Die Ehefrau meines verstorbenen Vaters verwehrt Kontakt zu unserer Halbschwester. Neuer Lebensgefährte trägt bei?

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4 Antworten

Hallo erstmal,

ich glaube, auch wenn die Stiefmutter das Sorge- und Aufenthaltsbestimmungsrecht hat, darf sie nicht einfach den Kontakt zur Familie väterlicherseits unterbinden, denn soweit ich weiß darf Deine/ Eure Schwester ab dem 14. Lebensjahr mitbestimmen. An Deiner/ Eurer Stelle würde ich versuchen über Jugendamt, Beratungsstellen und falls notwendig, über einen Anwalt Auskünfte und Beratung zu bekommen, wie man in der Situation am besten weitermachen kann. Für mich scheint der Stiefvater eine große Rolle zu spielen (leidet er an Bindungsintoleranz?) und gerade ihm sind mehr oder minder die Hände gebunden, da er, wenn ich das richtig gelesen habe, nicht der leibliche Vater ist.
Habt ihr in der dortigen Nachbarschaft eventuell Freunde, die Euch weiterhelfen könnten? Vielleicht hören oder sehen sie ja was, was für Euch nützlich sein kann... bleibt am Ball und lasst Euch nicht wegbeißen. Ein Kind hat ein Recht darauf seine Ganze Familie zu kennen und regelmäßig zu sehen!

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Das wird schwierig, denn solange der/die Inhaber des Aufenthaltsbestimmungsrechts und Sorgerechts nicht zustimmen und die betreffende Person nicht selbst zum Jugendamt geht, um ihre Interessen durchzusetzen, wird nichts passieren. Sollte die Halbschwester tatsächlich zugestimmt haben, sowieso nicht. Möglicherweise wird durch diese Querelen die Halbschwester auch noch unnötig belastet. Vielleich sollte man besser mal ein paar Monate ruhig ins Land gehen lassen. Wenn die Halbschwester wirklich sehr starke Gefühle Euch gegenüber hat, wird sie Wege finden, Kontakt herzustellen.

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Teddy1109am 02.12.2015, 10:48

Aber das ist doch das Problem...die massive Einflussausübung.

Und eins voran, in die Kirche darf jeder und es kann einem das auch keiner verbieten!

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torfmauke 02.12.2015, 11:29
@Teddy1109am

Als nicht volljährige Person kann der Erziehungsberechtigte sie auch dort von Euch fernhalten. Sollte man deswegen an öffentlichen Orten einen Eklat heraufbeschwören, leidet doch letztendlich die Halbschwester darunter, das ist meines Erachtens nicht der richtige Weg.

Wenn die Halbschwester auf Eurer Seite ist, wird sie doch Möglichkeiten und Wege finden, ein heimliches Treffen zu organisieren (Schule/Sport/Hobby etc.), wo die Erziehungsberechtigten nicht zugegen sind. Dann könnte man auf friedliche Weise mit ihr abklären, welchen Weg sie bereit ist zu gehen, um Kontakt zu Euch zu bekommen. Notfalls muss das per Kassiber in die Wege geleitet werden.

Ohne Mitarbeit der Halbschwester bei Umgehung der Kontrolle durch die Erziehungsberechtigten sehe ich keine Chance, vor ihrer Volljährigkeit zu Potte zu kommen. Im Gegenteil würde Streit und Gewalt die Situation noch verschärfen und die Halbschwester möglicherweise darunter leiden müssen.

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Teddy1109am 03.12.2015, 06:30
@torfmauke

Klar kann sie von uns ferngehalten werden, aber es kann uns nicht die Teilnahme am Konfirmationsgottesdienst verboten werden.

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torfmauke 03.12.2015, 11:25
@Teddy1109am

Natürlich nicht, aber im Interesse der Halbschwester würde ich Streitigkeiten aus dem Weg gehen und auch keine provozieren.

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Auch wenn das Kind noch minderjährig ist und die Mutter das Sorgerecht hat, kann sie m.E. nicht ohne nachvollziehbaren Grund jeden Kontakt mit euch verbieten.

Ihr habt moralisch ein Recht darauf, eure Schwester zu sehen. Und die Rechtsausübung der Mutter hat dort ihre Grenze, wo sie rechts-missbräuchlich oder unethisch handelt.

Jeder vernünftige Mensch kann es nur begrüßen, wenn Geschwister miteinander auch Kontakt halten !!!

Sprech mal mit dem Jugendamt darüber.

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ihr solltet euch zurückhalten und aus den familienangelegenheiten raushalten. wenn ihr zur feier nicht erwünscht seit, dann ist das eine sache und die müsst ihr akzeptieren. vom gottesdienst fernhalten können sie euch nicht, weil die kirche ein ort für alle ist und somit auch euch offen. es sei denn es geht um eine private zeremonie und die familie hat die kirche gemietet. dann wäret ihr außen vor. aber in der regel haben ja mehrere "kinder" den gleichen termin. also geht hin.

die geschichte könnte irgenwann so enden, dass der neue lg der mutter das kind vielleicht noch adoptiert. dann seit ihr völlig raus aus der geschichte. kontaktverbote müsst ihr akzeptieren und befolgen. umgangsrecht habt ihr aber als geschwister auf jedenfall. auch die oma. das müsst ihr wenn nötig gerichtlich einfordern. das wären so 2-3 stunden im monat oder ihr trefft euch mit der kleinen irgendwo in der stadt oder in der schule oder wo auch immer. sie ist doch kein baby mehr, sondern sicher so um die 14 jahre alt oder?

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