Die Angst vor Medikamenten bekämpfen?

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4 Antworten

Stell dir vor du gehst einen Weg entlang, stolperst dann über einen Stein und verletzt dich... Wirst du diesen Weg dann dein Leben lang meiden oder ewig Angst vor Steinen haben? Wohl kaum... Genauso ist es mit deiner Angst vor Medikamenten, du hast einmal eine schlechte Erfahrung gemacht und reagierst deshalb über. 

Wenn man auf ein Medikament allergisch reagiert sollte man herausfinden woran es liegt und einen Test machen. Oft ist es nur ein einziger Bestandteil der in anderen Medikamenten gar nicht vorhanden ist. Falls möglich lasse dich testen, dann weißt du in Zukunft was du meiden musst. 

"ich google die Nebenwirkungen" das ist schon verkehrt. Zuerst einmal musst du Vertrauen zu deinem Arzt haben und das Medikament nehmen, damit es dir besser geht. Solltest du irgend etwas spüren, was unnormal ist und dich beunruhigt, dann erst solltest du den Beipackzettel lesen, um zu schauen, ob deine zusätzlichen Beschwerden dort als Nebenwirkungen aufgeführt sind. 

Mach dich also nicht unnötig verrückt. Viele Menschen googeln im Internet ihre Beschwerden und sind dann sehr verunsichert und teilweise verstört, wenn dort von allen möglichen schweren Krankheiten bis hin zu Krebs die Rede ist. Also warte einfach ab und denke nicht immer gleich negativ!

ja, solche Ängste sind nicht rational, aber nach so einem Erlebnis total nachzuvollziehen. Im Moment kannst du einfach nichts tun als dir immer wieder zu sagen das nichts ist.

Ich würde dir aber raten eine Verhaltenstherapie zu machen, evtl. sogar bei einem Therapeuten der sich auch mit Trauma auskennt. Auch wenn es dir vielleicht bescheuert vorkommt wegen so einer "Kleinigkeit" zum Therapeuten zu rennen. Es kann aber wichtig sein. Du wirst in deinem Leben sicherlich noch hin und wieder Medikamente nehmen müssen und dann musst du nicht jedes mal Panik haben.

Nach dem Erlebnis das du hattest ist es völlig verständlich das du so reagierst. Man kann dir aber therapeutisch helfen.

Bevor ich mehr schreibe, erst einmal eine Frage:
Welches Medikament hast du heute genommen?

Es ist mir schon fast peinlich das zu sagen aber einmal eine Darmaufbaukur (prosymbioflor) dazu Perenterol und sinupret.

Ich weiß dass das nichts schlimmes ist, aber im Zuge einer Antibiotika behandlung haben sich bei mir viele Nahrungsmittelunverträglichkeiten bei mir angesammelt, bin Laktose- und Histaminintolerant geworden und habe sehr sehr große Probleme auswärts zu essen.

Auch diese Unverträglichkeit macht mir eben Angst mir irgendwas unbekanntes in mich rein zu stopfen.

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@IbanezP

Okay, das, was du genannt hast, ist wirklich harmloses Zeug.
Evtl. kann es etwas Blähungen verursachen.

Für dein Problem mit Medikamenteneinnahme und der Angst vor den Folgen kann ich dir zwei Vorschläge machen.

1. Vorschlag: Aufmerksamkeitslenkung
2. Vorschlag: Selbstberuhigungs-Übung (Klopfakupressur)

Zum 1. Vorschlag:
Wenn du befürchtest, deine Angst und Selbstbeobachtung könnte zu stark aufkommen, dann lenke dich (evtl. schon vorher) ab!
Geeignetes Mittel könnte sein: Du schaust dir eine DVD mit einem interessanten Film an! - Oder irgend etwas anderes, was deine Aufmerksamkeit wirklich in Anspruch nimmt.
Du kannst auch einen Spaziergang machen und machst ihn als Geh-Meditation. D.h. du achtest ganz bewusst, bei jedem Schritt!,  darauf, wie dein Fuß sich abhebt, wie er in der Luft sich weiterbewegt, wie er wieder aufsetzt, wie sich das anfühlt, wenn er den Boden unter sich spürt, wie der Fuß abrollt, wie der andere Fuß sich in die Luft hebt etc.  (möglichst natürlich in naturnaher Umgebung). Falls deine Gedanken abschweifen, dann mach dir das bewusst und achte erneut auf deinen rechten Fuß usw. usw. - Mach das mal ein paar Minuten lang!

Zum 2. Vorschlag:
Eine energetische (Selbstberuhigungs-)Übung an, als Mittel zum Abbau von akutem Stress und Aufgeregtheit:

(Klopfakupressur): Du klopfst mit der rechten Handkante relativ schnell (etwa 180 bpm) auf die Oberkante deiner linken Hand. Der Auftreffpunkt liegt zwischen Daumen und Zeigefinger, mehr in Richtung Zeigefinger (also ca. 1,5 cm oberhalb der Kuhle von Daumen und Zeigefinger). Relativ fest klopfen, aber natürlich nicht super-fest. Das Ganze ca. 60 sec. (es kommt nicht auf die genaue Zeit drauf an). Und diesen Vorgang immer wieder mal wiederholen und schön atmen dabei.

Gerne lass ich mir von dir (morgen) eine Rückmeldung geben, ob es sich positiv für dich ausgewirkt hat!

Gute Wünsche für dich!

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