Dicht beieinander liegende Leiter- Potentialdifferenz?

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3 Antworten

Wenn die beiden Leiter dieselbe negative Ladung tragen, dann liegt ja per Definition keine Potentialdifferenz vor. Die Leiter verfügen natürlich auch über eine gewisse Kapazität, die ist aber messtechnisch schwerlich nachweisbar. Damit wird der Leiter auch Ladungsträger. Das gelingt sogar meinem Haarkamm bei der Vorführung haarsträubender Abenteuer.

Bei Hochspannungstrassen über tausend Kilometer dagegen stellt die Kapazität der Leiter schon durchaus einen Kostenfaktor dar. Die komplementäre "Kondensatorplatte" wird in diesem Falle durch Körper der Umgebung gebildet wie Luft und Isolatoren. Die Kapazität würde ich da gegen das Erdpotential messen. Das ist übrigens (neben der Leiter-Induktivität) der Grund dafür, dass man sehr lange Versorgungsleitungen zunehmend mit Gleichstrom betreibt.

Auch Leitungen haben eine Kapazität und auch eine Induktivität neben dem reinen ohm'schen Widerstand. Aber hierzu braucht es, wie bei einem "normalen" Kondensator, Ladungsdifferenzen.

http://de.wikipedia.org/wiki/Leitungsbel%C3%A4ge

Für eine messbare Potentialdifferenz braucht es eine gemeinsame Potenzialebene.

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