Die Bilder des 'wahren Menschen' der Philosophen Schopenhauer, Marx und Feuerbach?

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1 Antwort

Also erst mal Schopenhauer. Der ist hier liebevoll beschrieben:

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-73892435.html

und weiter:

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berkersheim 07.01.2016, 23:52

Zu Marx habe ich gefunden

http://www.fromm-gesellschaft.eu/images/pdf-Dateien/Petersen_Th_2008.pdf

und da auf Seite 2 Die marxsche Anthropologie.

So jetzt noch zu Feuerbach, der der schwierigste ist, weil sich sein Menschenbild wandelt, erst vom Idealismus Hegels bestimmt, dann sehr verwandt mit dem Menschenbild von Karl Marx, eine Zeit, in der sich beide sehr nahe standen und dann seine epikureisch geprägte Hinwendung zum Menschen als Empfindungswesen.

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berkersheim 07.01.2016, 23:56

Zu Feuerbach empfehle ich:

http://diepaideia.blogspot.de/2014/02/ludwig-feuerbach-und-der-mensch.html

Meine Meinung: Dem Zeitgeist ensprechend haben die Marx und Feuerbachs alle etwas Schwärmerisches. Hätte er seinen Epikur richtig gelesen, wäre er nicht der Schwärmerei der Liebe verfallen sondern hätte über das nüchternere Beziehungsband der Freundschaft philosophiert. Geblieben ist von ihm seine Religionskritik.

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berkersheim 08.01.2016, 00:00
@berkersheim

Wenn man sich die Beschreibung vor allem bei Marx des "wahren Menschen" als Gattungswesen, dem ja auch Feuerbach noch lange Zeit anhängt, genau anschaut, kann man erkennen, dass die ganze marxsche Kritik an einem sehr idealistischen Menschenbild hängt. Da hat er den Hegel eben doch noch nicht vollkommen vom Kopf auf die Füße gestellt.

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berkersheim 08.01.2016, 10:24
@berkersheim

Das Thema ging mir nicht aus dem Kopf, darum noch ein Nachtrag. Die Vorstellung des "wahren Menschen", des "Gattungsmenschen" stammt aus dem hegelschen Idealismus und sowohl Marx wie auch Feuerbach kommen von Hegel. Für Schopenhauer kann man diesen Begriff nicht anwenden, da Schopenhauer seine Philosophie ganz bewusst als Anti-Hegel formuliert hat. Schopenhauer lehnt den Begriff des Gattungsmenschen, des "wahren Menschen" als hegelsches Monstrum ab! Für Schopenhauer ist jeder Mensch ein einmaliges Individuum und - da auch sein Pessimismus - nicht als generell einzuschätzendes Wesen zu verorten. Schopenhauers WILLE ist eine wilde Lebensenergie, unberechenbar und jeder Gattungseinordnung unzugänglich. Auf ihn fußt daher Nietzsche, der den ganzen Gattungskram ebenso ablehnt.

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