Aber wenn ich es müsste, würde ich vom Wikipedia-Artikel ausgehen und die dortigen Verweise "abklappern" in der Hoffnung, etwas verständlich Ausgedrücktes zu finden.

Diesen alten Spiegel-Artikel finde ich z. B. dazu hilfreich:

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-46173245.html

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