Die Droge bestimmt sein Leben. Wie helfe ich meinem Sohn?

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10 Antworten

Suchtkrake Menschen wie Ihr Sohn sind unbelehrbar ziehen auch Freunde und Familie mit rein. So hart das klingt auf gar keinen Fall lnger Mitleid haben und seine Sucht auf keine Fall in irgend einer Form mit finanzieren. was Mausi911 da schreibt ist der falsche Weg, denn er macht dann auch die ganez Familie mit kaputt. Konsequent einen Dauer-Entzug in einer Klink verlangen (Harter Entzug und anschließend Einweisung in eine weit entfernt liegende Klinik) wird von der Rentenversicherung bezahlt. Falls er Arbeitslosengeld 2 bezieht (soziale Grundsicherung) muß die ihn zum Amtsarzt der Arbeitsagentur schicken (ich würde da etwas nachhelfen) Canabis ist NICHT harmlos es macht faul unzuverlässig und er hinterlässt einen Saustall. Nehmen Sie Kontakt mit einer anerkannten Suchtberatung auf denn er muß vorbereitend dort seine Mitwirkung beweisen. Das ist die beste Hilfe die Sie anbieten. Die Reheklinmik sollte weiter weg sein und der Hausarzt soll gleich eine Dauer von 3 Monaten beantragen. Da kann er noch so sauer drauf reagieren aber Sie sind schon von ihm in eine Co-Abhängigkeit gedrängt worden, lassen SDie sich das nicht länger gefallen wehren Sie sich

Bei meinem ex war es ähnlich (alles genau so nur das er nicht gedealt hat) ich weiß dir da leider nicht wirklich zu helfen aber ich kann ja mal erzählen wie es bei meinem ex war. als ich schwanger wurde habe ich ihm gesagt das ich ihn verlasse weil ich doch kein kind bei einem abhängigen kiffer großwerden lassen kann und er hat sofort aufgehört wegen dem kind. das kind habe ich leider verloren, er hat wieder angefangen und als ich ihn dann verlassen habe hat er wohl aufgehört um mich zurück zu bekommen... ich denke die einzige möglichkeit davon wirklich ganz loszukommen ist etwas ganz wichtiges (wie zb frau und kind) WEGEN dem kiffen zu verlieren und nur wiederbekommen zu können wenn man aufhört! aber wie man als mutter reagieren soll weiß ich nich aber ich hoffe das es gut geht... ich wünsche dir alles gute

Ich habe recht lange überlegt, wie ich meine Worte formulieren soll, damit sie Dir gegenüber nicht so hart vorkommen.

Fakt ist: Solange Dein Sohn nicht selbst und freiwillig zu einer neuen Therapie bereit ist, lässt er auch diesbezüglich Niemanden und Nichts an sich heran. Im Grunde müsste er mal ganz tief in den Keller fallen, damit er von selbst wach wird. Du schreibst, es liegt ihm sehr viel am Kontakt zur Familie. Das wäre ein Punkt, wo Du ansetzen könntest. Sage ihm ganz klipp und klar, dass die Familie nichts mit ihm zu tun haben möchte, solange er mit Drogen zu tun hat. Sage ihm aber auch, dass er jeden Rückhalt und jede Unterstützung von der Familie bekommt, wenn er ernsthaft von den Drogen weg kommen möchte.

Ich würde es zumindest auf diesem Weg versuchen, mich aber gleichzeitig erkundigen, welche Möglichkeiten Dir als Mutter noch zur Verfügung stehen. Dein Hausarzt oder auch ein Therapeut kann Dir da möglicherweise den einen oder anderen Rat geben.

Ich drücke Dir ganz doll die Daumen, dass Dein Sohn und Du Erfolg haben.

Danke. Exact in dieser Weise bin ich bisher auch verfahren, frage nur, ob insgesamt gesehen dieses Verhalten auch richtig ist. Nach dem Motto "Die Droge oder wir"! Grüßle

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@Lexanu

Ich denke, das ist die beste Reaktion, die Du derzeit zeigen kannst. Dein Verhalten ist vollkommen richtig. LG zrück

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Auch wenn es hart klingt, aber Du musst ihn so lange los- und fallen lassen, bis er etwas einsieht, da Du sonst nur co-abhängig (deckend) an ihm handeln würdest und er gar nichts lernen und einsehen kann. Wann sieht ein Mensch etwas ein? Wenn ihm etwas entzogen wird, was ihm gefiel. Seid hart wie bisher und 100% konsequent in Eurem Verhalten. Formuliert vor allem ihm gegenüber immer wieder, dass ihr nicht aus falsch verstandener Liebe ihm gestattet, die ganze Familie zu beeinflussen und zu zerstören. Wenn er zerstören will, dann nur sich selbst! Ich wünsche Euch gute Nerven, da ich mal in der Suchttherapie gearbeitet habe, weiß ich genau, was da bei Euch abläuft, jedoch alles andere würde ihm nicht helfen. LG Gaby

Hallo. Ich glaube, ich kann gut verstehen, was für Gedanken du dir machst. Bei meinem Freund war es auch so. Drogenkonsum und dealen ... er wollte eine Therapie machen, die er aber abgebrochen hat. Er meinte, er schafft es ohne Therapie. Aber er wurde rückfällig (wie dumm war ich auch, ihm das zu glauben?) Ich wusste nicht, was ich machen soll. Doch dann ließ ich ihn "fallen", entweder würde er wieder "aufstehen" oder er ist für mich gestorben. Und was war? Dann hat er angefangen zu denken, und ist in eine Therapie gegangen, die er durchgezogen hat. Manchmal muss man die Menschen einfach mal "fallen" lassen, damit sie mal darüber nachdenken ...

Leider ist es schwer, einem Süchtigen zu helfen, wenn er selber nicht den Willen hat, sein Leben zu ändern und ohne Drogen weiter zu führen. Es hört sich hart an, aber anscheinend ist er noch nicht Tief genug gesunken Wichtig ist, das du ihm weder Geld noch andere Dinge, die er Versetzen kann, gibst. Denn damit unterstüzt du seine Sucht nur. Auch wenn es sich jetzt sehr Herzlos anhört, aber zeige ihn bei der Polizei an wegen des Dealens. Er muss sehen, das du in keiner Weise hinter dem stehst, was er macht. Ich wünsche dir viel Kraft, die Zeit durchzustehen.

Auch wenn dein Sohn Drogenabhängig ist .nicht nur er gehört in eine Therapie sondern auch DU.Versteh mich jetzt bitte nicht Falsch . Ader nur dort findest du den Besten Rat um deinem Sohn zu helfen. Da gibt es Fachkräfte die dir die Dinge Erklären und dir die Zusammenhänge und deren Wirkung verständlich machen. Mit deinem Sohn solltest du auch weiterhin Kontakt halten aber mit strengen Regeln.Z.B. Beim Gespräch soll er Cleen sein usw.In deiner gegenwart keine Drogen dabei haben... Eine Suchtberatung ist zur Zeit auch für dich das Beste.Ich wünsch dir viel Glück.

Entschudige, wenn ich es so hart schreibe, aber wenn Du beweisen kannst, dass er dealt: Zeige ihn an! Ich weiß, es ist Dein Sohn, ich kann nachvollziehen, was Dich davon abhält, da ich selber zwei Söhne habe, einer ist im Alter Deines Sohnes, aber das wird die letzte Chance sein, die er kriegen kann.

Wenn Du Dich da nicht zu in der Lage fühlst, dann bleibe wenigstens hart, was den Kontakt betrifft. Die Regel: "Cannabis hat in meinem Haus nichts zu suchen" muss generell und immer gelten, auch wenn er krank wird oder einen Unfall hat.

Wenn Du ihn jetzt wieder aufnimmst, dann habt ihr, aber am Meisten Dein Sohn verloren...

LG

Wieselchen

Das ist eine schwierige Frage.

Meiner Meinung nach hast Du Dich bis jetzt völlig richtig verhalten.

Da der Sohn ja wohl den Kontakt zur Familie vermißt, würde ich da ansetzen und den Kontakt ganz abbrechen. Vielleicht kommt er so an einen Punkt, der ihn einsichtig (bzgl. Therapie) werden läßt.

Auf jeden Fall ist es sehr schwer für Dich, und ich wünsche Dir die notwendige Kraft.

Wieso dealt er überhaupt? Geldnot oder aufgrund des Freundeskreises??

Er dealt insbesonder um seinen Konsum zu finanzieren. Würde er nicht kiffen, käme er mit dem ihm zur Verfügung stehenden Geld sehr gut klar.

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@Lexanu

Also reine Beschaffungskriminalität zur Befriedigung seiner Sucht. Diese Möglichkeit muss ihm genommen werden. Ich weiß, dass ich da entgegen meiner sonstigen Gewohnheit sehr streng und kalt wirke, aber glaube mir, ich weiß, wovon ich rede. Mit suchtkranken Menschen kenne ich mich aus, und es ist tatsächlich so, dass ihnen Mitgefühl und Liebe gar nicht hilft. Das nutzen sie in ihrer Krankheit nur aus, unbewusst, nicht aus Egoismus, sondern weil ein Teil der Sucht wirklich nur daraus besteht, den Fortbestand der Drogenzufuhr zu sichern. Alles andere, Gesetz, selbst Familie und Liebe und Freunde werden da gnadenlos von der Sucht zur Seite geschoben.

Sie die Sucht als Feind an, bei der jedes Mittel Recht ist, um sie zu bekämpfen.

Ich wünsche Euch viel Kraft.

LG

Wieselchen

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@Wieselchen1

Oh, ich reiche noch ein h nach....

Es muss heißen: "Sieh die Sucht als Feind an"

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@Wieselchen1

Dank für Kommentar - als ich ihm letzte Woche zm Geb. gratulierte endete das Gespräch dramatisch. Er sagte ich ließe ihn "allein und im Stich" und ob ich mir vorstellen könne sie es für ihn sei keine Familie mehr zu haben. Er wurde extrem laut und klang verzweifelt und hat zum Schluss die Verbindung unterbrochen.Wie interpretiere ich diese Reaktion?

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@Lexanu

Zwei Dinge kommen da zusammen: Er merkt, dass Du es nun ernst meinst, und das ist gut so. Du solltest an dieser Reaktion merken, dass Du auf dem richtigen Weg bist. Er muss zusammenbrechen, damit er wieder neu anfangen kann, clean, ohne Drogen. Er merkt halt nun, dass die Drogen ihm die Familie nicht ersetzen können, und das ist auch für Dich ein gutes Zeichen.

Das zweite ist, dass seine Sucht versucht, Dich unter Druck zu setzen, an Deine Muttergefühle appelliert, die entgegengesetzt dem laufen werden, was die Vernunft und jeder Fachmann Dir jetzt rät. Er weiß ja, dass Du ihn liebst, und seine Sucht nährt sich von diesem Wissen und versucht alles, um Dich zum Umfallen zu bewegen.

Bleibe auf dem Weg. Zeig ihm, dass Du an ihn denkst, dass Du für ihn da bist, wenn er den ersten Schritt in Richtung Entzug macht, wenn er die Dealerei aufhört. Aber zeige ihm genauso klar und deutlich, dass Du nur für ihn da bist, wenn er die Drogen und die Dealerei aufgibt.

Es ist schwer, ich weiß. Und es tut weh, unglaublich weh. Wie musst Du dir vorkommen, so hart und abweisend zu bleiben, aber halte Dir immer vor Augen, dass dies der einzige Weg ist, ihm zu helfen.

Ich fühle mit Dir und wünsche Dir nochmals alle Kraft der Welt.

GLG

Wieselchen

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@Wieselchen1

Dank Dir nochmals für die ausführliche Antwort! Ja, ich liebe ihn in der Tat sehr und es bricht mir fast das Herz in dieser Form mit ihm umgehen zu "müssen". Andererseits sehe aber auch ich derzeit keine andere Möglichkeit. Bin erleichtert, dass so gut wie alle Kommentare meine Handlungsweise bestätigen. Sie bestärken uns in dem Gefühl richtig zu handeln. Danke nochmals für die guten Wünsche!! LG Lexanu

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