Die Auswirkungen auf das Verhältnis zwischen König und Fürsten nach der goldenen Bulle?

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2 Antworten

In der Goldenen Bulle wurde das Heilige Römische Reich deutscher Nation endgültig als Wahlkönigtum bzw. - kaisertum festgelegt. Gewählt wurde der deutsche König /Kaiser von 7 Kurfürsten, später, nach Karl V. , als die Krönung zum Kaiser in Rom nicht mehr möglich war, wählte man gleich einen Kaiser. Die Auswirkungen auf die Stellung des Kaisers und der Fürsten waren erheblich. In den Wahlkapitulationen musste der zu wählende Kaiser erhebliche Zugeständnisse an die Kurfürsten machen, um gewählt zu werden: neben Geldzahlungen traten die Kandidaten nacheinander kaiserliche Hoheitsrechte an die Kurfürsten ab; auch die übrigen Fürsten kamen allmählich in den Besitz dieser Rechte; zuletzt war es die oberste Gerichtsbarkeit. Damit war die Macht des Kaisers in Deutschland beendet. Das Reich hatte sich zu einem extrem föderalen Gebilde entwickelt, in dem alle 300 Fürsten (+ 1400 sog. Reichsritterschaften sowie die freien Reichsstädte) die volle Souveränität besaßen. Der Kaiser selbst (schließlich nur noch Habsburger) war nur mächtig in seinem Hausbesitz, d.h. in den ihm unmittelbar unterstehenden Gebieten (bei den Habsburgern war das um 1500 ein ganzes Weltreich, von Österreich, Böhmen, Tirol bis Burgund, Spanien und die südamerikanischen Kolonien).

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MfG

Arnold

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