Dichtes Auffahren auf langer Strecke?

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14 Antworten

Meiner Meinung nach haben sich hier beide Verkehrsteilnehmer falsch verhalten.

Um diese Frage beantworten zu können, fehlen wichtige Details.

Ich gehe mal folgende Situationen durch:

  • Die Situation spielte sich nach einer Ampel oder Kreuzung ab. Der Kleinwagen braucht länger zum Beschleunigen als Du. Bevor der Kleinwagen seine angestrebte Geschwindigkeit erreicht hat, hast Du ihn überholt. Der Kleinwagenfahrer wollte aber ein bisschen schneller fahren als Du. Gedanke des Kleinwagenfahrers: "Warum hat er mich überholt wenn er jetzt nicht vom Fleck kommt..."
  • Selbe Situation, nur anderer Ausgangspunkt: Vorher bog einer ab, der Kleinwagenfahrer musste kurz langsamer werden und wieder schneller werden. Oder ein Tier lief über die Fahrbahn, oder es ging bergauf und der Kleinwagen verlor kurzzeitig ein wenig der Geschwindigkeit...
  • Du könntest ihn bei Deinem Überholvorgang ungewollt bedrängt haben. Zu nah vorbeigefahren, oder zu früh eingeschert. Könnte ja sein...

Der Kleinwagenfahrer hat sich keinesfalls regelkonform verhalten. Auf jeden Fall. Egal was die Ausgangssituation war, dieser hätte nicht zu dicht auffahren dürfen.

Jedoch warst Du auch nicht vorbildlich. Du hast geschrieben dass Du dann mal kurz schnell beschleunigt hast. So hast Du evtl. eine Geschwindigkeitsüberschreitung, somit selbst eine Owi begangen. Zudem könnte genau das dem Kleinwagenfahrer dazu bewegt haben noch weiter und/oder länger nah aufzufahren. Es war ein provozierendes Verhalten Deinerseits.

Als Außenstehender könnte man eine solche Situation sogar als gegenseitige "Verabredung" eines illegalen Straßenrennens interpretieren...

Ihr habt Euch beide nicht vorbildlich verhalten, beide Sturköpfe die nicht nachgeben wollen und Recht haben wollen.

So ist es nun mal im deutschen Straßenverkehr, der zunehmend aus egoistischen, verkehrserzieherischen Teilnehmern besteht, die immer weniger Rücksicht aufeinander nehmen.

Vergiss die Sache einfach, er wird Dich nicht anzeigen, und Du solltest ihn nicht anzeigen. Die Situation ist geschehen, es ist zum Glück nichts passiert. Was solls...

Würde ich jeden Verkehrsteilnehmer der sich regelwidrig verhält, oder mich unbewusst oder teils gewollt und kalkuliert bedrängt und gefährdet, anzeigen, dann müsste ich jeden Arbeitstag hunderte Anzeigen schreiben. Und das "hunderte" ist nicht mal übertrieben...

Mach Dir keinen Kopf und schließe die Sache endlich ab...

Er kann sich jede Räuberpistole ausdenken oder vielleicht war auch Dein Überholvorgang in der Kurve nicht ganz astrein. Jedenfalls hat er sich darüber aufgeregt und möglicherweise zeigt er Dich sogar an. Entgegen landläufiger Meinung gilt hierbei nicht "Aussage gegen Aussage", sondern die Beweiswürdigung. Hierbei zählen letztlich die Schlüssigkeit der Aussage und einige andere Faktoren wie

  • ein deutlich hervorgetretener Belastungseifer des Zeugen,
  • ein erkennbares Motiv für eine mögliche Falschbelastung,
  • erkennbar übertriebene Angaben,
  • eine nachgewiesene teilweise Falschbelastung,
  • jeder Widerspruch innerhalb der Aussage,
  • Widersprüche zu sonstigen Beweisergebnissen.

und... auch wenn das jeder Richter oder Staatsanwalt bestreiten wird, der persönliche Eindruck. Ein spätpubertierender Golf GTI-Fahrer gibt heirbei eine schlechtere Rolle ab als ein pensionierter Finanzbeamter in der B-Klasse.

Gegenanzeige ist immer blöd... selbst Leute aus bildungsfernen Schichten kämen nicht auf so einen Spätzünder.

Die Sache wird vermutlich nicht einmal vor Gericht landen. Sofern der Kleinwagenfahrer ihn wegen einer Owi anzeigt, wird bereits die Bußgeldstelle das Verfahren einstellen. Zeigt er ihn wegen einer Straftat an, wird die Polizei vielleicht kurz ermitteln, die Staatsanwaltschaft wird das Verfahren einstellen. Anders sähe es aus, wenn der Kleinwagenfahrer wegen des Überholmanövers im Graben gelandet wäre.

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Woher sollen wir wissen, was im Kopf einer uns unbekannten Person nach einer Situation vorgeht, die wir selbst nicht erlebt haben?

Mein Rezept bei dicht auffahrenden Hintermännern ist, die Scheibenwaschanlage zu betätigen - dann bekommen sie einen Teil des Wassers ab und die meisten kapieren dann, dass sie sich mit dem Abstand vergreifen.

Anzeigen kann er dich und du ihn. Die Frage ist weswegen und ob jemand was beweisen kann.

Natürlich darf er nicht dicht auffahren, auch wenn er sich gefährdet gefüht hat. Ist ja auch ziemlich dämlich. Wenn ich ich gefährdet fühle, versuche ich doch möglichst großen Abstand zu halten und mich nicht noch durch dichtes Auffahren in Gefahr zu bringen.

Kommt immer auf die Situation an, wo du ihn überholt hast.

Ist die Kurve unübersichtlich gewesen,

https://www.bussgeldkatalog.org/ueberholen/

schaust du mal besser in den Bußgeldkatalog.

Wenn er sich gefährdet gefühlt hat, hat er natürlich das Recht dich an zu zeigen. Es gibt ihm aber nicht das Recht dadurch zu dicht auf zu fahren.

Wenn du das Kennzeichen von ihm hast, kannst du eine Anzeige machen, es wird aber ncihts bringen, erst zu warten, was der andere macht, denn dann sieht es so aus, als wenn du ihm ebenfalls eine auswischen willst.

Wichtig ist schonmal die Frage war er alleine im Auto denn ansonsten steht Aussage gegen Aussage... Was sollst du falsch gemacht haben. Sein aggressives Fahrverhalten und dichtes auffahren ist aus meiner Sicht das vergehen.

Ja er war alleine. Konnte ich ja trotz der Dunkelheit ganz gut sehen ^^

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Meiner Meinung nach ist das er gemacht hat Nötigung und du bist am längeren Hebel, sofern du nicht irgendein Detail ausgelassen hast.

Können kannst du.  Obs Sinn macht, steht auf einem anderen Blatt. Hast du Zeugen? Hat er Zeugen?  Die Geschichte würde im Sande verlaufen.

wir waren beide alleine im Auto

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@xXTob1iXx

Anzeigen kannst du jeden wegen allem. Es ist halt eine Frage der Beweisbarkeit. Die ist bei euch beiden nicht gegeben. Insofern würde ich mir die Mühe einer Anzeige gar nicht erst machen. Er kann ja nicht mal beweisen, dass du der Fahrer warst. Wenn du tatsächlich eine Anhörung erhältst, kreuzt du an, dass du nicht der Fahrer warst und machst von deinem Zeugnisverweigerungsrecht nach §52 StPo Gebrauch. Ist die stressfreieste Sache.

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Du hast den längeren Hebel. Wenn er mir zu dicht abgefahren wäre, würde ich bremsen.

Eine Anzeige wird nichts bringen, da du keine Zeugen hast dafür.

hast du vielleicht im Überholverbot überholt ? Aber selbst das müsste er dir erst mal beweisen.

mach dir nicht solche Gedanken, da kommt sicher nichts nach.

Zum Abstand:

http://www.sicher-auto-fahren.de/fahrsicherheit/fahren/abstand.jsp

 

Eine Anzeige wird nichts bringen, da du keine Zeugen hast dafür.

Sicher, der Anzeigeerstatter tritt als Zeuge auf...

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Gegeanazeigen gibt es nicht.

Jeder kann gegen jeden zu jeder Zeit Strafantrag stellen.

Eine "Gegenanzeige" hebt eine andere Anzeige nicht auf.

Aussage gegen Aussage..

Beim nächsten Mal denjenigen auf einen Parkplatz der nächsten Polizeistation lotsen, dann verschwindet der ganz schnell von selber.

Ich denke schon, er hat sich dir hinten aufgedrängelt.

Beweis?

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Natürlcih kannst du das.

Er kann dich nicht anzeigen - höchstens andersrum.

Es gibt nicht ohne Grund einen SICHERHEITSABSTAND den man einzuhalten hat!

http://www.bussgeldkatalog-mpu.de/bussgeld/bussgeldkatalog/abstand/

Guck mal im Link da steht alles beschrieben inkl. Strafe!

Mach dir keinen Kopf!

Übrigens: Wenn der dir so am Po klebt einfach mal die schön rotleuchtenden Bremslichter aufleuchten lassen.

Gefährlicher Tipp. Kann gehörig in die Hose gehen.

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@Kleckerfrau

wieso gefährlich?

Übrigens: Wenn der dir so am Po klebt einfach mal die schön rotleuchtenden Bremslichter aufleuchten lassen.

da reicht es völlig zu nur mal kurz die Bremse zu treten, selber hat man keine Wirkung, aber die Bremsleuchten sind an

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@peterobm

@peterobm: Danke! Genau so war das auch gemeint!.... natürlich keine Vollbremsung... aber das sollte ja eigtl klar sein

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@LonelyBrain

für manche eben nicht. 

dichtes Auffahren in der Stadt, da gibt´s kein 10m Abstand

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@LonelyBrain

Der Verkehrsteilnehmer dahinter weiß ja nicht ob Du wirklich bremst oder nur die Bremslichter aufleuchten lässt. Dieser bremst und ein evtl. dahinter fahrender Verkehrsteilnehmer fährt ihm auf.

Oder er will ausweichen und fährt in den Graben oder Gegenverkehr.

Es gibt viele Situationen weshalb ein Aufleuchten lassen der Bremslichter gefährlich sein kann...

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@RainerB76

Nein kann es nicht. Wenn man keinen Abstand hält ist man zudem selbst schuld. Desweiteren nennt man das Vorrauschauend fahren. Wer bei jedem kleinen Bremslicht schon ne Vollbremsung reinhaut hat das Fahren schlichtweg nicht gelernt.

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@LonelyBrain

Woher weiß der Hintermann ob man nun stark bremst oder nur die Bremslichter aufleuchten lässt? Klar fährt der Hintermann mit wenig abstand nicht vorausschauend und gefährdend, jedoch ist ein Aufleuchten lassen der Bremslichter ebenso gefährlich.

Zudem verstößt man selber gegen die StVO wenn man das macht. Nämlich gegen §1 Satz 2:

 Wer am Verkehr teilnimmt hat sich so zu verhalten, dass kein Anderer geschädigt, gefährdet oder mehr, als nach den Umständen unvermeidbar, behindert oder belästigt wird.

Der folgende Verkehrsteilnehmer wird gefährdet und belästigt, mehr als es die Umstände ergeben...

Zudem könnte unter gewissen Umständen ein "Ausbremsen" oder "angedeutetes Ausbremsen" als Nötigung gelten.

Du willst Feuer mit Feuer bekämpfen und das ist nun mal falsch.

Du verhältst Dich genauso wie ich in meiner Antwort beschrieben habe. Du willst maßregeln und bringst im Falle eines Unfalls Dich und andere in Gefahr, denn Du weißt nicht ob der Hintermann sich erschreckt oder verreißt! Auch wenn dieser den Fehler macht und zu nah auffährt, Du kannst nicht einschätzen wie er sich verhält und/oder ob er erschrickt und einen Verkehrsunfall deswegen verursacht oder nicht.

Du siehst den Fehler anderer, Du weißt dass andere den Fehler machen, verweist sogar noch auf vorausschauendes Fahren und provozierst selber unnötig gefährliche Situationen...

Es ist nun mal gefährlich, auch wenn es durch den mangelnden Abstand des Hintermanns hervorgerufen wird, aber ein Aufleuchten lassen der Bremslichter zur Maßregelung ist gefährlich. Wenn Du der Meinung bist das ist nicht gefährlich, dann hast auch Du das Fahren schlichtweg nicht gelernt... 

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@RainerB76

Wer am Verkehr teilnimmt hat sich so zu verhalten, dass kein Anderer geschädigt, gefährdet oder mehr, als nach den Umständen unvermeidbar, behindert oder belästigt wird.

Genau deshalb sollte man auch einfach Abstand halten ;-) das beinhaltet dein Posting auch - nimmst du aber offensichtlich nicht zur Kenntnis

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@LonelyBrain

Sicher nehme ich das zu Kenntnis, hab es ja selber geschrieben. Hab es in meinem Kommentar oben auch geschrieben, dass der Hintermann einen Fehler macht. Deswegen ist und bleibt das Verhalten wie Du es beschreibst gefährlich. Ob es Dir nun passt oder nicht. Selbstjustiz ist nun mal nicht erlaubt in D. Nur weil ein anderer Fahrer sich regelwidrig verhält, heißt das noch lang nicht dass sich ein anderer auch regelwidrig verhalten darf.

Dann schon lieber wie in einer anderen Antwort die Scheibenwaschanlage anmachen, oder gestikulieren, aber nicht auf eine Nötigung eine Nötigung folgen lassen. Das ist keinen Deut besser und gefährlich.

Aber warum sollte ich mit Dir über so was diskutieren. Uneinsichtigkeit kann man nicht belehren...

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Er kann dich nicht anzeigen

Klar kann er!

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@LonelyBrain

Was weiß ich? Das weiß nur der andere Fahrzeugführer allein - aber anzeigen kann er ihn. Obs aber Sinn macht, steht auf einem anderen Blatt.

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@TrudiMeier

Da muss er schon einen Grund haben - und so wie oben geschildert gibt es keinen. Und nur darauf kann ich mich beziehen.

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