Die beste Video DSLR - welche Kamera?

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Licht muss damit es am Sensor ankommt mal durch das Objektiv. Im Objektiv ist einiges an Glas und was beim Weg des Lichtes durch diese verschiedenen Glas-Linsen kaputt geht kann am Sensor nicht repariert werden! - Also kurz um: Was die Linse verbockt kann der beste 5000 EUR Profi-Body nicht mehr hinbiegen.

Ergo dessen sind gute Objektive wesentlich wichtiger als der Body an sich!

Filmen & DSLR ist so eine Sache…

Um wirklich sinnvoll filmen zu können braucht man diverses Zubehör wie Schwebestative, Dolly (Kamerawagen), Rig, usw.

Zum Zoomen muss man bei der DSLR an einem Ring am Objektiv drehen - Das verursacht Erschütterungen im Bild! Darum wird meist nicht gezoomt sondern die Kamera näher oder weiter weg gebracht. - Stichwort - Dolly (Kamerawagen) oder Schwebestativ (zum Ausgleich der Bewegungen des Gehens - Stadycam, Flycam, ...)

Professionelle Videographer setzen auch meist auf Festbrennweiten, einerseits wegen der besseren Bildqualität und der höheren Lichtstärke und andererseits wegen der kompakteren Bauweise.

Der AF ist bei der DSLR im LiveView- bzw. Videobetrieb kaum brauchbar:

  • langsam - Dauer zw. 2 und 6 Sek. bis die Kamera die optimale Schärfeeinstellungen gefunden hat sind keine Seltenheit!
  • pumpen - der AF fährt vor und zurück um die optimale Schärfepunkt zu finden
  • Nebengeräusche - der AF-Motor in der Kamera bzw. im Objektiv sorgt für Geräusche in der Tonspur

...und damit jedem 100 EUR Camcorder unterlegen.

Um das auszugleichen braucht man eine Möglichkeit manuell wackelfrei zu fokosieren. Das ermöglicht ein Rig. Ein Rig ist ein modular aufgebauter DSLR-Halter mit zB:

  • Fokusrad mit dem man den Fokusring der Optiken etwas feinfühliger und genauer aber vor allem Erschütterungsfrei über ein Umlenksystem bedienen kann,
  • Halter für größere externe Bildschirme,
  • Gegengewichten um die Kamera geschultert besser halten zu können,
  • Griffen für verschiedene Kamerapositionen,
  • etc.

Und dient zur besseren Handhabung.

Der eingebaute Ton ist auch meist grausam und vor allem hört man Fokus und Zoom-Geräusche. Da der Tom jedoch eher als Pilotton zur Nachvertonung gedacht ist stellt das wiederum kein Problem dar - Nur braucht man dann zusätzlich ein externes Mikrofon...

Ideal ist ein externes Mikrofon mit eigener Pegelsteuerung/Aufnahmegerät! Das hat viele Vorteile... Man kann es mit sozusagen jeder Kamera verwenden, Videos muss man ohnedies schneiden da kann man gleich eine 2. externe Tonspur mit einbauen und das interne Mikro nur als Pilotton verwenden.

Außerdem kann man bei etwas größeren Projekten einen Freund, Bruder, Schwester oder sonstjemand bitten den Ton zu machen und muss sich dann selber nur auf das Bild zu konzentrieren.

Weiters sind Mikrofone auch nicht universell. Je nach Einsatzort und Zweck ist da weiteres Zubehör wie ein Korb oder ein Ständer um es als Tischmikrofon zu verwenden sinnvoll. Da einige Kameras nach wie vor keine Pegelanzeige und Pegelsteuerung bieten ist das externe Aufnahmegerät mit Mikro sicherlich die bessere und flexiblere Option als der Aufpreis zum nächst besseren Kameramodell!

Eine richtig gute Lern-DVD ist "Praxistraining: Filmen mit der DSLR" aus dem Addison-Wesley-Verlag! Auf der wird alles von Kameraeinstellungen, Zubehör, Tonaufnahme bis zur Nachbearbeitung am PC und dem Schnitt beschrieben!

Hier siehst du mal den Video-AF einer Sony: https://www.youtube.com/watch?v=mPOlPvHO3iI (Sony hat den besten AF bei Video)

Kurz um:

Steck dein Geld in Zubehör und Objektive und was übrig bleibt verwende für die Kamera!

Ich selber verwende für fast alles folgende Brennweiten: 35mm, 50mm und 85mm. (die drei 1.8er Nikkore kommen zusammen auf 700-750 EUR) Ev. brauchst du noch mehr WW dazu dann wären 24mm und ev. 16mm oder 14mm noch ein Hit. Da gibt es eigene VDSLR-Objektive von Walimex oder Samyang (und auch ein 35mm VDSLR).

Damit hast du schon weit uber 1000 EUR investiert aber das Setup kann sich sehen lassen!

Ich pers. filme mit einer D3300 und bin sehr zufrieden.

Gleiche Frau, gleiche Kamera, 2 untersch. Objektive (50mm 1.8) - (Film, Video, Kamera) Gleiche Frau, gleiche Kamera, 2 untersch. Objektive (18-105mm Kit) - (Film, Video, Kamera)

Vielen Dank für deine ausführliche Antwort! Was entsprechendes equipment mit Schwebestativ etc. angeht bin ich tatsächlich schon versorgt. Dass das Objektiv gut sein muss, da geb ich dir recht. Habe bis jetzt noch nicht mit wechselobjektiven gearbeitet. Was mich an normalen Camcordern stört, ist dass sie meist im AVCHD Format ausgebeb, was zwar Speicher spart, aber auch qualitativ schlecht ist. Und die Stops an Dynamic Rang lassen bei "normalen" Cams meisst zu wünschen übrig... Ein weiteres Problem sind Framerate und Aufösung, die bei "billigeren" Geräten meist nicht justierbar sind, bzw. nur begrenzt einstellbar... Ist halt eine schwierige Entscheidung, ob z.B. 4k und bis zu 96fps wie bei der GH4 den Preis von guten 2,000€ wert sind.

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Hallo

was ist eine "Videoproduktion" konkret ?

DSLR out of the Box taugen nur für Footage oder Clips aber nicht für Reportage oder gar Spielfilm. Und DSLR haben wegen Aliasing/Moire, Banding, Line-Skipping, Artefakte, Rolling Shutter kein Universales Einsatzprofil. Die kurze Aufnahmezeit ist evtl. auch ein Problem.

Alles Probleme (oder Herausforderungen) die schon beim Drehen berücksichtigt werden müssen und auch im Postprozess evtl. noch Zeit und Softwarekosten nachziehen. Und wenn das nicht mehr machbar ist dann gibt es Footage wie bei denn ZDF Zoom Reportagen (Unscharf maskiert aber Hauptsache DSLR Look). Anderst gesagt wer mit DSLR Dreht muss schon verdammt viel können auf jeden Fall soviel das er keine dummen Fragen in Foren stellen muss bzw gleich clevere Fragen in den spezailisierten Foren stellt oder eine Experten direkt fragt (zb einen der vielen Verleiher).

Die "Beste" Filmbildqualität für kleines Geld haben immer noch die Lumix Hybride (GH2/GH3/GH4). Mit denn kann man auch Run & Gun arbeiten. Zudem gibt es für die GH2 einige nette "Russenhacks". Im mFT Bereich sind die Optiken meist "Filmtauglich" und es gibt ein paar nette Optiken die sich nicht hinter Cine-Primes verstecken müssen (zb die 3 Voigtländer Noktore für 1000€ Stück). Zudem ist der AVCHD Codec zZ immer noch der "Beste" weil mit der geringsten Prozessorlast für denn Recorder (Dafür muss der PC/MAC im Post eben länger röddeln)

Wenn man unbedingt was mit einem "Klapperkasten" braucht dann hat Nikon ZZ die beste Videobildqualität für kleines Geld. Die D7100/D5300/D5200/D3300 haben zZ das beste Videobild und einen "sauberen" HDMI Out. Für vergleichbares bei Canon müsste eine 5DIII einkaufen. Anderseits gibt es für 2000€ eine Sony a99 und mit deren Macken kommt man besser zuercht als mit den Canon Macken (OK, dank ML ist der Vorsprung einholbar)

Wenn es nur ums filmen geht , würde ich mir gar keine DSLR dafür kaufen, sondern lieber eine Videokamera . Eine DSLR ist zum fotografieren gemacht, als Nebenprodukt kann sie auch Videos machen. Allerdings hat das einen Preis .Der Sensor wird zu dabei heiß und die Lebensdauer dessen nimmt rapide ab. Man will doch nicht nur Kurzfilme machen. Auch mutiert der Sensor zum Staubmagneten, so daß du oft den Sensor reinigen darfst. Das Reinigen kann eine heikle Angelegenheit sein und ist keinem Anfänger zu empfehlen. Ein wirtschaftlicher Totalschaden kann dabei unter Umständen herauskommen

welche Videokamera würdest du empfehlen? Und warum nutzen dann vor allem youtuber meistens dslrs ? Danke für die Hinweise :)

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