Die Bundeswehrausbildung oder Berufsausbildung

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4 Antworten

das musst du schon selber entscheiden-der Vorteil, den du bei der Bundeswehr hast: bessere Bezahlung auch schon in der Ausbildung, sicherer Arbeitsplatz, sehr gute Aus-und Weiterbildungsmöglichkeiten

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Eine Ausbildung bei der Bundeswehr unterscheidet sich GAR NICHT von einer zivilen Ausbildung,die ist oft sogar noch anspruchsvoller.

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Wenn du nicht eine sehr gute Chance auf Berufssoldat hast oder aktuell keine andere Möglichkeit, irgendwo unterzukommen, hast und dir Hartz IV droht, kann ich dir nur dringend von der Bundeswehr abraten!!!

Zumal die BW aktuell massiv Personal abbaut!!
Selbst wenn du ein paar Jahre dort hinkannst und dort vielleicht sogar eine zivil anerkannte Berufsausbildung machen kannst, stehst eher über kurz als lang wieder vorm nichts - nur älter, körperlicher kaputter und umweht vom Flair des " Nicht arbeiten könnens, weil zulange bei der BW".

UND: Die Bundeswehr speist SAZ nach ihrer Dienstzeit mit nur 90% des Mindestbemessungssatzes in der Rentenversicherung ab!!
Der Mindestbemessungssatz beläuft sich für die alten Bundesländer aktuell auf 400 € - Du bekommst Rente, als ob du die Jahre beim Bund monatlich brutto 360 € verdient hättest!!

Im etwas klareren Verhältnis heißt dies, daß du für deine BW-Jahre ( Ausbildung und ein paar Jahre als Ausgebildeter auf der Dienststelle ) nur 1/8 der Rentenbeiträge bekommst, als wenn du die Ausbildung und die Arbeit als Geselle/Facharbeiter/ Kaufmannsgehilfe/ etc. irgendwo in einer zivilen Firma gemacht hättest.

SAZ bei der Bundeswehr, möglichst noch mehr als 4 Jahre Dienstzeit, ist ein guter Weg hinterher von einem Zeitvertrag in die nächste Leiharbeit zukommen, abgelöst von Zeiten von Arbeitslosigkeit - was einem die Altersarmut garantiert!!

Hinzu kommt die Tatsache, daß man als SAZ nicht arbeitslosen- und, was noch schlimmer ist, nicht krankenversichert ist!
Bekommt man im Anschluß an seine BW-Zeit nicht direkt eine adäquate Anstellung, muß man sich entweder für sehr viel Geld privat krankenversichern ( was im Fall des Abrutschens in Hartz IV wegen der nur sehr begrenzten Beitragszahlungen der ARGE eine Todesfalle wird ) oder man ist überhaupt nicht krankenversichert und muß hoffen, daß einem nichts passiert.

Während des Bezuges von den Übergangsgebührnissen wird man nicht vom Arbeitsamt vermittelt, da man ohne vorherige Arbeitslosenversicherung keinen offiziellen Vermittlungsanspruch hat - immerhin sind einige Mitarbeiter dort auf freiwilliger Basis recht gnädig und geben wenigsten gewisse Hilfen, um wieder eine Arbeit zu bekommen.
Echte Arbeitslose haben aber immer Vorrang!

Dann noch ein wichtiger Punkt, der gegen die BW spricht: SAZ und Zivilangestellte sind nicht rückversichert, obwohl sie auch in Auslandseinsätze müssen!!
Passiert auf der heimatlichen Dienststelle oder im Auslandseinsatz dir etwas ,daß du voraussichtlich länger als 1 Jahr deinen Job nicht mehr ausüben kannst ( schwerer Unfall, Minentreffer, etc. ), fliegst du nach der Erstversorgung sofort wegen Dienstunfähigkeit aus deinen Vertrag und sitzt als erwerbsunfähiger Verletzter oder Krüppel mit gekürzten Übergangsgebührnissen ( nur für die gesunde Zeit im Dienstverhältnis ) auf der Strasse - ohne Krankenversicherung, ohne Arbeitslosenversicherung, und da aktuell erwerbsunfähig ohne Anspruch als ALG II!!!
Wenn man da nicht bei Familie oder Freunden unterkriechen kann und von denen durchgefüttert wird, droht das Obdachlosenasyl oder die Straße im wahrsten Sinne dieses Wortes. Da ist nichst mit Versehrtenrente oder Reha, damit man wieder arbeitsfähig wird - das überlässt die BW lieber anderen, die es aber seit Einführung der Hartz IV-Regelungen nicht mehr gibt.

Nach aktuellen Erhebungen ( von 2010 ) landen etwa 70% aller SAZ 4 - SAZ12 in den ersten 10 Jahren nach ihrer Entlassung auf Hartz IV! Bei den vorzeitig wegen Dienstunfähigkeit Ausgeschiedenen sind es sogar 90%.

Ich kann dir nur abraten, dein Leben und deine Gesundheit in die Hände der BW zu geben - sie wird es dir nicht lohnen!
Mach lieber deine zivile Ausbildung vom Automobilkaufmann, da hast du deutlich mehr von.

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vom hörensagen weiß ich, das leute die beim bund waren, es schwerer nach ihrer dienstzeit haben, in der zivilen wirtschaft fuß zu fassen. ob das stimmt, kann ich dir aber nich sagen

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Menze57 27.03.2012, 22:21

In welcher hinsicht schwer?

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Nordlandvirus 27.03.2012, 22:41
@Menze57

wie gesagt, ich habs nur gehört, aber da du beim bund ja nun befehlen gehorchst und keinenm kundenwunsch, könnte ich mir vorstellen, das die arbeitgeber die mangelnde erfahrung mit kunden eher negativ sehen. und da ja nun der markt mit arbeitskräften nich grad klein ist ist greifen sie vlt lieber zu zivilen angestellte.

Mein bruder hat übrigens bei der bundesforst gelernt, wo auch immer wieder ehemalige soldaten ne zivile ausbildung machen und der meinte, da die sich schlichtweg nicht unterordnen können.

Demgegnüber hab ich jetzt n komolitonen, der 11 jahre beim bund war und trotzdem nicht desozialisiert wurde ;)

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hartycat 28.03.2012, 11:10

Dein "hörensagen" zeigt sehr viel Unkenntnis, denn ca. 70% der ausscheidenden Zeitsoldaten schaffen problemlos den Übergang- die anderen haben sich zu sehr auf den Berufssoldaten konzentriert.

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