Die beste Definition der Wirklichkeit?

6 Antworten

Das Wort "Wirklichkeit" ist schlecht definiert. Sicher kann man es als deutsche Übersetzung des Wortes "Realität" betrachten, wie tocik das tut. Das ist aber keineswegs selbstverständlich.

Das Wort "Realität" leitet sich ja ab von lateinisch "res" = Ding, Sache. Realität ist also dingliche Wirklichkeit. Die Frage ist, ob es auch ideelle Wirklichkeit gibt.

Ich stelle mir die Frage vor allem als Mathematiker, der ich auch bin. Gibt es Kreise und Rechte Winkel wirklich? Es sind ideelle Entitäten. Niemand hat jemals einen idealen Kreis oder Rechten Winkel gesehen. Die scheinbar real existierenden Kreise und Rechten Winkel sind nur unvollkommene Nachbildungen. Damit hatte Platon Recht, auch wenn man seine Sichtweise im Übrigen nicht verallgemeinern darf.

Ist die Geometrie, ist die ganze Mathematik nur die Beschäftigung mit etwas Unwirklichem? Sie ist die Beschäftigung mit ideellen Entitäten, und doch leiten wir Aussagen über Realität daraus ab. Sie wirkt also. Darum behaupte ich: Die Mathematik hat Wirklichkeit.

Wenn ich allerdings der Mathematik zugestehe, dass es sie wirklich gibt, stellt sich sofort die Frage, wie weit das auch für andere ideelle Entitäten aus Wissenschaft und Kunst gilt. Gibt es die Neunte Symphonie von Beethoven wirklich? Gäbe es sie auch dann noch wirklich, wenn alle Partituren und alle Tonträger der Neunten Symphonie vernichtet wären und sie nur noch in den Köpfen der Menschen existierte?

Mein Gehirn existiert so real wie mein Laptop. Daran, dass die Software darauf wirklich existiert, bezweifelt niemand (Daran, dass sie "Realität", also dingliche Existenz haben, kann man schon zweifeln. Es geht ja eher um Energieverteilungen als um "Dinge"). Soll ich nun an der wirklichen Existenz der Schaltungen in meinem Gehirn zweifeln? Jedenfalls wirken sie.

Sind Wissenschaft und Organisation Produktivkräfte? Marx hat sie nicht dazu gezählt, der "wissenschaftliche Sozialismus" der zweiten Hälfte des zwanzigsten Jahrhundert aber doch. Wenn etwas eine Produktivkraft ist, dass wirkt es auch und gehört zur Wirklichkeit. Realität? Naja...

Der Mensch kann träumen und besser gesagt, sich Dinge vorstellen, die noch nicht existieren, oder schon lange vorbei sind. Es soll sogar Menschen geben, welche sich nicht mehr sicher sind, was jetzt Realität und was Traum ist.

In einem Film, welcher gut gemacht ist, vergessen wir die Gegenwart und leben im Film. Klar irgendwann, spätestens wenn der Film endet, erwachen wir wieder und müssen uns in der Realität wieder zurecht finden.

Klar, das was wir Realität nennen, ist auch nur ein flüchtiger Moment. Ständig ändert sich was um uns herum und wir müssen uns dauernd neu ausrichten oder anpassen, damit wir mit der Realität Schritt halten. Die Gegenwart steht nicht still, darum ist sie kaum zu fassen.

Ausser den Naturgesetzen ist kaum was sicher oder beständig. Ansichten und Meinungen ändern sich immer wieder.


Wofür soll diese Frage gut sein? Egal, wie viele Wirklichkeiten es gibt, die Frage danach, welche davon die richtige ist, nimmt dir deine Verantwortung gegenüber deinen Mitmenschen und deiner Umwelt in diesem Moment nicht ab. Philosophieren über Wirklichkeit könnte auch als mentales Masturbieren aufgefasst werden.

Für mich ist immer nur die Wirklichkeit relevant, die ich gerade mit den Menschen teile, mit denen ich mich um ein gemeinsames gutes Miteinander bemühe.

Unterschiede zwischen Bewusstsein und Gewissenn

oder wie würdet ihr die einzelnen beschreiben?

 

 

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